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Gleis- und Verspätungsinformationen direkt aufs Smartphone

Zug verspätet? Ärgerlich genug. Wenig Info? Noch ärgerlicher. Per Ende 2019 testet die SBB deshalb Push-Benachrichtigungen. Ausserdem ergreift sie zum Fahrplanwechsel 2019 Massnahmen zur Verbesserung der Pünktlichkeit.

Gleis- und Verspätungsinformationen direkt aufs Smartphone
Gleis- und Verspätungsinformationen direkt aufs Smartphone

Mit der App «SBB Preview» testet die SBB regelmässig Weiterentwicklungen ihrer App «SBB Mobile». So auch die Push-Benachrichtigungen. Per Ende Jahr können Nutzerinnen und Nutzer der App SBB Preview Push-Meldungen abonnieren. So erhalten sie Informationen für ihre Reise direkt auf ihr Smartphone:

  • Verspätungsinformation

  • Zugausfälle

  • Anschlüsse: Wenige Minuten vor einem Reiseantritt oder Umstieg erhalten die Reisenden die Information, auf welchem Gleis ihr (Anschluss-)Zug abfährt.

  • Gleisänderung: Hier erhalten die Reisenden nur bei Änderungen die Information, auf welchem Gleis ihr Anschlusszug abfährt.

Die Kundinnen und Kunden können festlegen, wie oft sie die Infos erhalten möchten.

  • einfache Reise: Die Kunden erhalten für eine einzelne Reise Informationen, z.B. einmalig Bern–Lausanne.

  • wiederkehrende Reise: Diese Option ist für Pendler interessant. Sie können eine bestimmte Reise abonnieren und erhalten jeden Tag Informationen zu dieser Reise.

Übrigens: Um diesen Service zu testen, müssen User ihr Billett nicht zwingend in der Preview-App lösen. Damit kommen die neuen Funktionen beispielsweise auch Reisenden mit GA und Streckenabonnementen entgegen. Die SBB plant, die neuen Funktionen in der ersten Jahreshälfte 2020 in der normalen SBB Mobile App umzusetzen.

Erste Massnahmen zur Verbesserung der Pünktlichkeit zum Fahrplanwechsel 2019

Die SBB ist stark gefordert, um die Kundenpünktlichkeit auf dem heutigen Niveau zu halten oder diese gar zu erhöhen. Der stetig zunehmende Verkehr und immer mehr Baustellen, aber auch die Fehler bei der Ausbildungsplanung des Lokpersonals und die Verzögerungen der Fernverkehrs-Doppelstockzüge sorgen bis 2021 für eine angespannte betriebliche Situation. Deshalb will die SBB die Planung des Angebots, der Bahnproduktion und der Bauprojekte verbessern und wo nötig gezielt mehr Reserven beim Rollmaterial, den Anlagen, beim Personal sowie im Fahrplan bereitstellen. Erste Massnahmen werden per Fahrplanwechsel im Dezember umgesetzt. Dabei geht es um Anpassungen im Minuten- oder gar Sekundenbereich – mehr ist kurzfristig nicht möglich.

Um die Anschlüsse in Bern und Zürich aus dem Berner Oberland und dem Wallis zu verbessern, führt die SBB in Spiez das «First in, first out»-Prinzip ein. Der IC8 aus Brig und der IC61 aus Interlaken Ost treffen heute praktisch zeitgleich im Bahnhof ein; gemäss Fahrplan fährt der IC61 drei Minuten vor dem IC8 weiter nach Bern. Künftig fährt derjenige Zug zuerst ab, der früher bereit ist. So verhindert die SBB, dass die Verspätung eines Zuges auf den anderen übertragen wird. Dies reduziert die Anzahl Anschlussbrüche in Bern und Zürich um die Hälfte. In Spiez informiert die SBB Reisende mittels Durchsagen und Bildschirm-Anzeigen am Bahnhof und im Zug sowie über die SBB Mobile App, damit alle in den richtigen Zug einsteigen oder noch rechtzeitig umsteigen können.

Ausserdem empfiehlt die SBB künftig Reisenden zwischen Ostschweiz und Mittelland und umgekehrt, am Flughafen statt am Hauptbahnhof Zürich umzusteigen. Am Flughafen können Reisende auf demselben Perron umsteigen, was die Umsteigezeit verkürzt und die Anschlüsse zuverlässiger macht, ohne dass der Fahrplan angepasst wird. Im Hauptbahnhof Zürich ist dies nicht möglich, weil die betroffenen Züge in unterschiedlichen Teilen des Bahnhofs halten. Auch hier muss die SBB ihre Kundinnen und Kunden gut informieren, weil sie eingespielte Umsteigeroutine ändern müssen.

Strengste Pünktlichkeits-Vorgabe, am höchsten ausgelastete Bahnnetz Europas

Die SBB pflegt die strengsten Vorgaben unter den europäischen Bahnen: Mit einer zulässigen Verspätung von drei Minuten gilt ein SBB Zug noch als pünktlich. Gleichzeitig betreibt die SBB mit über 150 Zügen pro Strecke und Tag das am höchsten ausgelastete Bahnnetz Europas. Hinzu kommt: Hier sind Personen- und Güterzüge im Mischverkehr unterwegs. Nur die Niederlande erreichen einen ähnlich hohen Wert; in allen anderen Ländern liegt die Auslastung bei unter 100 Zügen pro Strecke und Tag.