Auf direktem Weg von Lugano nach Hamburg

Die SBB baut gemeinsam mit der Deutschen Bahn (DB) in den nächsten sechs Jahren das Angebot zwischen der Schweiz und Deutschland weiter aus. So können Reisende dereinst direkt vom Tessin nach Hamburg und vom Wallis nach Deutschland reisen.

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Wegen der Klimadebatte erfährt umweltfreundliches Reisen mit der Bahn je länger je mehr Aufschwung. Das zeigt auch die Nachfrage im internationalen Bahnverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz. Sie hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen: Allein am Grenzübergang Basel stieg die Zahl der Reisenden in den letzten fünf Jahren um über 25 Prozent.  

Trotz der aktuellen Herausforderungen rund um das Coronavirus sind die SBB und die DB überzeugt: Es besteht für die kommenden Jahre im Bahnverkehr zwischen der Schweiz und Deutschland grosses Wachstumspotenzial.  

Deshalb planen die beiden Bahnen einen umfangreichen Ausbau des Angebots zwischen der Schweiz und Deutschland in den nächsten sechs Jahren. Dazu wird die langjährige Zusammenarbeit im internationalen Personenverkehr zwischen den Partnern weiter verstärkt. Das haben die SBB und die DB heute in einer entsprechenden Absichtserklärung unterzeichnet. Für die SBB ist der Ausbau ein wichtiger Schritt, das Angebot im internationalen Personenverkehr deutlich zu verbessern. 

«Wir wollen Bahnreisen in Europa für unsere Kunden einfacher machen. Darum setzten wir auf die weitere Entwicklung des internationalen Verkehrs.»
Vincent Ducrot, CEO SBB

Wie sieht das neue Angebot zwischen der Schweiz und Deutschland aus? 

Unmittelbarer Ausbau ab Fahrplan 2020: Mehr Verbindungen, kürzere Reisezeit zwischen Zürich und München 

  • Mit dem neuen Fahrplan ab Dezember 2020 können Reisende neu zwölf- statt sechsmal täglich nach München fahren. 
  • Die Reisezeit von Zürich nach München verkürzt sich gegenüber heute in einem ersten Ausbauschritt um 40 Minuten auf 4 Stunden.  
  • In einem weiteren Ausbauschritt soll die Reisezeit um weitere 30 Minuten auf eine Reisezeit von 3 Stunden und 30 Minuten verkürzt werden. 

 Mittelfristiger Ausbau voraussichtlich ab Fahrplan 2026 

Dank des geplanten Angebotsausbau zwischen SBB und DB profitieren Reisende voraussichtlich ab Fahrplan 2026 von neuen Verbindungen zwischen der Schweiz und Deutschland. Kürzere Fahrzeiten und hochmodernes Rollmaterial sind weitere Pluspunkte: 

Neue Verbindungen, Direktverbindungen 

  • Neue Direktverbindungen von Deutschland über Bern ins Wallis . 
  • Zwei neue Direktverbindungen pro Tag von Hamburg über Basel nach Lugano durch den Gotthard.  
  • Die Anzahl an Direktverbindungen zwischen der Schweiz und Deutschland wird von heute 26 auf 35 tägliche Verbindungen erhöht.  
  • Mit dem neuen Konzept werden neue Direktverbindungen von Deutschland über Bern in das Wallis geschaffen.  
  • Der Einsatz der ICE 4 auf der Linie Dortmund–Köln–Basel ermöglicht neue Direktverbindungen aus Nordrhein-Westfalen. Der zukünftige Halbstundentakt auf der Strecke Zürich–Chur schafft zusätzliche Direktverbindungen aus Deutschland nach Chur.  

Kürzere Reisezeit 

  • Fahrzeit zwischen den Destinationen der beiden Länder soll weiter verkürzt werden. 
  • Die Reisezeit zwischen Frankfurt und Zürich reduziert sich um 20 Minuten auf 3 Stunden und 40 Minuten. 

Neue Züge 

  • Vollständige Umstellung aller ICE-Verbindungen zwischen der Schweiz und Deutschland auf den ICE 4, den neusten Hochgeschwindigkeitszug der DB. 
  • Einsatz von Giruno-Kompositionen der SBB zwischen der Schweiz und Deutschland. Dazu beabsichtigt die SBB weitere Giruno-Kompositionen beim Hersteller Stadler Rail zu beschaffen. 

Ermöglicht wird der geplante Ausbau durch die Inbetriebnahme des Eisenbahnknotens Stuttgart 21 und den Ausbauschritten auf den Strecken Karlsruhe–Offenburg und Müllheim–Basel. 

 

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