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Beruf Lokführerin: «Angst darf man keine haben»

Alexandra Wenzler hat sich mit 39 Jahren zur Lokführerin ausbilden lassen. An ihrem Job liebt sie die Abwechslung, die wunderschönen Landschaften und den Lauf der Jahreszeiten.

Alexandra Wenzler im Führerstand.
Alexandra Wenzler im Führerstand.

Alexandra Wenzler (48) arbeitet als Lokführerin im Personenverkehr der SBB. Sie ist eine Quereinsteigerin und sitzt erst seit neun Jahren im Führerstand. Ursprünglich hatte sie nach der obligatorischen Schulzeit eine dreijährige Lehre als Offsetmonteurin/-kopistin gemacht. Ein Beruf, den es in dieser Form nicht mehr gibt. Über verschiedene Stationen und diverse Weiterbildungen im grafischen Bereich landete die Bernerin 2007 bei der SBB, wo sie anfänglich in der internen Druckerei beschäftig war. Nur vier Jahre später stellte sie die Weichen neu und liess sich innert 14 Monaten zur Lokführerin ausbilden.

«Ich hatte in meinem ersten Job alles gesehen, was mich interessierte. Zudem schien es für mich kurz vor meinem 40. Geburtstag der richtige Zeitpunkt zu sein, in einen neuen Beruf einzusteigen», erklärt Alexandra Wenzler ihren mutigen Schritt.»

Bereut hat sie ihre Entscheidung nie, im Gegenteil!

«Wenn ich heute zurückblicke, wünschte ich mir, dass ich schon früher in meinen jetzigen Job gewechselt hätte.» Alexandra Wenzler hat als Lokführerin schon etliche Regionen der Schweiz bereist. Ab und an ist sie auch im Ausland unterwegs. So hat sie in Italien auf diversen Strecken schon mehrere Testfahrten begleitet und bei der Fahrzeugbedienung assistiert. Es sind aber nicht nur die abwechslungsreichen Routen, die sie in ihrem Arbeitsalltag schätzt.

«Mein Job führt mich immer wieder durch wunderschöne Gegenden und ich bekomme die Jahres- und Tageszeiten mit, was ich ausserordentlich geniesse.»

Schichtbetrieb als Vorteil

Zudem gefällt ihr, dass sie im Schichtbetrieb arbeitet und dadurch auch unter der Woche in Ruhe einkaufen gehen kann. Trotz aller Begeisterung für den Job ist dieser in ihren Augen nicht jedermann für geeignet. So müsse man etwa damit zurechtkommen, dass man im Normalfall alleine unterwegs sei. Lokführer und Lokführerinnen müssen in der Lage sein, eine grosse Verantwortung zu übernehmen. Schliesslich können hunderttausend Sachen passieren. 

«Man ist teils massiven meteorologischen Einflüssen ausgesetzt. Zudem können jederzeit Störungen an der Infrastruktur und an den Fahrzeugen auftreten. Vieles ist unvorhersehbar und Angst darf man davor auf keinen Fall haben, ansonsten zerbricht man schnell daran», sagt Alexandra Wenzler.

Im Führerstand hat Alexandra stets alles im Blick.
Unterschiedliche Strecken und Routen faszinieren Alexandra.
Mit dem Zug ist Alexandra an den schönsten Orten der Schweiz unterwegs.

Im Führerstand hat Alexandra stets alles im Blick.

Unterschiedliche Strecken und Routen faszinieren Alexandra.

Mit dem Zug ist Alexandra an den schönsten Orten der Schweiz unterwegs.

Die SBB sucht Lokführerinnen und Lokführer.

Dies zum einen, weil die geburtenstarken Jahrgänge ins Pensionsalter kommen, zum anderen, weil mit der heutigen Verkehrsentwicklung noch mehr Lokpersonal benötigt wird. Bis 2024 besteht ein zusätzlicher Bedarf von rund 900 Stellen. Erfreulicherweise ist das Interesse am «Traumjob Lokführerin oder Lokführer» gross. Von Oktober bis Dezember 2019 haben sich über 2000 Personen beworben. Die letztjährige Rekrutierungskampagne hat gezielt auch über 40-Jährige angesprochen; das Durchschnittsalter der Interessenten war 41. Nach Abschluss der 14- bis 16-monatigen Zweitausbildung fahren die frischgebackenen Lokführerinnen und Lokführer auf den schönsten Bahnstrecken der Schweiz.

Willst auch du mit der SBB die Schweiz bewegen?

Dann hier entlang: sbb.ch/lokpersonal.

Für eine allgemeine Jobsuche bei der SBB besuche sbb.ch/jobs.

Dieser Artikel erschien ursprünglich im Reisemagazin «via». Das Magazin erscheint sechs Mal pro Jahr und liegt an beinahe jedem Bahnhof in der Schweiz aus. In den Zügen hängt das Heft oftmals über den Sitzen: ein Blick hinein lohnt sich!