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Tierpfleger-Luft schnuppern im Natur- & Tierpark Goldau

Bevor sich die Türen für die Besuchenden öffnen, ist schon einiges los im Natur- und Tierpark Goldau. In der Futterküche wird das Futter für jede Tierart sorgfältig von Hand zubereitet. Doch wie viel Futter braucht eigentlich eine Alpendohle? Und was gehört noch zu den Aufgaben eines Tierpflegers?

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Heute habe ich das Vergnügen einen Blick hinter die Kulissen des Natur- und Tierparks Goldau zu werfen, einem von zahlreichen Freizeiterlebnissen von RailAway. Bereits frühmorgens geht es los, mit dem Zug fahre ich Richtung Arth-Goldau. Voller Vorfreude schaue ich aus dem Fenster. Ich bin gespannt, was mich heute erwartet. 


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Anpacken in der Futterküche 

In der Futterküche geht es emsig zu und her. Tierpflegerin Valentina bereitet das Futter zu; jede Spezies hat einen eigenen, durch den Tierarzt erstellten Futterplan. Ich raffle eine Karotte und einen Apfel von Hand, halbiere acht Trauben, mische je eine Messerspitze Vitamine und Kalziumpulver unter, als Garnitur gibt es noch 30 Gramm Insekten – fertig ist die Portion für zwei Alpendohlen. Zart besaitet sollte man als Tierpflegerin nicht sein, denn unter den Tieren gibt es auch Fleisch- und Aasfresser und auch dieses Essen will zubereitet werden. Für Valentina ist das Teil ihrer täglichen Arbeit. Auf die Frage, ob sie Ekel verspüre, verrät sie mir, dass sie vor Schaben am liebsten davonrennen würde. Diese Insekten stehen im Tierpark glücklicherweise nicht mehr auf dem Speiseplan.  

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Unterwegs mit den Tierpflegern 

Nach dem Füttern der Steinböcke darf ich das Gehege putzen. Trotz der tiefen Temperaturen wird mir durchs Putzen schön warm. Ich werde morgen bestimmt Muskelkater haben, meint Thomas, ein weiterer Tierpfleger, schmunzelnd.  

Wenig später nehme ich an der kommentierten Fütterung der Appenzeller Spitzhauben teil. Für die Hühner ist die Fütterung nur ein kleiner Zwischenschmaus. Denn die freilaufenden Hühner sind quasi Selbstversorger. Die Fütterung wird von den Rangern jedoch genutzt, die Tiere täglich auf Gesundheit und Vollständigkeit zu prüfen – und um den Besuchenden spannendes Wissen zu vermitteln. Wer weiss schon, dass die Spitzhaubenhühner eine von nur drei reinen Schweizer Hühnerrassen sind?  

Mein Tipp für alle Besuchende: Einer kommentierten Fütterung beizuwohnen lohnt sich. Was man von den Tierpflegern und Rangern über heimische Tiere erfährt, ist einfach unbezahlbar. Eine Übersicht  der aktuellen Fütterungen ist am Parkeingang zu finden. 

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An gefährliche Situationen können sich die Tierpfleger nicht erinnern, denn durchs Einhalten der Vorschriften kommen die Pflegerinnen und Pfleger gar nicht erst in solche Situationen. Andrea, eine weitere Tierpflegerin, schildert dann aber doch noch eine brenzlige Situation. In der Gemeinschaftsanlage für Bär und Wolf begegnen sich die beiden Tierarten auf einem grossen Gelände. Beide haben jedoch ihre Rückzugsorte. Eines Tages schaffte es Bärin Fränzi, sich durch das schmale Schlupfloch in den Rückzug der Wölfe zu zwängen. Zum Glück hatte Andrea bei der Fütterung festgestellt, dass das Geschmatze in der Anlage so gar nicht nach Wolf klang. Und so ist die Ausreisserin aufgeflogen, bevor die nächste Reinigung anstand. Das Schlupfloch wurde daraufhin noch schmäler gemacht, so dass die Bären nun wirklich keine Chance zum Durchkommen mehr haben.

Was für ein abenteuerlicher Tag

Unvergessen von meinem Tag als Tierpflegerin bleibt mir auf jeden Fall die Begegnung mit dem Bündner Wappentier am Futtertrog – der Anblick dieser Augen und der mächtigen Hörner, die Zurückhaltung und die scharfe Aufmerksamkeit des Steinbocks haben mich sehr beeindruckt.

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Auch beeindruckt hat mich die geballte Ladung Wissen und Enthusiasmus, welche in allen Mitarbeitenden steckt. Herzlichen Dank dem ganzen Tierpark-Team für den Blick hinter die Kulissen. Ich werde den Natur- und Tierpark Goldau beim nächsten Mal mit anderen Augen betrachten.


Marisa Spring

Mit Marisa im Natur- und Tierpark Goldau

Marisa kommt ursprünglich aus dem Bündnerland und arbeitet seit 12 Jahren bei SBB RailAway. Während ihrer RailAway-Zeit hatte sie bereits unzählige Freizeitangebote konzipiert und vermarktet. Den Natur- & Tierpark Goldau kennt Marisa daher sehr gut und besucht diesen auch am Wochenende ab und zu mit ihrer Familie.