Wie ist deine SBB? - Teil 3

Heute steigen wir in Biel aus und sprechen mit zwei «SBB Profis». Madeleine Véron und Kersten Käfer sind schon über ein halbes Jahrhundert mit der SBB unterwegs – von der Schulreise bis zum Freudenfährtli im Rentenalter.

Unsere Kundinnen und Kunden sagen ehrlich, was sie von der SBB halten
Unsere Kundinnen und Kunden sagen ehrlich, was sie von der SBB halten

Kersten Käfer, 63, aus Oltingen ist uns schon im Zug ab Zürich aufgefallen: ausgestattet mit Mütze, Rucksack und Apfel sieht er wie ein erfahrener Reisender aus. Bevor er sich auf den Weg an den Bielersee macht, erzählte er uns auf dem Perron von seiner lebenslangen Beziehung zur SBB.

Kersten Käfer erlebte als Jugendlicher die Einführung von InterRail.

«Meine SBB ermöglichte mir die erste Reise mit einer Frau»

«Die SBB brachte mich als Kind in die Schule. In meiner Jugend wurde dann InterRail eingeführt, das war das Ding der Dinge für uns. Plötzlich konnten wir Europa entdecken. Dank InterRail konnte ich sogar zum ersten Mal mit einer Frau verreisen. Es war grossartig. Ich erinnere mich besonders an einen Moment in Belgrad: Wir waren gegen vier, fünf Uhr morgens am Bahnhof und da stand im Morgengrauen eine Dampflokomotive mit dem Kommunistenstern drauf. Als treuer Sozialdemokrat bewegte mich das sehr. Später brachte mich die SBB zur Arbeit, und auch heute noch ist der Zug mein Hauptfortbewegungsmittel. Ich habe ein GA und oft das Velo dabei.  Zug und Fahrrad sind für mich fast schon eine Symbiose.»

Ein paar Schritte weiter wartet Madeleine Véron, 76, aus Riehen geduldig auf den Zug, der Verspätung hat. «Ich bin nicht in Eile», sagt sie, schliesslich ist sie auf dem Weg in die Ferien. Die Verbindungen hat sie sich ganz oldschool auf einen kleinen Zettel notiert. «Aber im Internet herausgesucht!», möchte sie betonen.

Madeleine Véron reist mit dem Zug in die Ferien und zu Freunden und Familie.

«Meine SBB verbindet mich mit Freunden und Familie»

«Ich bin gerade auf dem Weg von Riehen nach Yverdon-les-Bains und von dort fahren wir mit dem Auto nach Frankreich in die Ferien. Die SBB spielt eine grosse Rolle in meinem Leben, weil ich keinen Führerschein habe und deshalb schon immer auf den Zug angewiesen war. Meine Schwester wohnt in Thun und mein Freund in Luzern, ich bin also recht viel unterwegs. Wenn ich alleine im Zug bin, dann lese ich und bin froh, wenn nicht allzu viele am Handy telefonieren, da kann man sich manchmal gar nicht mehr recht konzentrieren. Ich mag es aber auch sehr, mit einer Freundin im Speisewagen etwas zu essen und ein bisschen zu plaudern.»

Wie auf der Abfahrtstafel angezeigt, fährt der verspätete Zug nach exakt 25 Minuten ein. Madeleine Véron nimmt das letzte Stück mit der SBB Richtung Ferien in Angriff. Lesen Sie an dieser Stelle schon bald weitere Storys zur SBB.