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Audioportrait: «Wir fahren normalerweise nicht so grosse Maschinen»

Eine gigantischer Bauzug von 1,4 Kilometer Länge arbeitet diesen Sommer auf den Grossbaustellen in Gelterkinden und St.Gallen: Die PM 1000, auch «fahrende Fabrik» genannt. Einer der wenigen, die diese Maschine aus Österreich fahren können, ist Patrik Strebel. Ein Porträt.

Patrik Strebel fährt die fahrende Fabrik «PM 1000»
Patrik Strebel fährt die fahrende Fabrik «PM 1000»

Gesichter zu den Baustellen.
Hier lernst du die SBB Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen, die diesen Sommer für die verschiedenen Baustellen arbeiten! In dieser Audio-Sommerserie stellen wir dir Menschen unterschiedlicher Horizonte und Berufsgattungen vor.
 

Personalien
Name: Patrik Strebel
Funktion: Triebfahrzeugführer Infrastruktur
Baustelle: Gelterkinden-Tecknau
Alter: 47
Bei der SBB seit: 1987

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Audioportrait Patrik Strebel

SBB News: Auf dem Helm ein Sticker des SC Bern, bunte Ohrstecker mit Sternen, ein spitziger und graumelierter Kinnbart und die Statur eines Schwingers. Ein «Böser» ist Patrik Strebel aber nicht. Wenn er über seinen Job spricht, strahlt er über beide Ohren. 

Patrik Strebel: Es macht mir einfach Freude! Es ist interessant auf dem Streckennetz der SBB zu fahren. Es ist anders als auf der Strasse und hat viele Herausforderungen, was es spannend macht.

SBB News: Und das auch noch nach 31 Jahren bei der SBB. Dass er nun mit seiner Lok die PM 1000 fahren darf, freut ihn. Doch die 1,4 Kilometer lange Maschine, die über Tausend Tonnen wiegt, ist kein Kinderspiel.

Patrik Strebel: Im Normalfall haben wir einfach eine Logistikschicht, die den Zug bereitstellt und dann übernimmt der Lokführer. Er macht seine technische Kontrolle mit Bremsprobe, Bremsrechnung, Gefahrengutdokumenten und fährt los. Das kann man innerhalb von ein bis zwei Stunden machen. Bei der PM 1000 aber war das eine achtstündige Vor-Schicht.

SBB News: Die PM 1000 macht dieselbe Arbeit, wie mehrere andere Maschinen, die die SBB normalerweise auch braucht – einfach grösser und schneller. Sie macht den Aushub unter den Schwellen sowie eine komplette Sanierung des Untergrundes – alles neu, in nur einem Arbeitsgang. Extrem viel Lärm, Technik und Kraft, die Patrik Strebel hinter der Lok hat.

Patrik Strebel: Das war für mich auch neu, bis vor kurzem. Ich kannte diese Maschine eigentlich auch nicht, denn wir fahren in der Schweiz normalerweise ja nicht mit so grossen Maschinen. 

SBB News: Bisher hatte es aber auch noch nie gleichzeitig so viele Grossbaustellen mit Totalsperren… Auf den ersten Blick ist die Arbeit von Patrik Strebel weit entfernt vom Endkunden, den Zugreisenden. Der Familienvater, der die Maschine auf der Baustelle in Gelterkinden fährt, sieht das aber anders: Was er macht, komme direkt den Kundinnen und Kunden zu Gute.

Patrik Strebel: Mehr Luxus beim Zugfahren, da wir dafür sorgen, dass die Gleislage in Ordnung ist. Dass der Fahrgast eine bequeme und keine holprige Fahrt hat.

SBB News: Spüren werden die Bahnkundinnen und Kunden das ab Mitte August – bis dann dauert die Totalsperre zwischen Gelterkinden und Tecknau.