Navigation

Servicelinks

Top part of the Navigation

Schulklasse geht auf Spurensuche im Suhret-Wald

Die Klasse 5c aus dem Schulhaus Rüti in Ostermundigen hat bei einem SBB Wettbewerb eine Klassenreise zur Wildtierunterführung in Aarau gewonnen. SBB News begleitet die Klasse auf ihrer Reise und versucht, gemeinsam mit den Schülerinnen und Schüler den Wildtieren auf die Spur zu kommen.

Schulklasse im Wald
Schulklasse im Wald

Es ist 7 Uhr an einem Dienstagmorgen im Oktober. Draussen ist es noch dunkel. Ostermundigen erwacht langsam. Die Klasse 5c aus dem Schulhaus Rüti ist jedoch bereits unterwegs und sitzt im vollen Bus Richtung Bahnhof Bern. Einige der Schülerinnen und Schüler rufen einander über andere Fahrgäste hinweg Dinge zu, andere sind noch nicht ganz wach und dösen noch vor sich hin.

Kurz vor dem Bahnhof Bern nimmt diese Gemütlichkeit aber ein Ende: Klassenlehrer Simon Mühlethaler weist die Schülerinnen und Schüler mit lauter Stimme darauf hin, dass die Gruppe gleich umsteigen müsse. Die Zeit drängt. «Sind alle da?», fragt Simon Mühlethaler. Ein kurzes Durchzählen beim Löbeggä und weiter geht’s.

«1, 2, 3, 4, … ja, alle sind da!» Simon Mühlethaler und seine Klasse beim Löbeggä.
Die Klasse auf dem Weg in Richtung Gleis 9.

«1, 2, 3, 4, … ja, alle sind da!» Simon Mühlethaler und seine Klasse beim Löbeggä.

Die Klasse auf dem Weg in Richtung Gleis 9.

Mit schnellem Schritt geht es durch den Bahnhof. Es ist halb acht. Rush Hour. Von allen Seiten strömen der Schulklasse Menschen entgegen. Am Ende der Gruppe läuft eine Klassenbegleiterin mit und schaut, dass alle zusammenbleiben.

Phu, geschafft! Vollzählig sitzt die Schluklasse im Zug Richtung Aarau, der Sekunden nach dem Einsteigen pünktlich abfährt.

Für die Klasse ist ein Wagen reserviert.
Die Zwei haben sich viel zu erzählen…
… während die Zwei gut lachen haben …
… und die Zwei das Spiel gewinnen wollen.

Für die Klasse ist ein Wagen reserviert.

Die Zwei haben sich viel zu erzählen…

… während die Zwei gut lachen haben …

… und die Zwei das Spiel gewinnen wollen.

Auch das Umsteigen in Aarau auf den Bus klappt problemlos, der die Schülerinnen und Schüler nach Buchs AG fährt. Ab hier geht es nun zu Fuss weiter. Der Suhret-Wald ist das Ziel. Dort warten Karin Hilfiker, Fachexpertin Natur bei der SBB und Jule Holland, die ein Trainee-Programm bei der SBB absolviert. Nun geht’s los entlang eines Stücks der Neubaustrecke Bern – Zürich zur Wildtierunterführung.

Die Schülerinnen und Schüler verlassen die Teerstrasse und biegen in den Wald ein, den Suhret-Wald. Dieser liegt zwischen Rupperswil und Aarau.

Stufige Waldränder für mehr Sicherheit

«Warum sind wir heute hier?», fragt Karin Hilfiker in die Runde. In diesem Moment rauscht ein Zug der SBB vorbei. «Wegen den Zügen!», ruft eine Schülerin. «Genau, wegen den Zügen. Und der Natur, die sich um das Schienennetz der SBB befindet», ergänzt Hilfiker. Eine ihrer Aufgaben bei der SBB ist, dass Wälder und Gehölze so gepflegt werden, dass sie den Bahnbetrieb nicht beeinträchtigen. «Es braucht stufige Waldränder, damit die hohen Bäume nicht auf die Gleise fallen», erklärt Hilfiker. Diese stufigen Waldränder sind bei diesem Streckenabschnitt besonders wichtig. Hier fahren pro Tag 700 Züge mit einer Geschwindigkeit von mehr als 160 Kilometer pro Stunde vorbei. Das Abbremsen ist hier unmöglich. Was der nächste vorbeifahrende Zug nochmals vor Augen und Ohren hält.

Freudiger Gruss in den Führerstand des Zuges.
Die Schülerinnen und Schüler hören gespannt zu und stellen Fragen ...
... während Jule Holland (links) und Karin Hilfiker ihre Arbeit erklären.
Das Prinzip des stufigen Waldrandes einfach erklärt: der Wald wird von aussen nach innen immer höher.

Freudiger Gruss in den Führerstand des Zuges.

Die Schülerinnen und Schüler hören gespannt zu und stellen Fragen ...

... während Jule Holland (links) und Karin Hilfiker ihre Arbeit erklären.

Das Prinzip des stufigen Waldrandes einfach erklärt: der Wald wird von aussen nach innen immer höher.

Mittlerweile steht die Schulklasse vor einer Unterführung, die etwas anders aussieht als gewohnt. Neben dem Weg für Spaziergänger und Velofahrerinnen führt noch ein begrünter Abschnitt hindurch. Da kommt nun der ökologische Aspekt von Karin Hilfikers und Jule Hollands Arbeit zum Tragen. Neben den unzähligen Baum- und Pflanzenarten bieten stufige Waldränder, die dem Wald vorgelagert sind, vielen verschiedenen Wildtieren ein Zuhause. «Führt wie hier eine vierspurige Eisenbannlinie durch den Wald, können die Tiere sicher durch diese Wildtierunterführung auf die andere Seite des Waldes gelangen», erklärt Hilfiker.

Die unmittelbare Umgebung wurde für die Wildtiere mit Wiesen, Gebüschen und Kleinstrukturen wie Baumstämmen, Ästen und Steinhaufen attraktiv gemacht. So finden sie den Weg aus dem Wald in die Unterführung.
Auf der linken Seite der Unterführung führt der Weg für die Wildtiere hindurch.

Die unmittelbare Umgebung wurde für die Wildtiere mit Wiesen, Gebüschen und Kleinstrukturen wie Baumstämmen, Ästen und Steinhaufen attraktiv gemacht. So finden sie den Weg aus dem Wald in die Unterführung.

Auf der linken Seite der Unterführung führt der Weg für die Wildtiere hindurch.

Wo sich Fuchs, Reh und Igel auf dem Weg gute Nacht sagen

Die Wildtierunterführung wird rege benutzt - das belegen Fotofallen. Aber welche Tiere begegnen sich dort? Die Schülerinnen und Schüler begeben sich auf eine spielerische Spurensuche in Kleingruppen. Die Fussabdrücke von Katzen, Rehe, Füchse, Enten, Igel und Eichhörnchen befinden sich in Couverts verpackt, welche den Tieren zugeordnet werden. «Gar nicht so schwer und alles Tiere, die wir kennen», findet eine Schülerin begeistert.

Ein Fuchs läuft mitten in der Nacht in die Fotofalle.
Vertieft ordnen die Schülerinnen und Schüler die Tiere den Fussabdrücken zu.
Jule Holland löst gemeinsam mit den Schülerinnen und Schüler das Rätsel auf.

Ein Fuchs läuft mitten in der Nacht in die Fotofalle.

Vertieft ordnen die Schülerinnen und Schüler die Tiere den Fussabdrücken zu.

Jule Holland löst gemeinsam mit den Schülerinnen und Schüler das Rätsel auf.

«Was habt ihr denn heute Neues gelernt?», will Hilfiker zum Abschluss wissen. Die Antworten fallen vielfältig aus. Aber eines ist gewiss: Wenn die Schülerinnen und Schüler das nächste Mal Zug fahren, sind sie sich bewusst, warum die SBB die Natur rechts und links der Bahn gestaltet und pflegt. Einerseits um einen sicheren und störungsfreien Bahnbetrieb zu gewährleisten und andererseits, um den Lebensraum für Pflanzen und Tiere zu erhalten.

Klimafreundliche Gruppenreisen mit dem öffentlichen Verkehr

Die Schulen sind ein grosses Anliegen der SBB. Denn Schulreisen mit dem öffentlichen Verkehr sind nachhaltig und bequem. Und die Reise mit dem öV macht bereits die Fahrt zum Erlebnis. Darum stellt die SBB den Schulen ein vielfältiges, auf deren spezifische Bedürfnisse zugeschnittenes Angebot mit attraktiven Preisen zur Verfügung. Die Tochtergesellschaft RailAway bietet eine Vielzahl von erprobten Reisedestinationen samt Ticket und Zusatzleistungen an. Die SBB übernimmt für die Lehrpersonen die Planung und Gestaltung der Schulreisen (mehr dazu unter www.sbb.ch/schulreisen).

Mit einem Gruppenbillett reisen auch alle anderen Gruppen ab zehn Personen günstiger mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Sie erhalten 20 Prozent Ermässigung auf die Zugfahrt. Zudem reist jede zehnte Person gratis mit. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 vereinfacht die SBB das Gruppensortiment. Reisende in einer Gruppe erhalten neu eine Ermässigung von 30 Prozent auf den regulären Preis anstatt wie bisher 20 Prozent. Zudem profitieren neu alle Jugendlichen (bis 25 Jahre) von einer Ermässigung von 65 Prozent auf den Vollpreis – unabhängig davon, ob sie ein Halbtax besitzen oder nicht. Schulen und J+S-Gruppen müssen für die Buchung keine schriftliche Bestätigung der Organisation mehr einreichen, sondern profitieren automatisch von den ermässigten Preisen. Diese Vereinfachungen tragen zu einer nachhaltigen Bindung von Jugendlichen an den öV-Schweiz bei und senken zudem den Buchungsaufwand für die Lehrkräfte und Gruppenleitende.