Digitalisierungsfonds: Erste Studie in Auftrag gegeben

Der mit den Sozialpartnern gegründete Digitalisierungsfonds lanciertdie erste Studie. Sie beschäftigt sich mit der Arbeitswelt SBB der Zukunft. Eine zweite Studie dreht sich um die soziale Sicherheit und Arbeitsmarktfähigkeit der Mitarbeitenden.

Digitalisierungsfonds: Erste Studie in Auftrag gegeben
Digitalisierungsfonds: Erste Studie in Auftrag gegeben

Im letzten November kündigten die SBB sowie die Gewerkschaften und Verbände SEV, transfair, KVöV und VSLF an, gemeinsam den ersten Digitalisierungsfonds der Schweiz zu schaffen. Damit demonstrierten sie ihren Willen, den von der Digitalisierung ausgehenden Wandel für die SBB und ihre Mitarbeitenden partnerschaftlich anzugehen.

Mit Studien und Analysen sollen einerseits die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung für die SBB ebenso wie für die Mitarbeitenden aufgezeigt werden. Anderseits ist vorgesehen, Massnahmen abzuleiten, um das für den erfolgreichen Betrieb einer modernen Bahn notwendige Know-how langfristig sicherzustellen. Weiter geht es darum, den Mitarbeitenden Perspektiven im Rahmen der Digitalisierung aufzuzeigen und sie bestmöglich in der Weiterentwicklung zu begleiten. Die SBB speist den Fonds mit 10 Millionen Franken.

Trägerverein gegründet

Ende März haben Delegationen der SBB unter der Leitung von CEO Andreas Meyer sowie der Sozialpartner, angeführt von SEV-Präsident Giorgio Tuti, den Trägerverein des Digitalisierungsfonds offiziell gegründet. Inzwischen haben die Verantwortlichen der beteiligten Partner auch das Licht auf Grün gestellt, um die erste aus dem Digitalisierungsfonds finanzierte Studie in Auftrag zu geben. Die ETH Zürich und die Beratungsfirma PriceWaterhouseCoopers (PwC) werden sie unter dem Titel «Arbeitswelt SBB der Zukunft» gemeinsam erstellen. Sie soll darüber Aufschluss geben, wie sich die Berufsfelder der SBB verändern, wo Arbeitsplätze entstehen oder potenziell wegfallen und welche Kompetenzen in Zukunft gefragt sein werden.

Die Studie wird in drei Arbeitspaketen folgenden Fragen im Zeithorizont 2025 bis 2040 nachgehen:

  • Welche Entwicklung der Arbeitswelt ist gestützt auf den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung für die Zukunft zu erwarten? Welche Kernkompetenzen gewinnen an Bedeutung?

  • Welche Faktoren sind entscheidend für eine erfolgreiche digitale Transformation?

  • In welchen Bereichen kommen potenziell Arbeitsplätze hinzu respektive fallen möglicherweise weg?

  • Welche Massnahmen lassen sich aus den Erkenntnissen für die SBB als Unternehmen und die Weiterentwicklung der Mitarbeitenden ableiten?

Die Präsentation der Ergebnisse wird ihm Rahmen des diesjährigen Digitaltages vom 3. September erfolgen.

Zweite Studie zur sozialen Sicherheit und Arbeitsmarktfähigkeit

Im Verlauf des zweiten Quartals 2019 wird unter dem Siegel des Digitalisierungsfonds eine zweite Studie lanciert. Sie soll analysieren, wie die sozialen Sicherungssysteme der SBB langfristig weiterentwickelt werden können und mit welchen präventiven Massnahmen sich negative Auswirkungen der Digitalisierung auf die Mitarbeitenden reduzieren lassen.

In Vorbereitung befindet sich zudem eine Studie, die sich mit der wachsenden Flut an Informationen und Kanälen als Folge der Digitalisierung und virtuellen Vernetzung befassen wird. Die SBB und die Sozialpartner erwarten von allen Untersuchungen wertvolle Grundlagen für die Ausgestaltung der künftigen Arbeitswelt sowie deren Rahmenbedingungen.

Die SBB beschäftigt sich auch ausserhalb des Digitalisierungsfonds intensiv mit den Veränderungen der Arbeitswelt durch die Digitalisierung. Im Zentrum steht das Programm fit4future. Es dient dazu, die Mitarbeitenden auf den Wandel vorzubereiten und auf dem Weg zu begleiten. Die Mitarbeitenden werden wo möglich in die Erarbeitung von Grundlagen einbezogen.