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Die Besen zu Basel

Einigen sind sie vielleicht bereits aufgefallen: Im Bahnhof Basel SBB zieren seit einigen Monaten Besen das Bild der Perronhalle. Joël Müller, Kundenbegleiter in Basel, wird beinahe täglich auf diese ungewöhnliche Dekoration angesprochen. Hier seine Erklärung.

Tag und Nacht sieht man Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SBB, welche mit Lumpen und Besen den Bahnhof sauber halten. Seit einigen Monaten aber hängen in Basel die Besen auch prominent an den Gerüsten der Baustellen zur Sanierung der Dächer der historischen Perronhallen. Kaum einem Kunden sind diese bislang entgangen. Fragende Blicke werfen sich die wartenden Fahrgäste jeweils zu. Ist es nun reine Dekoration? Oder hat die SBB da etwa eine antike Waschanlage für ihre Züge ausgegraben? 

«Zugegeben: Ich muss oft schmunzeln ob den kreativen Ideen unserer Kundinnen und Kunden.»
Joël Müller, Kundenbegleiter SBB

Die Antwort ist viel simpler, als sich viele die Sache vorstellen. Die Besen schützen Fahrgäste im Zug vor ungewollten Zusammenstössen mit den Baugerüsten. Im Bahnhof Basel SBB werden aktuell die Dächer der historischen Perronhallen restauriert. Die Baustelle befindet sich auf einer Plattform über den Gleisen und Fahrleitungen. Diese wiederum wird von einem riesigen Konstrukt von Gerüsten getragen. Diese gelangen zwischen den Gleisen auf den Boden. 

In einigen Wagen ist es bis heute möglich, die Fenster zu öffnen. So kann es vorkommen, dass Reisende den rauen Fahrtwind geniessen und ihren Kopf aus dem Fenster strecken. Da die Gerüste nun sehr nahe an die Gleise ragen und somit auch an die durchfahrenden Züge, müssen die Freiluft-Reisenden vor schmerzhaften Kollisionen mit den Eisenstangen geschützt werden. Genau das geschieht mit den installierten Besen. 

Die Sanierung der Perronhallen sorgt für eine 60 Jahre längere Lebenszeit.

Ein Zusammenstoss mit einem Besenkopf ist um einiges angenehmer als mit einer pickelharten Eisenstange

Spätestens dann sollte jedem klar sein, warum es keine gute Idee ist, den Kopf aus dem Fenster zu strecken. Geöffnete Fenster spenden zwar angenehmen Wind in die Haare, Kopf oder Arme sollten dennoch zu keinem Zeitpunkt hinausgelehnt werden. Fahrleitungsmasten, entgegenkommende Züge oder andere Objekte können schlimme Verletzungen verursachen und eine Reise zu einem wahren Albtraum werden lassen. 

Joël Müller, Kundenbegleiter SBB, erzählt auf SBB News von seinen Zug-Erlebnissen.

Joël über sich

Geboren 1997, arbeite ich heute als Kundenbegleiter bei der SBB. Tagtäglich fahre ich quer durch die Schweiz und erlebe so manche spannende Geschichte. Wir «Kondukteure» könnten ganze Bücher über unseren Arbeitsalltag füllen. Dies hat mich auch dazu bewogen, in meinem Blog «EinfachRetour» von meinem Leben im Zug zu berichten. «EinfachRetour» gibt’s unter einfachretour.com und auf Twitter mit @einfachretour.

SBB Mitarbeitende berichten

Unter «SBB Mitarbeitende berichten» erscheinen auf SBB News in losen Abständen Beiträge von Mitarbeitenden. Diese kommen aus verschiedenen Divisionen und Konzernbereichen. In der Themenwahl sind sie frei. Möchtest auch du über deine Arbeit bei der SBB berichten? Dann melde dich bei sarah.stiefel@sbb.ch.