Leicht reisen leicht gemacht: 5 Tipps zum Reisen ohne Gepäck

Ob Stadtbummel oder Geschäftstermin: Wer auf einer Reise einen Zwischenstopp einlegt, ist froh, wenn er Gepäck einstellen oder direkt ans Ziel senden kann. Was wo möglich ist und für wen sich was eignet – die Optionen im Überblick.

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1.     Gut zu wissen: die Öffnungszeiten, oder: Wann komme ich an mein Gepäck?

Egal, welche Möglichkeit der Gepäckaufbewahrung zur Verfügung steht, die erste Empfehlung lautet: Öffnungszeiten überprüfen. Wäre ja zu schade, vor verschlossener Türe zu stehen und ohne Gepäck auskommen zu müssen. Die Öffnungszeiten unterscheiden von Bahnhof zu Bahnhof, aber auch zwischen den verschiedenen Aufbewahrungsmöglichkeiten am Bahnhof. Mit anderen Worten: Wer sein Gepäck am Bahnhof A am Schalter zur Aufbewahrung abgibt, muss andere Öffnungszeiten beachten als jemand, der am gleichen Bahnhof sein Gepäck in einem Schliessfach deponiert. An einigen Bahnhöfen befinden sich die Schliessfächer ausserhalb des Gebäudes und sind damit rund um die Uhr zugänglich. An anderen jedoch unterliegen die Schliessfachanlagen den Öffnungszeiten des Bahnhofs.

Tipp: Die Öffnungszeiten auf der Webseite des jeweiligen Bahnhofs überprüfen.

 

2.     Gestatten, die neuen Schliessfächer, oder: Multitalente mit Format.

Seit 2013 modernisiert die SBB ihre Schliessfachanlagen. Das bietet den Reisenden zahlreiche Vorteile:

  • Fünf verschiedene Grössen: Von der Handtasche bis hin zum XXL-Koffer.
  • Viele Zahlungsmöglichkeiten: Von Münzen über EC-Karte und Kreditkarte bis hin zu Twint.
  • Maximale Einstelldauer: 96 Stunden.
  • Gepäck verstauen und beziehen ohne Schlüssel: Öffnung der Schliessfächer via QR-Code.
  • Einfache Bedienung und alle Infos an einem Ort: Die Reisenden finden alle Informationen zu Preis, Öffnungszeiten, Haftungsfragen und weiteren Themen direkt auf dem Display. Diese sind auch an die Bedürfnisse von sehbehinderten Menschen angepasst.

Tipps:

  • Gruppen mit vielen kleinen Gepäckstücken können gleich mehrere Gepäckstücke in einem XXL-Fach verstauen.
  • Die Öffnung der Schliessfächer via QR-Code erlaubt eine einfache und kontaktlose Warenübergabe. Einfach QR-Code fotografieren und dem Empfänger zusenden.

 

Die neuen Schliessfächer gibt es bisher an neun Bahnhöfen:
Basel SBB, Bern, Brig, Genf, Genf Flughafen, Luzern, St. Gallen, Zürich HB und Zürich Flughafen.

Bis 2023 kommen voraussichtlich weitere neun dazu:
Bellinzona, Chur, Fribourg, Montreux, Locarno, Lugano, Thun, Winterthur und Zug.

Die ersten sechs Stunden kosten je nach Grösse zwischen fünf und zwölf Franken, jede weiteren sechs Stunden zwischen zwei und sechs Franken.
 

3.     Bewährte Qualität: Die blauen Schliessfächer.

Rund 80 Bahnhöfe verfügen über die bewährten blauen Schliessfächer. Sie bieten:

  • Drei verschiedene Grössen
  • Zahlung per Münzen
  • Maximale Einstelldauer: 72 Stunden.

Je nach Grösse und Standort kostet die Benutzung zwischen vier und neun Franken pro 24 Stunden.

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Tipp: Übersicht über die Bahnhöfe mit Schliessfächern.

 

4.     Für sperriges Gepäck: Aufbewahrung im Reisezentrum.

Gepäck zu gross fürs Schliessfach? Keine Sorge, auch hierfür gibt es eine Lösung: Die Gepäckaufbewahrung im Reisezentrum. Der Zugang zum Gepäck ist dabei nur während der Öffnungszeiten des Schalters möglich.

Tarif: 12 CHF pro Tag

Tipp: Übersicht über Standorte mit Gepäckaufbewahrung.

 

5.     Hände frei von Anfang an: Der Gepäcktransport.

Lieber ganz ohne Gepäck reisen? Auch das ist möglich. Die SBB bietet verschiedene Transportservices wie beispielsweise von Bahnhof zu Bahnhof, von Tür zu Tür oder von Tür zu Bahnhof (und umgekehrt) – und das bereits ab zwölf Franken. Übrigens: Wer ab dem Flughafen Zürich fliegt, kann sich sein Gepäck nicht nur an der Haustüre abholen, sondern auch gleich einchecken lassen. Neben dem Schleppen spart man sich so grad auch noch eine Schlange zum Anstehen. Praktisch, oder?

Tipp: Übersicht über alle Möglichkeiten.