Schritt für Schritt zu klimafreundlichen Bahnhöfen

Der Klimawandel hat stark an politischer Bedeutung gewonnen. Die globale Gemeinschaft strebt eine CO2-Neutralität bis 2050 an. Die SBB will mit der Reduktion von CO2-Emissionen ihrer Bahnhöfe als Vorbild vorausgehen. Sie hat in diesem Jahr 30 weitere Bahnhöfe auf alternative Energien umgestellt.

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Das Bahnhofsgebäude von Riddes im Herzen des Wallis ist seit diesem Herbst klimafreundlich und steht für die rund 30 Bahnhöfe, bei denen die SBB in diesem Jahr die Öl- oder Gasheizung durch alternative Energieträger ersetzt hat. So wie in Riddes wird die SBB in den kommenden Jahren die Bahnhöfe nach und nach umrüsten, ganz im Sinne der Klimajugend.

Fossile Energieträger aus Gebäuden eliminieren

Als eine der grössten Immobilieneigentümerinnen der Schweiz arbeitet die SBB mit Hochdruck an der Reduktion des CO2-Fussabdrucks ihrer Gebäude. Fossile Energieträger sollen schnellstmöglich aus den Gebäuden eliminiert werden.

Hierzu setzt sie bei anstehenden Heizungssanierungen in den Bahnhöfen und übrigen Liegenschaften jeweils eine fossilfreie Alternative wie zum Beispiel Holz oder Umweltwärme via Wärmepumpen bzw. Fernwärme ein. An insgesamt 29 Standorten hat die SBB 2019 bereits auf fossile Energieträger verzichtet. Alleine durch diese Projekte werden jährlich 150 000 Liter Heizöl ersetzt und die CO2-Emmissionen um 408 Tonnen reduziert.

Mit den Einsparungen können 500 Einfamilienhäuser beheizt werden

Der Verzicht von fossilen Energieträgern ist Bestandteil vom «Energie-Vorbild» (siehe Kasten), zu welchem sich die SBB verpflichtet hat. Seit Anfang 2016 verzichtet die SBB beim Neubau oder Ersatz von Heizungsanlagen konsequent auf den Einbau von Systemen mit fossilen Energieträgern wie Heizöl oder Erdgas. Bereits über 100 Anlagen wurden so auf fossilfreie Alternativen umgerüstet, wodurch jährlich über 1,3 Millionen Liter Heizöl respektive über 3500 Tonnen CO2 äquivalent eingespart werden. Zum Vergleich: Damit können jährlich über 500 Einfamilienhäuser beheizt werden.

Darüber hinaus bezieht die SBB für ihre Gebäude seit Anfang 2019 ausschliesslich Strom aus Wasserkraft. Bei der SBB ist damit nicht nur das Bahnfahren klimaschonend, sondern auch die Bahnhöfe werden «grüner».

Die Initiative Energie-Vorbild (VBE) richtet sich an bundesnahe und kantonsnahe Unternehmen, die im Bereich Energie innovativ und vorbildlich handeln wollen. Mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung verpflichten sie sich zu einem ambitionierten Beitrag zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Ausbau von erneuerbaren Energien in der Schweiz.