Trotz Schnee und Eis sicher ans Ziel

Der Winter grüsst die Schweiz mit seinem schönsten Begleiter. Der Schnee ist zurück! Das bedeutet «Vollgas geben» für Filipe Santos und den Winterdienst der SBB. Das Ziel ist klar: die Züge fahren trotz Schnee und die Kundinnen und Kunden kommen sicher und pünktlich an ihr Ziel.

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* Hinweis: Der Artikel stammt aus dem Winter 2019

Es ist vier Uhr morgens. Filipe Santos schreitet mit grossen Schritten zur Staplergarage in Olten, wo seine Schneeräumungsmaschine parkiert ist. Draussen fällt der erste Schnee in diesem Winter. Der Logistiker muss sich von nun an warm anziehen: Er ist einer von 360 Einsatzkräften bei der SBB, die für den Winterdienst im Einsatz sind. Gleise, Weichen, Perrons, Ein- und Ausgänge müssen nun vom Schnee und Eis befreit werden.

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Die Planung für diese Einsätze begann schon im Frühling mit der Analyse des vergangenen Winters. «Der letzte Winter war aber nicht sehr hart, ich musste nur vier Mal wegen dem Schnee ausrücken. Meist ging es vor allem darum, die Ein- und Ausgänge zu salzen, damit keine Rutschgefahr mehr bestand», erinnert sich Santos. Nun stehen er und die notwendigen Abteilungen der SBB von Mitte Oktober bis Mitte April wieder in Bereitschaft für den Winterdienst.

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Trotz den Vorbereitungen und der Organisation des Winterdienstes kann es aber durch den Kälteeinbruch zu kleineren Störungen an der Infrastruktur kommen, da das Sicherheitssystem der SBB sehr sensibel reagiert. Diese Mängel müssen behoben werden, was dann wiederum zu Verspätungen führen kann. Das wichtigste Ziel bleibt auch durch die kalten Monate klar: die Kundinnen und Kunden sollen auch bei Eis und Schnee sicher und pünktlich an ihr Ziel kommen. «Und dafür sind wir bereit», sagt Santos entschlossen und steigt in seine Schneeräumungsmaschine.

Weitere Facts zum Winterdienst der SBB

Allzeit bereit

Die meteorologischen Daten werden besonders im Winter laufend ausgewertet. Die Wetterentwicklungen werden an jedem Bahnhof im SBB Netz überwacht und die Mitarbeitenden des Winterdienstes können gezielt gesteuert werden. Die Teams stehen Tag und Nacht in Bereitschaft, falls plötzlich der tiefe Winter einbricht.

Wetterfühlige Helfer

60 Prozent aller Weichen des Hauptstreckennetzes der SBB verfügen über Weichenheizungen, das sind rund 7300 Anlagen. Diese Anlagen sind Wetterfühler und reagieren auf Temperatur und Feuchtigkeit und schalten sich entsprechend ein und aus.

Vorgeheizte Züge

Ist es draussen kalt, gibt es nichts Schöneres, als in die Wärme zu flüchten. Deshalb werden die Züge über Nacht an Heizanlagen angeschlossen. Am Morgen sind die Züge dann für die Kundinnen und Kunden vorgeheizt.