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Wüstenschiff ahoi: Ein Tagesausflug in den Orient

Djerba? Sahara? Oberglatt bei Zürich! Ein Besuch auf Ben’s Kamelfarm fühlt sich an wie ein Tag Ferien im Morgenland. Hier reitet man wie in «1001 Nacht» der Sonne entgegen und geniesst orientalische Gastfreundschaft vom Feinsten.

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Vom Zürcher Hauptbahnhof aus erreicht man Ben’s Kamelfarm in gut einer halben Stunde mit S-Bahn und Bus. Kaum auf dem Gelände angekommen, spürt man, dass hier eine besondere Energie herrscht. Umgeben von sattem Grün grasen friedlich einige Kamele neben ihrem Stall. Sie kauen bedächtig und geben ab und zu ein paar sonore, kehlige Laute von sich. Die Ruhe und Gelassenheit der äusserst sozialen Tiere überträgt sich unweigerlich auf die eigene Stimmung. Zuschauen, durchatmen und einfach wirken lassen.

Bens Herzenstiere

Auf Ben’s Kamelfarm ist die Begrüssung Chefsache. Der als Beduine in der südtunesischen Sahara aufgewachsene Besitzer der exotischen Tiere stellt sich als Ben vor. Sein eigentlicher Vorname ist jedoch Kamel, sein Nachname Ben Salem. Hier ist also Nomen Omen: Wenn Ben von seinen Kamelen erzählt, leuchten seine Augen und er gerät ins Schwärmen. Als er vor 20 Jahren in die Schweiz gekommen ist, hat er sich zuerst in anderen Berufen versucht und ist letztlich dem Ruf seines Herzens gefolgt. Seine Familie züchtet bereits in der vierten Generation Kamele. Dieses Erbe trat er 2004 an – statt in der Sahara jedoch im zürcherischen Oberglatt.

Hoch zu Kamel

Wer erwartet, dass auf den Wüstenschiffen hoher Seegang herrscht, täuscht sich. Sitzt man einmal fest im Sattel, schaukelt man angenehm und gemächlich vorwärts. Das liegt daran, dass die Langbeiner im Passgang unterwegs sind, die Beine einer Seite also stets gleichzeitig angehoben werden. Nachdem man mit dem ranghöchsten «Kamel», Ben, und seinen gesattelten Herdenfreunden als Karawane durch die Weiten Oberglatts gestreift ist, führt einen der engagierte Gastgeber durch den Stall. Dabei entgeht aufmerksamen Besuchern nicht, dass die arabischen Namen aller 27 Kamele auf der Farm mit «S» beginnen – eine Huldigung an Bens alte Heimat, die Sahara, sowie an seine neue, die Schweiz.

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Speichern Kamele Wasser in den Höckern?

Während der Stallführung erfährt man von Ben alles, was man über Kamele wissen will. Zum Beispiel, dass «Kamel» ein Überbegriff ist. Die Tiere mit den zwei Höckern nennt man Trampeltiere, die einhöckrigen Dromedare. Neben Trampeltieren und Dromedaren, den sogenannten Altweltkamelen (ursprünglich aus dem arabischen Raum und Zentralasien), gibt es auch noch die südamerikanischen Neuweltkamele. Dazu zählt man die höckerlosen Lamas, Alpakas, Guanakos und Vikunjas.

Apropos Höcker: In diesen speichern Kamele nicht Wasser, sondern Fett als Vorrat für lange Wüstentrips. Dennoch kann ein durstiges Kamel innerhalb von 15 Minuten 200 Liter Wasser trinken und gemäss Ben bis zu drei Monate ohne zu trinken unterwegs sein. Dabei können die Paarhufer bis zu 300 Kilogramm schwere Lasten tragen. Wie robust die Tiere sind, beweist auch ihre Anpassungsfähigkeit: Temperaturen von minus 30 bis plus 40 Grad Celsius sind für die Kamele kein Problem.

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Fladenbrot, Nomadentee und Kamelmilch-Glace

Ganz so heiss wird es in der Region Zürich zum Glück nicht. Erfrischend angenehm und gleichzeitig eine kulinarische Reise für den Gaumen sind die servierten Köstlichkeiten zum Ende des Besuchs auf Ben’s Kamelfarm dennoch. Der süsse Nomadentee, eine Mischung aus Grün- und Pfefferminztee, passt hervorragend zu den würzig gefüllten Nomadenfladenbroten. Wer sich zum Schluss noch etwas Besonderes gönnen möchte, dem sei die exklusive Glace aus Kamelmilch ans Herz gelegt. So kann man sich den Tagesausflug in den Orient noch ein letztes Mal auf der Zunge zergehen lassen.

Anreise nach Oberglatt

Mit der S9 von Zürich HB nach Oberglatt, danach weiter im Bus Nummer 504 nach Oberglatt ZH, Bälen und zu Fuss (ca. 8 Minuten) bis zu Ben’s Kamelfarm. Tipp: Kaufen Sie Ihre Billette früh und reisen Sie in der Nebenverkehrszeit. So profitieren Sie eventuell von Sparbilletten mit bis zu 70 Prozent Rabatt auf die ÖV-Reise.

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