Unterwegs im rollenden Klassenzimmer

Jahr für Jahr nimmt der SBB Schul- und Erlebniszug 18 000 Jugendliche mit auf eine einzigartige Bildungsreise. Der umfunktionierte Zug, der pro Jahr an dreissig Standorten in der Schweiz Halt macht, widmet sich dem Thema Verantwortung.

Unterwegs im rollenden Klassenzimmer
Unterwegs im rollenden Klassenzimmer

Viele Schülerinnen und Schüler, die den Zug zum ersten Mal betreten, sind zunächst erstaunt: Der Schul- und Erlebniszug sieht so gar nicht wie ein üblicher SBB Zug aus. Da gibt es beispielsweise ein Abteil, das der Energie gewidmet ist. Dort steckt der Besucher ein Kabel passend zu Quizfragen zusammen. Ein weiteres Abteil behandelt die Themenwelt «Mobilität der Zukunft». Da wird im dunklen Neonlicht-Raum gefragt, was den Jugendlichen wichtiger ist: «Mensch oder Roboter?», «Stadt oder Land?». 

Sind alle Stecker richtig platziert, geht ein Licht an. Fast wie bei der Fernsehserie «1, 2 oder 3».
Fast ein bisschen Science Fiction, aber hier real: Das Abteil «Mobilität der Zukunft».

Sind alle Stecker richtig platziert, geht ein Licht an. Fast wie bei der Fernsehserie «1, 2 oder 3».

Fast ein bisschen Science Fiction, aber hier real: Das Abteil «Mobilität der Zukunft».

Eine zweistündige Reise durch Beruf und Zukunft 

Das rollende Klassenzimmer für Schülerinnen und Schüler im Alter von 11 bis 16 Jahren ist beliebt: pro Jahr besuchen rund 18 000 Jugendliche an dreissig Orten den SBB Schul- und Erlebniszug. Sie erhalten so einen Einblick in die Zukunft, in mögliche Berufe, in die Technologie, in die Nachhaltigkeit – und das hilft ihnen, bewusster zu sein. 

Von Abteil zu Abteil gehen und neue Welten entdecken 

Die verschiedenen Zugabteile durchqueren die Schüler selbstständig. Mit pädagogisch ausgebildeten Moderatoren erarbeiten sie spielerisch Inhalte zu Themen wie Sicherheit, nachhaltige Energienutzung, Mobilität und Berufswahl. 

Die Fussabdrücke des eigenen Energieverbrauchs erkennen.
In diesem tunnelartigen Raum befindet sich eine futuristische Filmecke. Da gibt es Einblick in wichtige Projekte, erklärt von Jugendlichen für Jugendliche.

Die Fussabdrücke des eigenen Energieverbrauchs erkennen.

In diesem tunnelartigen Raum befindet sich eine futuristische Filmecke. Da gibt es Einblick in wichtige Projekte, erklärt von Jugendlichen für Jugendliche.

Eines der Lieblingsabteile der jungen Besucher ist das «Popcorn»-Abteil: Die Jugendlichen erzeugen mit Handpedalen Strom und aktivieren so gemeinsam zuerst einen Ventilator, danach kommt Musik aus dem Radio, bis schlussendlich eine Mikrowelle heiss wird und Popcorn ausspuckt. «Edutainment wird bei uns gross geschrieben. Der Ansatz überraschen-bewegen-lernen-spielen begeistert über alle Kantonsgrenzen hinweg und macht dieses Programm zu einem schweizweit einzigartigen Bildungserlebnis», erklärt Olivier Matter, Gesamtprojektleiter von SBB Schulen. Verantwortung sei überdies die zentrale Botschaft, die mit dem Schul- und Erlebniszug transportiert werden solle, erläutert Matter weiter. Die Jugendlichen seien die Zukunft und sollen angeregt werden, diese aktiv mitzugestalten. 

 

Gemeinsam schwitzen für Popcorn: im Energie-Abteil.
Abfallentsorgung beginnt am Perron und geht im Zug weiter, damit alle angenehm pendeln können.

Gemeinsam schwitzen für Popcorn: im Energie-Abteil.

Abfallentsorgung beginnt am Perron und geht im Zug weiter, damit alle angenehm pendeln können.

Ein interaktiver Austausch  

Zum Schluss beantworten die Jugendlichen Fragen zur Ausstellung in einem Quiz, bei dem die jeweilige Klasse einen Preis gewinnen kann. Darin wird nochmals alles abgefragt, was beim fast zweistündigen Rundgang thematisiert wurde. Die meisten Klassen gewinnen - nicht (nur) beim Quiz, sondern auch an Wissen.