Einsatz gegen Schienensuizide ist auf gutem Weg

Die SBB engagiert sich seit Jahren in der Prävention von Schienensuiziden. Die ergriffenen Massnahmen bewähren sich. Künftig stehen Massnahmen im Fokus, die einen direkten Bezug zum Bahnbetrieb haben.

Suizide stellen für uns Menschen schwer fassbare Ereignisse dar und sind mit viel Leid und Schmerzen verbunden. Schienensuizide lassen nebst den Angehörigen auch Mitarbeitende der SBB und teilweise Passagiere in kaum verkraftbaren Situationen zurück. Deshalb entschied die SBB 2013, in der Prävention von Schienensuiziden aktiv zu werden und einen Massnahmenplan umzusetzen. Dies erfolgte abgestimmt auf den nationalen Aktionsplan Suizidprävention des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).

Im Auftrag des BAG hat die SBB ein Dossier (Link) zum Thema der Schienensuizide erstellt. Es enthält unter anderem eine Bilanz der bisherigen Präventionsaktivitäten, einen Vergleich der getroffenen Massnahmen mit denjenigen ausländischer Bahnen und Empfehlungen, wie sich möglichst noch mehr Suizide auf dem Schienennetz der SBB verhindern lassen.

Couragierte SBB Mitarbeitende

Bewährt haben sich neben dem Informationsaustausch mit Behörden und Organisationen auch eine zurückhaltende Information über begangene Schienensuizide, bauliche Massnahmen wie Zäune und Abschrankungen sowie die Schulung und Sensibilisierung der SBB Mitarbeitenden zu dem Thema. Couragiertes Eingreifen von SBB-Angestellten im Bereich von Bahnhöfen und Gleisen hat schon mehrfach Suizide verhindert und geholfen, Menschenleben zu retten.

Auch wenn es einen längeren Zeitraum braucht, um die Wirkung abschliessend beurteilen zu können, geht der Massnahmenplan in die richtige Richtung. Die SBB wird ihre Präventionsbemühungen deshalb fortsetzen. Der Fokus liegt künftig auf Massnahmen, die einen direkten Bezug zum Bahnbetrieb haben:

  • Integration von Möglichkeiten der Suizidprävention in Bauvorhaben und -planungen der SBB.

  • Pflege des Netzwerkes mit ausgewählten Partnern und Organisationen zur Sensibilisierung und zur gegenseitigen Unterstützung.

  • Betrieb einer SBB-internen Koordinationsstelle zur Bearbeitung von Fragen rund um die Suizidprävention.

Die SBB will weiterhin Verantwortung in unserer Gesellschaft übernehmen und eine aktive Rolle in der Suizidprävention spielen. Als Transportunternehmen kann sie jedoch den Anforderungen nicht alleine gerecht werden. Deshalb ist es elementar, dass die Zusammenarbeit in der Suizidprävention möglichst breit angelegt ist. Dafür bietet der Aktionsplan Suizidprävention des BAG die idealen Voraussetzungen. Diesen wird die SBB auch künftig unterstützen.