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Vincent Ducrot: «Der CEO allein macht nie die Eisenbahn aus»

Vincent Ducrot ist ab 1. April 2020 neuer CEO der SBB. Für Verwaltungsratspräsidentin Monika Ribar ist Vincent «die ideale Persönlichkeit, um die SBB zu führen und wieder näher zusammenzuführen». Er selbst sagt: «Der CEO allein macht nie die Eisenbahn aus» – Mitarbeitende seien ihm sehr wichtig.

Vincent Ducrot, designierter SBB CEO
Vincent Ducrot, designierter SBB CEO

Der Verwaltungsrat habe Vincent Ducrot einstimmig gewählt, sagte Monika Ribar heute bei der Vorstellung des neuen CEO SBB. Der Amtsantritt sei am 1. April 2020 vorgesehen, unser heutiger CEO Andreas Meyer werde seine Aufgaben daher auf Ende März übergeben. 

Vincent Ducrot leitete die vergangenen acht Jahre die Freiburger Verkehrsbetriebe TPF, ebenfalls eine integrierte Bahn mit Personenverkehr, Infrastruktur, Immobilien sowie Buslinien. «Er hat die TPF erfolgreich geführt und weiterentwickelt», sagt Monika Ribar. Die SBB kennt Vincent aus früheren Jahren bestens, hat er doch 18 Berufsjahre im Unternehmen verbracht, zehn Jahre lang als Leiter Fernverkehr und zwei Jahre als interimistischer Leiter Personenverkehr. 

Seit 2011 sei viel gegangen, sagt Vincent im Gespräch, strukturell und organisatorisch, und es sei auch sonst eine andere Zeit, mit mehr Kunden, noch mehr Komplexität im Bahnsystem und viel mehr Baustellen als früher. Er werde sich deshalb à fonds einarbeiten.  

Kerngeschäft verbessern, ohne Zukunftstrends aus den Augen zu verlieren 

«Vincent hat uns als ruhige, besonnene Persönlichkeit überzeugt», betont Monika Ribar. Er sei nicht nur ein ausgezeichneter Kenner der Bahn; als Vizepräsident des Verbands öffentlicher Verkehr VöV kenne er auch die Branche und Politik bestens und sei mit den Sozialpartnern sehr gut vernetzt. «Kurz: Vincent ist die ideale Persönlichkeit für die kommenden Jahre an der Spitze der SBB.» 

In einer Zeit mit starkem Verkehrswachstum und sehr vielen Bauarbeiten geht es laut der SBB Verwaltungsratspräsidentin darum, «das Kerngeschäft zu stabilisieren und zu verbessern, ohne die Zukunftstrends aus den Augen zu verlieren». Sie freue sich zusammen mit dem Verwaltungsrat, «dass sich Vincent der grossen Aufgabe stellt, die SBB zu führen und wieder näher zusammenzuführen.»  

Kunden – Service – Mitarbeitende 

Was ist dem designierten SBB Chef wichtig? «Am Wichtigsten sind mir der Kunde, die Kundin», sagt er. «Sicherheit, Pünktlichkeit, Sauberkeit und natürlich eine gute Kundeninformation.» Er fährt fort: «Wir erbringen einen Service für unsere Kunden. Ich denke, dass muss wieder etwas mehr in allen Köpfen präsent sein: Die Kernaufgabe, gute, zuverlässige Leistungen zu erbringen.»  

Und wichtig ist ihm insbesondere das Vertrauen der Mitarbeitenden. «Der CEO allein macht nie die Eisenbahn aus», betont Ducrot. Mitarbeitende seien ihm «sehr sehr wichtig». Und es sei eine seiner Stärken, nahe bei den Leuten zu sein, sehr enge Kontakte zu pflegen und den Mitarbeitenden gut zuzuhören. 

Dank an Andreas Meyer – und Respekt 

Vor den Medien, die kurzfristig an einer Medienkonferenz informiert wurden, bedankte sich Verwaltungsratspräsidentin Monika Ribar auch bei Andreas Meyer: Die SBB habe sich in den vergangenen Jahren enorm entwickelt. «Dazu hat der heutige CEO Andreas Meyer viel beitragen». 

Vincent Ducrot sagte auf seinen künftigen Vorgänger angesprochen: «Andreas Meyer hat immer das Beste fürs Unternehmen im Auge und viel gemacht – dafür verdient er Respekt.» Selber werde er viel Energie ins Kerngeschäft investieren. «Denn gute Qualität im täglichen Betrieb ist der Kern unserer Arbeit». Doch auch er halte neue Techniken und Innovationen für die Zukunft der Bahn für wichtig.