Zeitmesser, Pferde und kulinarische Genüsse im Jura & Drei-Seen-Land

Während unserer Zugreise in die Region Jura & Drei-Seen-Land entdecken wir grüne Landschaften mit endlosen Pferdeweiden und unberührte Seen. Und wir besuchen die Uhrenstädte La Chaux-de-Fonds und Le Locle, die 2019 ihr 10-jähriges Bestehen als UNESCO-Weltkulturerbe feiern.

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Unser Zug fährt vorbei am imposanten Schloss Neuenburg mit Aussicht auf den Neuenburgersee. Schon bald verändert sich die Landschaft und wir tauchen in die Weiten des Juras ein. Grüne Wiesen, Freiberger Pferde, Rinder und Bauernhöfe, die so ganz anders aussehen als bei uns, und charakteristische Steinwalle prägen die Landschaft im Jura. Tête de Moine und die Grüne Fee.

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Besuch bei den Freiberger-Pferden

Im Jura können ausgewählte Freiberger-Zuchtbetriebe besucht werden. Ernest Sprunger ermöglicht uns Zugang zu seinen Pferden. Die Tiere sind zutraulich und lassen sich gerne von uns streicheln. Besonders süss finde ich das Fohlen, das sich neben seiner Mutter ausruht und uns neugierig beobachtet.

Bevor wir den Etang de la Gruère besichtigen machen wir Rast an einer Weide, wo Freiberger und Kühe gemeinsam grasen. Teilweise sind die Tiere nicht eingezäunt und können sich frei bewegen.
 

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Verstecktes Naturparadies

Ein ursprüngliches Naturerlebnis erwartet uns auf dem Weg um den Etang de la Gruère. Der See ist eingebettet in ein naturbelassenes Gebiet mit vielen tierischen Bewohnern. Es ist ein stiller Ort zum Kraft tanken und durchatmen.

Maria-Luisa Wenger begleitet uns und erklärt wissenswertes zur hiesigen Flora und Fauna. Frau Wenger besitzt grosses Wissen über Naturkräuter und ermöglicht uns so Einblicke, die uns sonst verborgen geblieben wären. Von Saignelégier lassen wir uns mit dem Zug bequem ins Zentrum von La Chaux-de-Fonds fahren.
 

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Wellness mit Absinth

Das Grand Hotel Les Endroits thront hoch über La Chaux-de-Fonds. Mein Highlight ist der riesige Wellness-Bereich mit Aussen-Sprudelbad und Indoor-Becken. Nach dem ereignisreichen Tag im Jura freue ich mich auf die duftende Absinth-Sauna. Die Cocoon-Sauna mit den geschwungenen Liegen und die Wald-Sauna mit echten Tannenzweigen am Boden bringen Abwechslung in die Wellness-Anlage. Unser Abendessen geniessen wir im schönen Hotel-Restaurant mit einer Karte auf Gourmet-Niveau.
 

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Art Nouveau und Zeitmesser in La Chaux-de-Fonds

Am nächsten Morgen starten wir unseren Rundgang durch La Chaux-de-Fonds im Showroom Espace de l’urbanisme horloger und verschaffen uns einen Eindruck über die Geschichte der Uhrmacher-Metropole. La Chaux-de-Fonds gehört seit 2009 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Wir spazieren vorbei an der Fontaine Monumentale und fahren ins oberste Stockwerk des Espacité-Turms. Von der Aussichtsplattform lässt sich die schachbrettartige Bauweise von La Chaux-de-Fonds am besten betrachten. Die Stadt ist Geburtsort des weltbekannten Architekten Le Corbusier. Wir erfahren, dass Architektur-Interessierte aus aller Welt zum Maison Blanche reisen, um die Wiege des wegweisenden Baustils zu besichtigen.

Meine Lieblings-Sehenswürdigkeit in La Chaux-de-Fonds ist eher von der morbiden Sorte und bestimmt nicht für alle geeignet. Das Krematorium auf dem Friedhof ist eine der schönsten Jugendstil-Bauten, die ich je gesehen habe. Ich fühle mich direkt in ein antikes Grabmal versetzt. Die Besichtigung erfolgt auf Anfrage beim Tourismusbüro.

Bei genauerem Hinsehen sind viele Art-Nouveau-Elemente in der Stadt zu finden, die am besten zu Fuss entdeckt werden. Eine kulinarische Auszeit gönnen sich meine Mom und ich im typischen Neuenburger Restaurant La Ferme des Brandt aus dem 17. Jahrhundert. Wir kommen uns vor, als würden wir inmitten eines Heimatfilms speisen. Ich teste das Spanferkel mit Biersauce aus den Freibergen und zum Dessert gibt`s «La fée verte en parfait glacé».

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Den Uhrmachern über die Schulter schauen

In Le Locle, nahe der französischen Grenze besuchen wir die Uhren-Manufaktur von Zenith Watches. Wir erleben die Arbeitsschritte, die es für die Fabrikation eines Zeitmessers braucht. Spannend ist die bewegte Geschichte der Firma und der Gang auf den Dachboden mit den vielen alten Uhrmacherwerkzeugen. Unser Guide führt uns zu den Fertigungsstätten, wo wir den Uhrmachern über die Schultern schauen dürfen. Zum Abschluss nehmen wir ein Besucherzertifikat und ein Schlüsselanhänger in Form einer versilberten Platine entgegen.

Nach dem Besuch bei Zenith lohnt sich ein Abstecher in das Rathaus von Le Locle mit dem sehenswerten Atrium.

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Durchaus gäbe es in der Region Jura und Drei-Seen-Land noch weitere spannende Orte und Sehenswürdigkeiten, kulinarische Spezialitäten und interessante Persönlichkeiten zu entdecken. Zwei Tage werden der Region nicht gerecht. Deshalb: Wir kommen gerne wieder!

Weitere Infos: j3l.ch