Navigation

Servicelinks

Top part of the Navigation

Nächster Halt SBB: Katja Walder neue Kolumnistin

Vom Blick am Abend zur SBB: Katja Walder schreibt ab sofort für ihren Traumarbeitgeber. Ihre Kolumne rund um den Pendleralltag erscheint wöchentlich auf SBB News.

Katja Walder schreibt ab sofort für SBB News.
Katja Walder schreibt ab sofort für SBB News.

Sie schreibt über Business-Wichtigtuer, Lauttelefonierer, Mampfmonster oder heimliche Furzer: Während zehn Jahren lasen und liebten Pendler die Kolumne «Abgefahren!» von Katja Walder zweimal wöchentlich im Blick am Abend.

Nun wurde die Gratiszeitung per Ende 2018 eingestellt – und damit auch die viel gelesene Kolumne? Mitnichten! Bei der SBB erhält die Pendler-Kolumnistin ein neues Zuhause. «Ohne SBB kein Pendlerverkehr. Ohne Pendlerverkehr keine Pendlerkolumne. Dass ich meine Geschichten nun bei der SBB erzählen kann, passt perfekt», sagt Katja Walder.

Neues Zuhause gesucht, Traumhaus gefunden

Auf Facebook startete Katja Walder mit einer Fake-Kolumne ihre Suche nach einem neuen Zuhause. Dass die Kolumnistin mit ihren Beobachtungen aus dem Pendleralltag dort landet, wo das Ganze seinen Ursprung hat, hätte sie nie gedacht: «Die SBB hat Mut, das gefällt mir. Wer holt sich sonst schon die Kritikerin freiwillig ins Haus? Das ist fast schon Rock ‘n‘ Roll!»

Ab sofort schreibt Katja Walder wöchentlich auf SBB News. Sie hat dabei redaktionelle Freiheit und kann über all die Themen schreiben, die im Pendleralltag bewegen.

 

Die erste Kolumne: Ablenkung ist alles!

Autorin: Katja Walder, abgefahren@katjawalder.ch

Erwische ich euch gerade beim Essen im Zug? Falls nicht: Die Mitreisenden danken es euch! Falls doch: Ihr seid nicht allein. Ist ja schliesslich praktisch, die Verpflegung unterwegs. Man kommt vorwärts und wird erst noch satt dabei. Wer die Abgefahren-Kolumnen im Blick am Abend gelegentlich gelesen hat, kennt die gröbsten Störfaktoren unter den kulinarischen ÖV-Sünden: Alles was riecht und tönt. Lachsbrötli? Schwierig. Thonsandwich? Heikel. Butterbrezel? Problemlos, wenn die Butter schön schaumig aufgeschlagen ist und nicht fettig aufs Sitzpolster tropft. Dürüm? Zu geruchsintensiv. Schoggipraliné? Sehr in Ordnung – sofern man dem Gegenüber auch eines anbietet. Immer gilt: Bitte nicht mit Kopfhörern auf dem Kopf essen, denn es ist wie beim Singen mit Kopfhörern: Die Selbstkontrolle geht verloren und aus Kauen wird schnell Schmatzen. Und wenn man glaubt, man habe alles schon gesehen und gehört, wenn es ums unappetitliche Essen in Zug, Bus und Tram geht, kommt das: Ein junger testosterongesteuerter Typ, der hungrig im Zug sitzt und mit einer Plastikgabel Sauerkraut isst – kalt. Und direkt aus der Tüte. Tropftropf. Ein Glück, dass er das Kilo Bio-Rüebli auf seinem Schoss nicht auch noch angeknabbert hat. Sauerkraut aus der Tüte! Ist das noch zu toppen? Höchstens mit einem genüsslich verspeisten Böögg direkt aus der Nase. En Guete!

Ps: Für den Fall, dass ihr euch lieber auf anderes konzentriert als auf den popelnden Mann von gegenüber, schenke ich euch jetzt die ultimative Ablenkung: eine Runde «Aus-dem-Zug-Schauen» für eure nächste Reise – und als Zeitvertreib bis zur nächsten Kolumne. Wer findet alle abgebildeten Sachen? Achtung, fertig, los!

Aus-dem-Zug-schau-Spiel

Das Aus-dem-Zug-schau-Spiel stammt aus dem Buch «Der Pendler-Knigge», das in der Beobachter-Edition erschienen ist. Darin finden sich 99 Gebote für den ÖV – mit Kolumnen, Karma-Tipps und heraustrennbaren Soforthilf-Karten für allerlei Notfälle.

Katja Walder, Daniel Müller
Der Pendler-Knigge
168 Seiten, broschiert, Fr. 29.–
ISBN 978-3-03875-115-1
Beobachter-Edition
erhältlich unter: beobachter.ch/shop oder im Buchhandel