Die Arbeiten auf Genfs grösster Baustelle sind fast beendet

Der Countdown läuft: Nach acht Jahren Bauzeit folgt auf CEVA bald der Léman Express. Ab dem 15. Dezember 2019 vereinfacht er die Mobilität von über einer Million Einwohnern. Rückblick auf die CEVA-Arbeiten anhand von fünf Schlüsselzahlen.

98 Prozent. 

CEVA (Cornavin–Eaux-Vives–Annemasse), die grösste Bahnbaustelle Genfs, ist (fast) bereit: Auf Schweizer Seite sind die Arbeiten zu 98 Prozent abgeschlossen. Nachdem der ganze Bau fertiggestellt und getestet ist, stehen neue Aufgaben an: die Schulung der Mitarbeitenden in der Schweiz und in Frankreich sowie die Tests des Rollmaterials. 

500 Arbeiter. 

Täglich arbeiteten im Durchschnitt über 500 Personen auf den verschiedenen Baustellen. Sie verlegten unter anderem 60 Kilometer Freileitung, 20 Kilometer neue, schotterlose Gleise (das heisst 400 Schienen mit einer Länge von je 108 Metern) und 65 000 Schienenstützen. Schliesslich verlegten sie in den fünf CEVA-Bahnhöfen auch knapp 2000 Glasbausteine. 

1600 Einsprachen. 

Die achtjährigen Bauzeit von CEVA war von zahlreichen Herausforderungen begleitet. Zuerst einmal gab es rechtliche Hürden: Gegen das Projekt wurden 1600 Einsprachen erhoben. Aufgrund des dichten städtischen Umfelds waren Baueinrichtungen nötig, welche die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner erhalten: spezielle Aushubtechnik für Tagbaustrecken, um den Lärm an der Oberfläche zu minimieren, oder Bauphasen bei wichtigen Kreuzungen (z.B. Umfahrungsautobahn in Bachet-de-Pesay), um den Verkehrsfluss nicht zu unterbrechen. Zudem erschwerte die Geologie den Bau des Tunnels in geringer Tiefe im städtischen Umfeld unter dem Champel-Plateau. Auch der grenzüberschreitende Aspekt machte das Projekt zu einer besonderen Herausforderung: Denn zwei Länder bedeuten zwei Kulturen, die zu berücksichtigen sind. 

5 Bahnhöfe. 

Mit dem Bau der fünf neuen CEVA-Bahnhöfe Lancy-Pont-Rouge, Lancy-Bachet, Genève-Champel, Genève-Eaux-Vives und Chêne-Bourg entstanden neue Quartiere. Im ganz neuen Quartier von Lancy-Pont-Rouge werden beispielsweise über 4600 Personen arbeiten. Und um den zukünftigen Bahnhof Genève-Eaux-Vives gibt es auf einer Fläche von 50 000 Quadratmetern 400 neue Wohnungen, Geschäfte sowie Sport- und Kultureinrichtungen. 

1000 Statisten. 

Sicherheit hat obererste Priorität! Vor der Inbetriebnahme Mitte Dezember findet am 13. September 2019 im unterirdischen grenzüberschreitenden Bereich von CEVA die gross angelegte Zivilschutzübung «CONFINE III» statt. Um die französisch-schweizerische Zusammenarbeit zu testen, werden dabei alle Rettungs- und Sicherheitsdienste beidseitig der Grenze mobilisiert. 1000 Statistinnen und Statisten in der Rolle der Reisenden sollen das Ereignis möglichst authentisch machen. 

 

Léman Express: grösstes grenzüberschreitendes Regionalbahnnetz Europas 

Als echtes Bindeglied zwischen der Schweiz und Frankreich erwartet der Léman Express in seinen 240 Zügen in den Kantonen Waadt und Genf sowie in der Region Auvergne-Rhône-Alpes und den Departementen Ain und Haute-Savoie täglich 50 000 Reisende. Der Léman Express ist einzigartig und schreibt Geschichte: Als grösstes grenzüberschreitendes Regionalbahnnetz Europas verbindet er unter anderem Coppet, Genf, Bellegarde, Saint-Gervais-les-Bains-le-Fayet, Annecy und Evian-les-Bain. Ab dem 15. Dezember 2019 vereinfacht der Léman Express die Mobilität von über einer Million Einwohnerinnen und Einwohnern. 

Letzte Tage der offenen Tür 

Einige Monate vor der offiziellen Eröffnung gibt es am 29. und 30. Juni von 10 bis 17 Uhr Tage der offenen Tür an den neuen Bahnhöfe des Léman Express: Lancy-Bachet, Genève-Champel, Genève-Eaux-Vives, Chêne-Bourg. 

Auf dem Programm stehen: 

  • Führungen 

  • Ausstellungen «CEVA – die grösste Baustelle Genfs in Bildern» 

  • Informationsstände «Léman Express: Planen Sie Ihre Reisen neu!» 

  • Animationen für Familien 

  • Foodtrucks