STEP Ausbauschritt 2035: schweizweit mehr und bessere Verbindungen

Der öffentliche Verkehr in der Schweiz ist eine Erfolgsgeschichte und mit dem STEP Ausbauschritt 2035 soll sie weitergehen. Nun wird das Geschäft im Parlament diskutiert. Dies sind die wichtigsten Fakten auf einen Blick.

STEP Ausbauschritt 2035: schweizweit mehr und bessere Verbindungen
STEP Ausbauschritt 2035: schweizweit mehr und bessere Verbindungen

1. 2040 fahren fast zwei Millionen Menschen pro Tag mit der SBB

Der Bund geht in seinen «Verkehrsperspektiven 2040» davon aus, dass die Nachfrage (Basis 2010) bis 2040 im Personenverkehr um 51 Prozent und im Güterverkehr um 45 Prozent zunimmt. Waren 2016 täglich 1 250 000 Menschen mit der SBB unterwegs, sind es 2040 fast zwei Millionen.

2. Die Botschaft des Bundesrates setzt am richtigen Ort an

Zur Gestaltung der Mobilität der Zukunft wollen der Bund, die Kantone und die SBB in einem nächsten Schritt das Angebot und die Infrastruktur mit dem STEP Ausbauschritt (AS) 2035 kundenorientiert und nachhaltig ausbauen. Der Bundesrat hat Ende Oktober 2018 dem Parlament die entsprechende Botschaft überwiesen. Diese enthält Massnahmen im Umfang von 11,9 Milliarden Franken. Damit lassen sich viele Angebotsziele, welche die Kantone, die Güterverkehrsbranche und die SBB einbringen konnten, realisieren. In der Frühlingssession berät der Ständerat über den STEP AS 2035, danach kommt das Geschäft in den Nationalrat.

3. Die SBB will im Fernverkehr den schweizweiten Halbstundentakt einführen

Heute ist der Stundentakt die Grundfrequenz im Fernverkehr; Halbstundentakte entstehen durch übereinandergelegte Stundentakte, beispielsweise die IC1 und 8 zwischen Zürich und Winterthur. 2035 fahren grundsätzlich alle Fernverkehrslinien im Halbstundentakt. Damit wird die Schweiz zur S-Bahn.

4. Viertelstundentakt im Fernverkehr: Dies ist der nächste Quantensprung im Schweizer öV

Auf Strecken mit hoher Nachfrage führt die SBB den Viertelstundentakt ein – zum Beispiel auf den Strecken Genf–Lausanne, Bern–Zürich, Zürich–Winterthur und Luzern–Zürich. Heute verkehren lediglich S-Bahnen und einzelne Fernverkehrszüge in den Hauptverkehrszeiten im angenäherten Viertelstundentakt.

5. Der Güterverkehr ist schneller und ohne Einschränkungen unterwegs

Grundlage dafür sind ein neues Expressnetz sowie Verbesserungen im Standardnetz. Express-Güterzüge sind künftig nonstop unterwegs. Auf der Ost-West-Achse fährt der Güterverkehr im Halbstundentakt. Die Einschränkungen des Güterverkehrs während der Hauptverkehrszeiten des Personenverkehrs werden zudem nahezu aufgehoben. All dies entspricht den Anforderungen des Schienengüterverkehrs und dient der Landesversorgung – vor allem auf der staugeplagten Ost-West-Achse.

6. Gebaut wird ab Mitte des kommenden Jahrzehnts

Sobald das Parlament beschlossen hat, welche Projekte im STEP AS 2035 enthalten sind und wie viel Geld zur Verfügung steht, können die SBB und die anderen Bahnen mit den Bauprojekten starten. Weil es anschliessend für jedes Projekt ein Plangenehmigungsverfahren (PGV) mit öffentlicher Auflage gibt, fahren die Bagger wohl frühestens Mitte des kommenden Jahrzehnts auf.

7. Verbesserungen gibt es aber schon vor 2035

Die Kundinnen und Kunden müssen aber nicht bis 2035 warten, bis sie von einem besseren Angebot profitieren. Bereits in den nächsten Jahren werden die Kunden sowohl im Regional- als auch im Fernverkehr von mehr und besseren Verbindungen profitieren. Um nur einige Beispiele zu nennen: Mit der Eröffnung des Ceneri-Basistunnels im Jahr 2020 werden nicht nur die Fahrzeiten auf der Nord-Süd-Achse verkürzt, sondern auch die Verbindungen zwischen den drei Zentren Bellinzona, Locarno und Lugano deutlich verbessert. Vor 2035 wird ausserdem der Halbstundentakt auf der Strecke Bern–Luzern eingeführt und zwischen Genf und Lausanne verkehren künftig vier IC pro Stunde nonstop. Zudem werden zahlreiche Bahnhöfe um- und ausgebaut sowie das Rollmaterial erneuert. Dies erhöht den Reisekomfort für unsere Kunden.