Reisefreuden via SBB

Seit 25 Jahren macht «Via» Appetit auf Bahn und Reisen. Doch die Geschichte der SBB und ihrer Kundenzeitschriften ist wesentlich älter – beinahe ein Jahrhundert.

"Via" besteht seit 25 Jahren
"Via" besteht seit 25 Jahren

Die «Rückkehr der Doppelstöcker» war ein Thema der ersten Ausgabe von «Via», die Finanzen der SBB ein anderes: Um herauszufinden, wohin die Bundesfranken rollen, reiste «Via» mit dem damaligen SBB Chef Benedikt Weibel über eine verlustbringende und eine rentable Bahnlinie. Recht schwere Kost also. Aber auch leichtere Reisethemen wurden den Lesern serviert: Portraits über Obwalden («Black Hills am Brünig») und Lille, den «neuen Drehpunkt Europas».

Via, «Das Magazin der Bahn», wollte «Eine Zeitschrift für Menschen unterwegs» sein, wie der SBB Generalsekretär in der Erstausgabe vom Frühling 1993 schrieb. Das ist sie geblieben. Heute steht das Reisen ganz vorn, Verkehrspolitik und Technik sind keine Themen mehr. Dafür erscheint «das grösste Schweizer Reisemagazin» mehr als doppelt so häufig wie vor 25 Jahren, nämlich zehnmal jährlich statt nur viermal.

In dieser ganzen Zeit ist die gedruckte Form beim Kundenmedium erste Wahl geblieben. Sie hat eine lange Tradition, die im Sommer 1927 mit der «Revue SBB» begann – einer aufwendig gestalteten Zeitschrift mit dem Ziel, den Reiseverkehr zu fördern und damit nationalen Interessen zu dienen.  Sieben Jahre später wurde die «Revue SBB» zur Schweizerischen Verkehrszentrale (heute Schweiz Tourismus) transferiert. Als «Die Schweiz» und später «Revue Schweiz» hing sie bis 1992 in den Zügen aus, bevor «Via» ihre Haken übernahm.

Ein zweiter Strang zu «Via» führt über das «SBB Nachrichtenblatt». 1924 als Personalzeitschrift gegründet, öffnete sich die Publikation im Lauf der Jahrzehnte auch Bahn- und Technikinteressierten ausserhalb der SBB. 61 Jahre später wurde die Publikation thematisch aufgesplittet: in eine «SBB-Zeitung» (heute «Unterwegs») für das Personal und ein «SBB-Magazin» für Kunden. Letzteres wurde vor 25 Jahren ebenfalls im Schlund des «Via». 

Vorder- und Rückseite der Erstausgabe der «Revue SBB» von 1927: Vor 90 Jahren war die Fremdenverkehrswerbung Sache der Bundesbahnen
Die Schweizerische Verkehrszentrale führt das Erbe der SBB fort: Schwarzweissfotografie in der Zeitschrift «Schweiz» von 1987
Letzte Ausgabe des «SBB Magazin» von 1992: Der Nachfolger des «Nachrichtenblatt» lebte nur acht Jahre
Roter Umschlag und gewichtiger Inhalt: Erstausgabe von «Via, das Magazin der Bahn» vom Frühling 1993

Vorder- und Rückseite der Erstausgabe der «Revue SBB» von 1927: Vor 90 Jahren war die Fremdenverkehrswerbung Sache der Bundesbahnen

Die Schweizerische Verkehrszentrale führt das Erbe der SBB fort: Schwarzweissfotografie in der Zeitschrift «Schweiz» von 1987

Letzte Ausgabe des «SBB Magazin» von 1992: Der Nachfolger des «Nachrichtenblatt» lebte nur acht Jahre

Roter Umschlag und gewichtiger Inhalt: Erstausgabe von «Via, das Magazin der Bahn» vom Frühling 1993

Am 3. Mai beleuchtet Dr. Anna Amacher Hoppler die Partnerschaft der Schweizerischen Verkehrszentrale und der SBB beim internationalen Vermarkten der Schweiz (18:15 Uhr, SBB Historic, Lagerstrasse, Windisch, www.sbbhistoric.ch).

Zeitreise

In dieser Rubrik blicken wir zurück auf alten Bahnzeiten. Bahntradition und Bahnwissen stehen im Mittelpunkt.