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«Achtung Zug!»

Zwei echte Bähnler, eine Mission: weg vom Büro, hin zu den Kundinnen und Kunden. Während der Olympischen Jugendspiele (OJS) Lausanne 2020 betreuen und informieren die zwei freiwilligen Kundenbetreuer Louis Schorpp und Gzim Redjepi die Passagiere.

Kundenberater machen die Passagiere auf die Gefahren aufmerksam.
Kundenberater machen die Passagiere auf die Gefahren aufmerksam.

14.32 Uhr. Der Bahnhof Prilly-Malley ist praktisch leer. Gleich nebenan finden die Eishockey-Wettkämpfe der Olympischen Jugendspiele (OJS) statt. Die Ruhe vor dem Sturm? Für Louis Schorpp und Gzim Redjepi kein Grund zur Beunruhigung. Sie warten in aller Ruhe auf dem Perron, grüssen vorbeifahrende Lokführer und lächeln die wenigen Passagiere an. Gzim wirft einen raschen Blick auf seine Liste und schmunzelt: «Um 15.28 Uhr haben wir 220 Leute. Das wird intensiv.»

Zwei freiwillige Kundenbetreuer: Gzim Redjepi und …
… Louis Schorpp.

Zwei freiwillige Kundenbetreuer: Gzim Redjepi und …

… Louis Schorpp.

140 Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuer

Während der OJS stehen an den Bahnhöfen Genf-Flughafen, Renens, Prilly-Malley, Lausanne, Aigle, Bex und Le Day 140 Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuer im Einsatz. Wie 18 andere sind auch Gzim und Louis Freiwillige. Also SBB Mitarbeitende, deren Pflichtenheft diesen Dienst eigentlich nicht beinhaltet. Für Louis ist es eine Art Rückkehr zu den Wurzeln. Er hat seine Laufbahn im Zug begonnen und ist sich daher den Kundenkontakt gewöhnt. Heute arbeitet er als Teamleiter im Projektbereich in Bern, und schätzt diesen Einsatz an der Front. «Ich liebe den Kontakt mit den Kundinnen und Kunden. Das ist so abwechslungsreich!» Gzim ist Leiter des Junior Business Teams in Lausanne. Auch er hat seine Lehre bei der SBB absolviert. Die beiden arbeiten nicht zum ersten Mal als Kundenbetreuer. «Jede Mission ist anders», erklärt Gzim. «Hier sind weniger unsere Auskünfte gefragt. Vielmehr geht es darum, die Passagierströme zu optimieren und dafür zu sorgen, dass die Leute die Sicherheitslinie beachten.»

Louis und Gzim im Gespräch mit jungen Kunden.
Die Kundenberater finden alle wichtigen Informationen auf dem Smartphone.

Louis und Gzim im Gespräch mit jungen Kunden.

Die Kundenberater finden alle wichtigen Informationen auf dem Smartphone.

Das Umsteigen erleichtern

Langsam treffen die ersten Gruppen ein. Louis und Gzim gehen auf eine Schulgruppe zu. Die Kinder blicken sie neugierig und mit Respekt an. «Was habt ihr angeschaut?» fragt Louis. «3-gegen-3-Eishockey!» «Und wer hat gewonnen?» fragt Louis nach. «Die Blauen!» erwidert jemand und wird prompt von den Kameraden korrigiert: «Nein, die Gelben!». «Gelb wie wir?» zwinkert Louis. Die Kinder lachen. Gzim spricht mit den Lehrkräften und fordert sie auf, am Perronende zu warten. «Es kommen noch andere Gruppen. Wenn sich alle gleichmässig auf dem Perron verteilen, wird das Einsteigen für alle einfacher und der Zug kann pünktlich abfahren.» Trotz aller Bemühungen hat der Zug bei Ankunft und Abfahrt vier Minuten Verspätung. «Muss die Schulklasse nicht einen Anschluss erreichen?» sorgt sich Louis. Gzim sieht auf der Liste nach und ruft unverzüglich den Kollegen im nächsten Bahnhof an. «So ist er auf dem Laufenden und kann ihnen helfen, rasch zum anderen Perron zu wechseln.»

Für Gefahren sensibilisieren

Die beiden Kundenbetreuer gehen zu Gleis 4. Dort wirft Louis einen Blick auf das Ausfahrsignal. Es zeigt Grün. «Die angezeigte Elf bedeutet, dass die Züge mit 110 Stundenkilometern durchfahren können. Leider sind sich die Leute überhaupt nicht bewusst, wie gefährlich das ist», gibt er zu bedenken. «Bitte warten Sie hinter der Sicherheitslinie!» Eine Teenager-Gruppe folgt seiner Aufforderung, nicht ohne diskret mit den Augen zu rollen. Kurz darauf fährt eine Lok vorbei. Es lärmt, die Halstücher und Haare flattern, der Luftdruck lässt sie leicht zusammenfahren. Einige runzeln die Stirn, andere zeigen sich überrascht. Die haben es offenbar begriffen.

Die zwei Kundenbetreuer sind guter Dinge, wechseln einmal mehr das Perron und freuen sich bereits auf die nächsten Begegnungen. «Unterwegs nehme ich meine gelbe Weste übrigens immer mit», berichtet Louis. «Bei einer Störung während der Fahrt kann das ganz nützlich sein.» Und Gzim lacht: «Stimmt! Und in meinem SBB Rucksack hat es ein Fach, in das sie perfekt hineinpasst.»

Für eine stressfreie Fahrt ohne Stau und Parkplatzsorgen empfehlen die SBB und Lausanne 2020 den Zuschauerinnen und Zuschauern die öffentlichen Verkehrsmittel für die Fahrt an die Wettkampforte. Die besten Verbindungen und alle weiteren wichtigen Informationen gibt es auf www.sbb.ch/lausanne2020 oder in der SBB App.