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Wofür eine kleine, blaue Tafel an Bahnübergängen gut ist

Kleine Dinge können einen grossen Einfluss haben. Auch auf die Sicherheit. Wie etwa eine Tafel mit den Orts- und Kilometerangaben bei Bahnübergängen.

Manfred Schaffer und die blaue Standorttafel eines Bahnübergangs.
Manfred Schaffer und die blaue Standorttafel eines Bahnübergangs.

Manfred Schaffer ist seit 40 Jahren für die SBB unterwegs. Heute fungiert er als Einsatzleiter des Lösch- und Rettungszugs der Region Bern, der in Ostermundigen stationiert ist. Im Raum Burgdorf war ihm vor längerer Zeit aufgefallen, dass bei einzelnen Bahnübergängen am Mast des Blinksignals eine Tafel hing. Auf blauem Grund standen in weisser Schrift der Flurname und die exakte Kilometerangabe innerhalb des Schweizer Bahnnetzes.

Zeit gewinnen, wenn Auto stecken bleibt

Manfred Schaffer kombinierte blitzschnell: Die Bezeichnung erlaubt es Ortsunkundigen, ihren Standort zweifelsfrei zu bestimmen. Insbesondere in Gebieten, wo sich auf kleinem Raum gleich mehrere Bahnübergänge befinden. Dies kann von Nutzen sein, wenn jemand melden will, dass zum Beispiel ein Barrierenholm beschädigt ist oder eine der roten Lampen des Blinklichts nicht mehr brennt.

Eine weit grössere Bedeutung erhält die eindeutige Lokalisation, wenn ein Auto auf dem Bahnübergang stecken bleibt. In einem solchen Fall ist entscheidend, dass nicht wertvolle Zeit durch Standortabklärungen verloren geht. «Mit den genauen Koordinaten kann die Leitstelle die Lokführer von herannahenden Zügen rechtzeitig warnen und so schlimmstenfalls eine Kollision verhindern», betont Manfred Schaffer.

Von Bern hinaus in die Schweiz

Wie sich herausstellte, hatte die BLS die Tafeln an den Bahnübergängen, für deren Unterhalt sie zuständig ist, angebracht. Eine Idee, die Manfred Schaffer nachahmungswürdig fand. Er schlug kurzerhand vor, auch die Bahnübergänge auf dem SBB Netz mit den Standortschildern auszurüsten. Inzwischen prangen die Tafeln an verschiedenen Übergängen in der Region Bern, den Weg hinaus in die restliche Schweiz haben sie aber noch nicht gefunden. Wie dies erreicht werden könnte, wird nun geprüft. Manfred Schaffer ist zuversichtlich, dass die kleine Massnahme ihre Wirkung noch wird vergrössern können.

«Kleine Ursache – grosse Wirkung»:
So heisst die Kampagne der SBB für Sicherheit und Qualität mit Geschichten aus dem Arbeitsalltag von Mitarbeitenden. Mehr Informationen finden sich auf www.sbb.ch/sicherheit-qualitaet