Navigation

Servicelinks

Top part of the Navigation

Festhütte Schweiz – so bewältigte die SBB den Eventverkehr

Die vielen Veranstaltungen in diesem Sommer forderten die SBB heraus. Über 1900 Extrazüge brachten die Reisenden zu den landesweiten Grossveranstaltungen. Wie fällt die Bilanz des Eventsommers aus? Florian Kurt vom Eventmanagement Fernverkehr liefert Antworten.

Festhütte Schweiz
Festhütte Schweiz

Florian Kurt

Der intensive Eventsommer 2019 ist definitiv passé – wie fällt die Bilanz aus deiner Sicht aus?
Äusserst positiv. Die SBB beziehungsweise der öffentliche Verkehr bewies einmal mehr, dass wir bei Grossanlässen die «Bahn im Griff» haben. Die Pünktlichkeit war bei allen Top-Events hoch. Die Top-Events planten wir in Zusammenarbeit mit verschiedenen internen und externen Partnern. Mit 2,5 Millionen Besucher ragte das Züri Fäscht heraus. Sehr eindrücklich waren die Menschenmassen am Bahnhof Zürich Stadelhofen nach den Feuerwerken, welche mit den S-Bahnen sicher und pünktlich abtransportiert wurden. Insgesamt verkehrten rund 1900 Extrazüge. Zudem waren hunderte von Kundenlenker sowie Transportpolizei für diesen Erfolg im Einsatz.

Was funktionierte erfreulich gut, was nehmt ihr für nächstes Jahr als Learning mit?
Das «Fête des Vignerons» war mit der Dauer von drei Wochen ziemlich lang für einen Event in dieser Ausprägung. Hier war wichtig, dass über die ganze Eventdauer der Fokus hochgehalten werden konnte. Aufgrund des schlechten Wetters wurden Vorführungen verschoben und das Transportkonzept musste jeweils sehr kurzfristig angepasst werden. Bei den Grossanlässen wie dem Eidgenössischen Turnfest und dem Schwing- und Älplerfest konzentrierte sich die Abreise auf ein kurzes Zeitfenster und zwar auf den Sonntagabend. Sowohl in Aarau wie in Zug konnten wir den Grossandrang mit dem gewählten Transportkonzept und den idealen Bahnhofsinfrastrukturen aber sehr gut bewältigen. Der Mangel an Lokführern und beim Rollmaterial sowie die stetig steigende Anzahl an Baustellen begleiteten uns den ganzen Sommer hindurch. Diese Herausforderungen werden uns auch in den nächsten Jahren begleiten.

Beim Eventverkehr soll der SBB Spirit jeweils spürbar sein – wie siehst du das?
Das stimmt. Der SBB Spirit ist bei allen Grossevents über alle Divisionen beziehungsweise Organisationseinheiten spürbar. Alle Beteiligten sind sehr motiviert und leisten einen ausgezeichneten Job für unsere Kunden. Ein herzlicher Dank geht dabei an die vielen Lokführer und Kundenbetreuer, welche Sondereinsätze für einen reibungslosen Eventablauf leisteten.

War die aktuelle Klima-Diskussion auch bei euch spürbar?
Ja. Die Klima-Diskussion beziehungsweise Nachhaltigkeithemen sind auch bei uns im Eventverkehr spürbar. Mit insgesamt 14 Extrazügen transportierten wir zudem viele Besucherinnen und Besucher Ende September an die Klima-Demo in Bern.

Blicken wir aufs Jahr 2020 - was erwartet uns nächstes Jahr?
Nach dem Ausnahmejahr 2019 gibt es eine kleine Verschnaufpause. In der Datenbank sind aber wiederum rund 1200 Events aufgeführt, von denen wir an rund 670 aktiv involviert sind. Die Höhepunkte sind sicher im Januar die Winter-Jugendolympiade in Lausanne, im Mai die Eishockey Weltmeisterschaften in Lausanne und Zürich, im Juni 2020 das Eidgenössische Jodlerfest in Basel sowie im September die Swiss Skills in Bern. Zudem gibt es wiederum Top-Anlässe im Letzigrund wie die Doppelkonzerte von Rammstein im Juni und die Büetzerbuebe Gölä und Trauffer im August.