Beste Aussichten: Ein Tag auf der Rigi

Anlässlich des 20. Geburtstags von RailAway macht sich Redaktorin Ursula auf, die Rigi zu erkunden. Nebst fabelhaften Ausblicken erhält sie spannende Einblicke hinter die Kulissen der Rigi Bahnen AG.

Beginn einer Bildergalerie

Der Besuch bei den Rigi Bahnen beginnt mit einer privaten Depotführung durch Schreiner Klaus Hess. Als vor sechs Jahren die Stelle «Schreiner und Lokführer» ausgeschrieben war, fand er hier seinen Traumjob. Der gelernte Schreiner absolvierte die sechsmonatige Ausbildung zum Lokführer und kombiniert heute seinen angestammten mit dem Traumberuf.  
Klaus zeigt mir sein Reich. Er ist der einzige Schreiner im Depot Vitznau und restauriert alte Holzwagen. Mit Begeisterung erzählt er unter anderem von seinen Arbeiten im Depot und dem Alltag als Bahnangestellter. Seine herzliche und lebensfrohe Art ist ansteckend. 


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Im Depot der Rigi Bahnen werden die Züge gepflegt und instandgehalten. Hier erfahre ich auch mehr über das Zahnrad der ersten Bergbahn Europas, die 1871 eröffnet wurde. Die Schienen wurden damals von Hand gelegt. Sind sie defekt, werden sie noch heute manuell von der Strecke genommen, in präziser Handarbeit repariert und wieder verlegt. Die nostalgische Dampfbahn ist übrigens auch heute noch zu speziellen Anlässen im Einsatz. Pro Bergfahrt benötigt sie 450 Kilogramm Kohle und 2000 Liter Wasser. 

Die modernen Bahnen transportieren nicht nur Personen auf die Rigi. Da der Ausflugsberg autofrei ist, werden Lebensmittel und andere Güter für Restaurants, Hotels und Anwohner täglich auf Schienen hoch gebracht. Der Abfall wiederum wird täglich ins Tal transportiert. Ein enormer Aufwand! 

Ich könnte Klaus noch stundenlang zuhören, aber Selina und Jessica von den Rigi Bahnen holen mich ab zu einer Fahrt im Führerstand auf die Rigi Kulm. 

Im Führerstand nach Rigi Kulm 

Im Führerstand begrüsst uns Julian Salt. Er steckt in der Ausbildung zum Lokführer und erklärt mir vor der Abfahrt die Funktionen der Knöpfe und wie die Luftdruck-Bremse funktioniert. Die Arbeit als Lokführer erfordert hohe Konzentration, weswegen ich meine Fragerei beende, als sich die Bahn in Bewegung setzt und ich die 30-minütige Fahrt im Führerstand mit bester Aussicht geniesse. 

Auf Rigi Kulm angekommen, wandere ich mit Selina und Jessica zum Sendeturm, dem höchsten Punkt Berges. Die Aussicht ist atemberaubend: Auf der einen Seite sehen wir über den Vierwaldstätter- und den Zugersee bis nach Zürich. Sogar die Jura-Kette ist zu sehen. Auf der anderen Seite eröffnet sich uns ein Weitblick bis in die Berner Alpen, traumhaft! 

Warum aber trägt die Rigi den königlichen Beinamen? Jessica erzählt mir, dass die Rigi schon 1479 als «Regina Montium» – also Königin der Berge – bezeichnet wurde. Auch sei 1868 Queen Victoria von England hier gewesen. Dieser Berg hat also wahrhaftig etwas Königliches an sich. 

Naturparadies – für Mensch und Tier  

Auf dem Berg lebt eine grosse Vielfalt an wilden Tieren. Neben Fuchs, Hase, Dachs und Gämse gebe es auch Hirsche und Rehe am Berg, erzählt mir Selina. Entlang der gut präparierten Wanderwege stehen gemütliche Holzliegen und gedeckte Feuerstellen - sogenannten Gruebis. Der Weg führt auch an der Alpkäserei Chäserenholz vorbei. Hier stellt Käser Franz-Toni Kennel über 13 verschiedene Käsesorten her.  

Nach einem Zwischenhalt im Restaurant Bahnhöfli geht’s weiter bergab. Zum Schluss zeigen mir Jessica und Selina noch ihren Lieblingsort das «Känzeli». Wir geniessen einen Augenblick die Weitsicht und machen uns dann auf den Weg zur Station. Dort treffen wir per Zufall nochmals Julian, der uns mit der Zahnradbahn sicher nach unten bringt.

Mein Tag auf der Rigi geht zu Ende. Ich verabschiede mich von den herzlichen Mitarbeitern der Rigi Bahnen und mache mich mit dem Schiff auf in den Sonnenuntergang Richtung Luzern. Dieser Tag war absolut oRIGInell! 


Ursula Kuster

Mit Ursula Kuster auf der Rigi

Ursi ist zuständig für die Kommunikation im Bereich Veranstaltungen. Sie schreibt unter anderem über Events und touristisch Angebote und reist selbst am liebsten mit dem Öffentlichen Verkehr zu ihren Freizeitaktivitäten. In ihrer Freizeit liebt sie es in der Natur zu sein. Im Winter beim Skifahren und im Sommer beim Wandern.