Diese Partnerin beteiligt sich zu 35 Prozent an SBB Cargo

Die Swiss Combi AG – bestehend aus den Logistikdienstleistern Planzer, Camion Transport, Galliker und Bertschi – ist die neue Partnerin von SBB Cargo AG. Sie übernimmt 35 Prozent der Aktien. Die wichtigsten Fakten sind in diesem Beitrag zusammengefasst.

Diese Partnerin beteiligt sich zu 35 Prozent an SBB Cargo
Diese Partnerin beteiligt sich zu 35 Prozent an SBB Cargo

Markus Streckeisen, Leiter Vertrieb & Chief Transformation Officer SBB Cargo AG / Hans-Jörg Bertschi, Exekutiver Verwaltungsratspräsident Bertschi AG / Josef Jäger, Direktor Camion Transport AG / Andreas Meyer, CEO SBB AG / Christoph Hammer, CFO SBB AG / Rolf Galliker, Präsident des Verwaltungsrates Galliker Holding AG / Nils Planzer, CEO Planzer Holding AG / Nicolas Perrin, CEO SBB Cargo AG

Die Swiss Combi AG wird neue Partnerin von SBB Cargo. Die Gesellschaft besteht aus den Logistikdienstleistern Planzer, Camion Transport, Galliker und Bertschi. Die Swiss Combi AG ist vom Geschäftsmodell der SBB Cargo AG überzeugt und möchte den Schweizer Güterverkehr gemeinsam weiterentwickeln. Für Andreas Meyer, CEO der SBB, ist es der Abschluss eines von langer Hand geplanten Prozesses: «Mit dieser Kooperation sind nun wichtige Weichen für die Zukunft von SBB Cargo gestellt». Nicolas Perrin, Leiter von SBB Cargo ergänzt: «Die geballte Logistikkompetenz der Partner wird den Schienengüterverkehr stärken und einen Beitrag zur Verlagerung von Gütern von der Strasse auf die Schiene leisten. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit.» 

Die SBB hat die Medien an einer Konferenz informiert. Diese wurde live auf SBB News übertragen. Du kannst die ganze Konferenz hier noch einmal ansehen. Sie fand auf Deutsch statt und wurde simultanübersetzt. Sobald du SBB News in deiner Sprache einstellst, wird das Video in deiner Sprache abgespielt. 

Start ab Minute 8:45

Das Wichtigste in Kürze

Das Wichtigste aus der Medienmitteilung ist hier für dich zusammengefasst. Die gesamte Mitteilung, die heute den Journalisten geschickt wurde, findest du auf der rechten Seite in allen Sprachen unter «Downloads». 

  • Die Swiss Combi AG besteht aus den Logistikdienstleistern Planzer Holding AG (40%), Camion Transport AG (40%), Bertschi AG (10%) und Galliker Holding AG (10%). Die Swiss Combi AG wird 35 Prozent der Aktien von der SBB Cargo AG übernehmen. Das heisst, dass die SBB AG mit einem Anteil von 65% Mehrheitsaktionärin bleibt.

  • Die Partnerschaft hat keinen zusätzlichen Stellenabbau zur Folge. Der per Mai 2019 in Kraft getretene Gesamtarbeitsvertrag für die Mitarbeitenden der SBB Cargo AG läuft unverändert weiter.

  • Die an der Swiss Combi AG beteiligten Unternehmen wollen künftig mehr Mengen auf der Schiene transportieren statt auf der Strasse. Damit steigt die Wettbewerbsfähigkeit der Bahn in der Logistikkette der Kunden und die Verkehrsträger werden nach ihren Stärken eingesetzt: Die Bahn für lange Distanzen zwischen Wirtschaftsräumen, die Strasse für die Feinverteilung zum Endkunden.

  • Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Voraussetzung für den Einstieg ist die Genehmigung der Beteiligung durch die Wettbewerbsbehörden. Der Entscheid wird im ersten Quartal 2020 erwartet. Auf diesen Zeitpunkt hin wird die SBB Cargo International AG aus der SBB Cargo AG herausgelöst und direkt der SBB AG unterstellt.

  • Der Verwaltungsrat der SBB Cargo AG wird aus maximal sieben Mitgliedern bestehen. Davon stellt die SBB AG zwei Vertreter und hat die Möglichkeit bis zu vier Mitglieder zu bestimmen. Bis zur Generalversammlung im zweiten Quartal 2020 sind es SBB CEO Andreas Meyer als Verwaltungsratspräsident sowie CFO Christoph Hammer. Die Swiss Combi AG wird ebenfalls zwei Verwaltungsräte stellen, nämlich Nils Planzer sowie Josef Jäger. Dazu kommt per viertes Quartal 2019 Eric Grob als unabhängiger Verwaltungsrat.

Die Geschichte der Partnerstrategie von SBB Cargo

Der Eintritt der neuen Partnerin ist Abschluss eines von langer Hand geplanten Prozesses: Bereits 1999 war SBB Cargo in eine privatrechtliche Aktiengesellschaft umgewandelt worden mit dem Ziel, Joint Ventures mit Dritten eingehen zu können. Nach dem Scheitern der Partnerschaft mit Trenitalia entschied sich SBB Cargo 2003 für den Markteintritt in Deutschland und Italien im Alleingang. Sowohl die Expansionen auf der Nord-Süd-Achse als auch im Binnenverkehr führten aber zu Verlusten. In der Folge wurde der Binnenverkehr konsequent saniert. SBB Cargo International wurde gegründet.  
 
Im Rahmen der Totalrevision des Gütertransportgesetzes (GüTG) 2015 regte die SBB an, SBB Cargo eigenständiger zu positionieren. Bundesrat und Parlament stimmten 2017 der Öffnung des Aktionariats für eine Minderheitsbeteiligung zu, die nun mit Eintritt der Partnerin umgesetzt wird. Ziel ist, die Wettbewerbsfähigkeit im Markt weiter zu erhöhen und sich auf das weitere Wachstum des Güterverkehrs zu konzentrieren.