Wie smart arbeiten Sie?

Vom 4. bis 8. Juni fand schweizweit die Work Smart Week statt. Teams aus verschiedenen Unternehmen konnten während dieser Woche an der Team-Challenge #weworksmart teilnehmen und mit verschiedenen Aktionen in ihrem Arbeitsalltag Freiräume schaffen. 16 Teams der SBB starteten in die Challenge.

SBB Mitarbeitende während der We work smart
SBB Mitarbeitende während der We work smart

Die SBB setzt sich für flexible Arbeitsformen und -zeiten und Ortsunabhängigkeit ein. Deshalb hat sie die Work-Smart-Charta unterzeichnet. Und das wiederum war Voraussetzung, dass SBB Mitarbeitende bei der #weworksmart Mini-Challenge mitmachen konnten.

Work Smart Charta

Als Unterzeichnerin der Work Smart-Charta verpflichtet sich die SBB, mit geeigneten Massnahmen messbar zu folgenden Zielen beizutragen:

  • Motivierende Rahmenbedingungen für Mitarbeitende schaffen

  • Den Arbeitsmarkt besser erschliessen

  • Ressourcen und Infrastrukturen smarter nutzen

Weitere Informationen zur Charta finden Sie hier.

Die Work Smart Mini-Challenge

Bei der Challenge geht es darum, das Arbeitsleben der Teilnehmerinnen und Teilnehmer smarter zu gestalten. Teams mit drei bis sechs Personen können sich für verschiedene Aktionen anmelden und dabei Punkte sammeln. 16 SBB Teams mit rund 70 Mitarbeitenden machten in diesem Jahr mit. Insgesamt kämpften schweizweit 46 Teams mit 166 Teilnehmenden aus verschiedenen Unternehmen um den Sieg. Gesamthaft wurden so 2346 Aktionen durchgeführt, die auf die Umwelt und die persönliche Gesundheit der Teilnehmenden einen positiven Einfluss hatten.

Das Team «VF_Team_Zürich» mit Andrea Nigg, Martina Manz, Fabian Lütscher und Thomas Gartmann gewann mit 96,3 Teampunkten und verwies die SBB Teams «Smart is» und «SmartWorkersPAS» auf den zweiten und dritten Rang. Die SBB Teams hatten das Podest für sich reserviert; erst auf Rang vier folgte das erste Team aus einem anderen Betrieb.

Die Rangliste:
1. Team «VF_Team_Zürich», SBB AG, 96,3 Teampunkte
2. Team «Smart is», SBB AG, 74,8 Teampunkte
3. Team «SmartWorkersPAS», SBB AG, 67,6 Teampunkte
4. Team «Neue Büros braucht das Land!», Witzig The Office Company, 67,3 Teampunkte

Mails checken im Pyjama

Andrea Nigg

Andrea Nigg aus dem Gewinnerteam «VF_Team_Zürich» ist Fachspezialistin Verkaufsförderung in Zürich und sammelte während der Work Smart Week neue Erfahrungen. Aufmerksam auf die Challenge wurde sie durch ihren Teamkollegen Fabian Lütscher. Er war es denn auch, der das Team anmeldete. «Fabian las von der Aktion im Intranet und meinte, das wäre ein coole Sache», so Nigg und meldete kurzerhand das Team auf der Plattform «We Act Challenge» an.

Smart arbeiten in Pfäfers, Landquart, Zürich, Chur, Luzern

Andrea Niggs Ausgangslage ist ideal, um smart zu arbeiten: Sie wohnt in Pfäfers, arbeitet Teilzeit in Zürich und hat einen Bürojob. Nigg pendelt täglich frühmorgens und abends insgesamt drei Stunden vom Wohn- zum Arbeitsort und wieder zurück. Die meiste Zeit davon ist sie im Zug unterwegs; zwei Stunden arbeitet sie smart im Zug.

Während der Work Smart Week hat Andrea Nigg bewusst ihre Arbeitstage anders gestaltet und beispielsweise ihre lange Heimfahrt von Zürich nach Pfäfers in den frühen Nachmittag vorverlegt. Ihre Arbeit hat sie während der Zugfahrt und später zu Hause im Home Office erledigt. Oder sie hat morgens zu Hause gearbeitet und ist erst am späten Vormittag ins Büro gefahren. So ist Nigg bequem und ohne Pendlerstress im Home Office in ihren Arbeitstag gestartet. «Das hat mir sehr gut gefallen», so Nigg, «denn ich konnte den Tag einiges fokussierter und gleichzeitig entspannter anpacken als üblich.» Ausserdem habe sie die Ruhe im Zug während der Nebenverkehrszeit sehr genossen. Konzentriertes und effizientes Arbeiten sei ihr einfach gefallen. Die Morgenstunden zu Hause will sie künftig beibehalten und neu einmal pro Woche einen Home-Office-Vormittag einlegen. Ganz nach dem Motto: «Home Office ist auch im Pyjama möglich.»

Klare Kommunikation verhindert Missverständnisse

Neu ist für Andrea Nigg das Arbeiten im Zug aber nicht. Bereits vor der Work Smart Week ist flexibles Arbeiten für sie Alltag gewesen. Ihr Arbeitstag dauert wegen der langen Anfahrtswegen rund 10 Stunden. Deshalb ist sie darauf angewiesen, auch unterwegs arbeiten zu können. Ohne das flexible Arbeitszeitmodell der SBB müsste sie morgens sehr früh aufstehen und würde erst spät abends nach Hause zurückkehren. Dank der flexiblen Modelle der SBB kann Nigg irgendwo und irgendwann einfach und bequem arbeiten. Und wenn Sie um acht Uhr in Zürich im Büro eintrifft, hat sie bereits eine Stunde gearbeitet und ist über bevorstehende Aufgaben bestens informiert. «Ich bin sehr froh, bietet die SBB dieses Arbeitsmodell an», freut sich Nigg.

Alle zwei Wochen ist Andrea Nigg im nahe gelegenen Chur. Dank zwei Arbeitsplätzen kann sie dort arbeiten und den Tag mit anstehenden Meetings kombinieren. Wenn Andrea Nigg dienstags und donnerstags in Luzern studiert, arbeitet sie zwischenzeitlich und wenn nötig auch im Team Luzern.

Für Andrea Nigg ist die Trennung von Geschäftlichem und Privatem zentral. Es sei ihr sehr wichtig zwischen Job, Arbeit und Weiterbildung strenge Grenzen ziehen zu können und konsequent zu sein – erst recht als Teilzeitarbeitende. Ihr gelinge das eigentlich relativ gut, meint Nigg. Wichtigstes Credo sei dabei die aktive Kommunikation gegenüber Mitarbeitenden und Geschäftspartnern. «In meinen Mails sind meine Arbeitstage in der Signatur vermerkt, dann weiss das Gegenüber rasch Bescheid, wann ich erreichbar bin und wann nicht», so Nigg.

Ein einfacher, aber wirksamer Tipp von Andrea Nigg für Leute, denen die Trennung von Privatem und Geschäftlichem schwer fällt: Push-Mails oder Push-Messages jeglicher Art abschalten!

Wichtig sei es, dass man einen geeigneten Platz für die jeweilige Tätigkeit findet. Bei Andrea Nigg ist es einfach: Home Office fürs Studium, Büro und Zug fürs Geschäft – und seit der Work Smart Woche kommt neu ein zusätzlicher Home-Office-Vormittag hinzu.

Smart quer durch die Schweiz

Felix Schmid

Felix Schmid ist Produkt- und Anforderungsmanager Infrastruktur Betrieb und hat mit seinem Team «SmartWorkersPAS2.0» ebenfalls an der Challenge mitgemacht und den achten Platz erreicht.

Schmid pendelt 1 ¾ Stunden von Fislisbach (bei Baden) nach Bern Wankdorf zu seinem Arbeitsplatz und zurück. Wenn er denn überhaupt in seiner «Base», an seinem angestammten Arbeitsplatz, eintrifft. Denn was viele nur anlässlich der Work Smart Week getestet haben, ist für Schmid ganz alltäglich: Er reist für seinen Job fast täglich an einen anderen Ort in der Schweiz. Gestern Zürich, heute Pollegio, morgen Lausanne. Als Anforderungsmanager betreut er verschiedene Produkte wie den eTagesbogen (nur für SBB-Mitarbeitende sichtbar) oder das Bahnhofportal (nur für SBB-Mitarbeitende sichtbar) und holt vor Ort bei den Teams Rückmeldungen zu den Produkten ein. Normalerweise arbeitet Schmid einmal pro Woche zu Hause und einmal am SBB Hauptsitz in Bern Wankdorf.

Dank Work Smart mit den Kindern in die Kita

Der Job erfordert eine grosse Reisetätigkeit – klar arbeitet Schmid während der langen Reisezeiten von West nach Ost oder von Nord nach Süd im Zug. Da Schmid nicht Fan von grossem Gedränge ist, setzt er seine Reisezeiten in die Nebenverkehrszeit. So kommt es vor, dass er schon um sechs Uhr morgens im Zug sitzt und seine Mails checkt, dafür aber um 15 Uhr Feierabend hat. «Das kommt mir sehr entgegen, so kann ich meine Kinder aus Schule und Kita abholen. Morgens bringe ich die Kinder ebenfalls zweimal pro Woche in die Kita und zur Schule», freut sich Schmid. Das ist nur möglich dank dem fortschrittlichen Arbeitsmodell, das die SBB ihren Mitarbeitenden ermöglicht. Für ihn sind flexible Modelle wie Work Smart denn auch ein wichtiges Kriterium bei der Wahl seines Arbeitgebers. Er ist der SBB «sehr dankbar, dass sie solche Formen unterstützt», so Schmid.

Sowieso sei die Familie eine wichtige Stütze und schütze ihn vor zu viel Arbeit. «Dank dem geregelten Familienalltag gehe ich keine Gefahr ein, mich zu überarbeiten». Abends vor 20.30 Uhr, wenn die Kinder noch wach sind, sei ans Arbeiten eh nicht zu denken. Erst später setzt sich Schmid manchmal noch an den Laptop und arbeitet. Aber in der Regel gehört der Feierabend und das Wochenende ganz der Familie.

Gutes Planen, Einteilen und Grenzen ziehen – das seien wichtige Faktoren, die zeit- und ortsunabhängiges Arbeiten erfolgreich machen, so Schmid. Er weiss, wovon er spricht. Nebst seinem aufwändigen Job und seiner Familie hat Schmid noch eine weitere Verpflichtung: Er bildet sich zum Wirtschaftsinformatiker weiter. Da ist eine gute Planung das A und O.

Ein einfacher, aber wirksamer Tipp von Felix Schmid für Leute, denen die Trennung von Privatem und Geschäftlichem schwerfällt: Je ein Handy fürs Geschäft und ein Handy für den privaten Gebrauch anschaffen!

Vorteile und Chancen flexibler Arbeitsformen

  • Steigert Motivation und Produktivität der Mitarbeitenden

  • Hat einen positiven Effekt auf die CO2-Emissionen

  • Entlastet die Hauptverkehrszeiten

  • Neue Arbeitsmodelle fördern die Integration weiterer Personengruppen im Arbeitsmarkt

  • Grösseres Rekrutierungspotential für Unternehmen

Mit der «Work Smart Initiative» will die SBB

  • die Schweizer Wirtschaft bei der Transformation begleiten und Unternehmen und Institutionen bei der Umsetzung von flexiblen Arbeitsformen besser unterstützen. «Work Smart» wird von grossen Schweizer Arbeitgebern getragen und von einem breit gefächerten Patronat unterstützt.

  • die Arbeitgeber und Mitarbeitende für flexible und mobile Arbeitsformen sensibilisieren und motivieren

  • die Arbeitsformen optimal erforschen und umsetzen

  • Synergien nutzen und Wissensaustausch fördern

Mehr zur Work Smart Initiative und Tipps und Tricks zu flexiblen Arbeitsformen finden Sie hier

 

Work Smart mit Kathrin Amacker, Leiterin Kommunikation und Mitglied der Geschäftsleitung, SBB
 

 

Work Smart Interviews