Personalisierter Service für die Bahnhöfe des Léman Express

In 12 Monaten rollt im Grossraum Genf die grösste grenzüberschreitende S-Bahn Europas über die Schienen. In einer Porträt-Serie lernt der Leser die Personen kennen, die am Erfolg des Léman Express beteiligt sind. Dieses Mal ist es Michael Pittet, Projektleiter Bedienter Vertrieb.

Um den zukünftigen Bedürfnissen unserer Kunden in den Schweizer Bahnhöfen des Léman Express zu entsprechen, setze ich adäquate und qualitativ hochwertige Verkaufsanlagen ein.

Michael Pittet

Der Countdown läuft: In 12 Monaten geht die grösste grenzüberschreitende S-Bahn Europas in Betrieb. Mit SBB News erhalten die Mitarbeitenden einen Blick hinter die Kulissen und begegnen den Menschen, die die Betriebseinführung zum Erfolg führen. Wie werden die Billette in den Bahnhöfen des Léman Express verkauft? Michael Pittet, Projektleiter Bedienter Vertrieb, gibt Auskunft darüber und erläutert seine Rolle in diesem Projekt.

Michael Pittet vor den Billettautomaten im Bahnhof Genf.

Welche Rolle hast du in der Organisation Personenverkehr für die Betriebseinführung Léman (OVMEL) übernommen? Und seit wann bist du hier tätig?

Seit etwas mehr als einem Jahr verstärke ich das Team OVMEL als stellvertretender Leiter des Teilprojektes «Vertrieb und Service». Ich bin zuständig für die Themen Verkauf von Fahrausweisen und Kundenberatung. Unter anderem habe ich eine Rolle als Kontaktperson (SPOC) an meinem Arbeitsplatz in Bern. Dabei beziehe ich die Überlegungen der Schlüsselpartner aus der Zentrale in der Romandie mit ein. Des Weiteren gleise ich Arbeitsgruppen auf, die für die Umsetzung und Kontrolle der verschiedenen Projekte nötig sind und leite diese.

Wie sieht das Ergebnis deiner Arbeit nach der vollständigen Inbetriebnahme des Léman Express konkret aus?

Ich gehe auf zukünftigen Kundenbedürfnisse bezüglich Beratung und Verkauf von Fahrausweisen ein, indem ich an den Schweizer Bahnhöfen des Léman Express geeignete, qualitativ hochwertige Verkaufsanlagen zur Verfügung stelle. Ein konkretes Beispiel hierfür ist das neue Reisezentrum am Bahnhof Genève-Eaux-Vives. Dort bieten unsere Berater den Kunden des Léman Express und den Bewohnern des Quartiers einen personalisierten Service. Insgesamt stellen wir an den neuen Bahnhöfen rund zehn Billettautomaten und dreissig Entwerter auf.

Was macht deine Arbeit besonders interessant?

Ich erlebe die Betriebseinführung des grössten grenzüberschreitenden Regionalbahnnetzes Europas. Die Zusammenarbeit mit Vertretern jeder Division bereichert diese Erfahrung. Es ist interessant, eine Gesamtvision des Prozesses zu haben und all seine Facetten zu kennen. Grosse Herausforderungen machen die Arbeit abwechslungsreich und spannend: die Vielfalt der Themen, der Austausch in den verschiedenen Arbeitsgruppen und die Suche nach innovativen Lösungen.

Welche Herausforderungen kommen noch auf dich zu?

Mit den verschiedenen Partnern, insbesondere der SNCF, müssen wir noch die grenzüberschreitenden Vertriebsgrundsätze definieren und vertraglich festlegen. Wir wollen das ganze Angebot sowohl in Frankreich als auch in der Schweiz auf den wichtigsten Verkaufskanälen verfügbar machen. Demnächst startet eine bedeutende Umsetzungsphase, die eine sorgfältige Koordination und Kontrolle erfordert. Dabei geht es um die Rekrutierung und Ausbildung der Mitarbeitenden, um den Bau und die Inbetriebnahme des Reisezentrums Eaux-Vives, um die Montage der Anlagen für den Verkauf von Fahrausweisen in den neuen Bahnhöfen und um die Begleitung der Personen mit eingeschränkter Mobilität. Ich nutze diese Gelegenheit, um mich bei allen betroffenen Personen für ihren Einsatz zu bedanken.

Michael Pittet, Projektleiter Bedienter Vertrieb

Seine Rolle, bevor er die heutige Funktion übernommen hat:
IT-Vertriebsmanager bei der SBB

Alter und Jahre bei der SBB:
Er ist 38 Jahre alt und seit 21 Jahre bei der SBB

So erlebt er den Léman-Express:
«Ich kann damit meinen Schwager im schönen Annecy besuchen. Wir lieben es beide zu wakesurfen und werden dabei das tolle Panorama vom See aus geniessen.»

OVMEL: Die ganze Bahnproduktionskette an einem Tisch

Die Organisation Personenverkehr wurde für die Betriebseinführung Léman im Februar 2017 lanciert, um den kommerziellen Betrieb des Léman Express bis Dezember 2019 aufzugleisen und dabei die Projekte von Léman 2030 zu berücksichtigen. In dieser Struktur sind alle Kompetenzen der Division Personenverkehr zusammengefasst. Somit bildet sie die gesamte Bahnproduktionskette ab. Die OVMEL ist also eine Art Division Personenverkehr in Miniatur. Die Bauarbeiten an der CEVA-Strecke gehen Mitte 2019 zu Ende. Damit sind nun alle Augen auf das künftige Personenverkehrsangebot gerichtet. Die OVMEL besteht aus einer Projektleitung und zehn Teilprojekten (Losen). Für jedes Los ist je ein Fachkader verantwortlich. Vom Standort der Billettautomaten über die Anzahl der im Netz verkehrenden Züge bis zur Lokführerausbildung werden hier alle konkreten Aspekte des künftigen Léman-Express-Angebots entworfen und genehmigt. Und dies immer in Zusammenarbeit mit der SNCF und unserer Tochtergesellschaft Lémanis AG. Weniger als 350 Tage vor Inbetriebnahme des Léman Express soll mit dieser Porträt-Serie gezeigt werden, wie umfassend und vielfältig die Arbeiten sind, die unsere Kollegen und ihre Teams – insgesamt etwa 60 Personen – dafür erbringen. Dabei werden auch die facettenreichen Aspekte vorgestellt, welche die Schaffung dieses beispiellosen grenzüberschreitenden Bahnangebots mit sich bringt. Bitte steigt ein in den Léman Express!