Navigation

Servicelinks

Top part of the Navigation

Digitalisierung zum Anfassen

Gute Fee oder böser Geist? Am schweizweiten Digitaltag stand die Frage im Zentrum, wie die Digitalisierung genutzt werden kann, um unsere Zukunft positiv zu gestalten. Doch auch Befürchtungen und Ängste wurden aufgenommen und der Dialog darüber geführt.

150'000 Besuchern am ersten Schweizer Digitaltag
150'000 Besuchern am ersten Schweizer Digitaltag

Was bringt uns die Digitalisierung? Am ersten nationalen Digitaltag vom 21. November 2017 waren über 40 Schweizer Unternehmen und Institutionen an vier Bahnhöfen präsent, um sich dieser Frage zu stellen. Mit zahlreichen Beispielen zeigten sie, wie Digitalisierung aussehen kann und standen den Besuchern Rede und Antwort. Inwiefern verändert die Vierte industrielle Revolution unsere Gesellschaft? Wie müssen wir den Wandel gestalten, um die Chancen zu nutzen? Heisst Digitalisierung, dass das Zwischenmenschliche in Zukunft keine Rolle mehr spielt?

Video: Digitale Erlebnisse im Hauptbahnhof Zürich

Digital und persönlich – auf die richtige Balance kommt es an

Um möglichst viele Menschen zu erreichen, fand der Digitaltag an den grössten Bahnhöfen der vier Landesteile, in Zürich, Genf, Chur und Lugano statt. Wer nicht physisch vor Ort war, konnte das Ereignis digital per Livestream mitverfolgen. Insgesamt nutzten 150‘000 Menschen die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild der Digitalisierung zu machen, und noch einmal so viele nutzten den Livestream. Dieses ausgeglichene Verhältnis steht auch für die Balance zwischen digital und persönlich, die trotz Technologiefortschritt immer noch gefragt ist. Oder in den Worten von SBB CEO Andreas Meyer: «Die Chancen der Digitalisierung sind immens, der persönliche Kontakt darf dabei aber nicht vergessen gehen».  

Wie entwickelt sich die Mobilität? Wie verändern sich unsere Berufsbilder?

Die SBB widmete sich am Digitaltag vor allem zwei grossen Fragen: Wie können wir die Digitalisierung nutzen, um die Mobilität noch attraktiver zu gestalten? Und: Wie verändert die Digitalisierung unsere Berufsbilder? Abschliessende Antworten gibt es heute zwar noch keine. Diverse Beispiele und moderierte Diskussionen gaben den Besuchern aber eine Idee, wohin sich die Reise entwickeln könnte. Wer am eigenen Leib erfahren wollte, wie sich das Reisen in Zukunft anfühlen könnte, nutzte die Gelegenheit, um im eigens gebauten Digitalzug zwischen Genf und St. Gallen mitzufahren. Nebst Schulklassen und Technologieinteressierten nutzten auch die beiden Bundesräte Doris Leuthard und Johann Schneider Ammann diese einmalige Gelegenheit.

Historischer Tag für die Digitalisierung in der Schweiz

Der Digitaltag bot auch den idealen Rahmen für eine Ankündigung «von historischer Bedeutung für die Digitalisierung in der Schweiz»: Die CEOs von Swisscom, Credit Suisse, Raiffeisen, UBS, der Zürcher Kantonalbank, dem Finanzdienstleister SIX und der Schweizerischen Mobiliar unterzeichneten an einer Pressekonferenz ein «Memorandum of Understanding». Es handelt sich dabei um die Absicht, die im Mai von der Post und SBB lancierte digitale Identität – die SwissID – in einem neuen Gemeinschaftsunternehmen weiterzuentwickeln. Das Ziel ist es, eine mehrheitsfähige, schweizweit akzeptierte digitale Identität anzubieten, die den Nutzerinnen und Nutzern erlaubt, sich einfacher und sicher in der digitalen Welt zu bewegen. «Damit schaffen wir eine wichtige Voraussetzung, um die Digitalisierung in der Schweiz weiterzuentwickeln und den Wirtschaftsstandort zu stärken», ist der Chef der SBB, Andreas Meyer, überzeugt.

Das Fazit zu diesem geschichtsträchtigen Tag: Wenn wir die Digitalisierung gemeinsam gestalten, schaffen wir eine Zukunft, in der das Leben einfacher wird. In den Worten von Andreas Meyer: «Der heutige Tag hat mich in meiner Meinung bestärkt: Digitalisierung ist eine gute Fee und nicht etwa ein böser Geist».