Champ-Pittet – das Tor zum Naturreservat am Neuenburgersee

Wo liegt ein Viertel der Auenwälder des Schweizer Mittellands? Im Naturreservat La Grande Cariçaie am Neuenburgersee. Die Gärten und Ausstellungen im Pro Natura Zentrum Champ-Pittet bei Yverdon sind der ideale Ausgangspunkt für eine Entdeckungsreise auf Wander- und Velowegen.

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Der Neuenburgersee ist der grösste, komplett in der Schweiz gelegene See – und der einzige, der noch ein grösseres, naturbelassenes Ufer besitzt. Dieses Südufer nämlich besteht auf ca. 40 km Länge aus der Grande Cariçaie, dem grössten Seeuferfeuchtgebiet der Schweiz. Am besten startet man mit seinem Ausflug in Yverdon-les-Bains – genauer gesagt im Pro Natura Zentrum Champ-Pittet, das praktischerweise sogar seinen eigenen Bahnhof besitzt. Ab Bern müssen mit dem Zug rund anderthalb Stunden eingeplant werden, ab Lausanne nur etwa 35 Minuten.

Historisches Erbe und aussergewöhnliche Natur

Nach nur 200 m Fussweg vom Bahnhof Yverdon-Champ Pittet gelangt man auch schon zum Pro Natura Zentrum, dem ehemaligen Schloss Champ-Pittet aus dem 18. Jahrhundert. Vor gut 40 Jahren wurde es vom damaligen «Schweizerischen Bund für Naturschutz» gekauft und renoviert und schliesslich 1985 eröffnet.

Das Gebäude beherbergt neben einem Restaurant und einem Shop auch eine Ausstellung im Dachgeschoss, die, in Abhängigkeit von den bis dahin noch geltenden Einschränkungen durch das Coronavirus, im September eröffnet werden wird. In der interaktiven Schau werden Kinder hier die Insekten der Nacht entdecken können. Anfassen ausdrücklich erwünscht.

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800 Pflanzen- und 10 000 Tierarten

Die eigentliche Attraktion von Champ-Pittet aber befindet sich natürlich draussen. Die Grande Cariçaie ist Heimat für ein Viertel der Schweizer Tier- und Pflanzenarten – darunter zahlreiche seltene und bedrohte Arten. Viele davon lassen sich von den befestigten Wanderwegen durch die grosse Moorlandschaft aus beobachten. So kann es passieren, dass man einem Haubentaucherpärchen beim Brüten zuschaut – aus nur wenigen Metern Entfernung. Oder man erspäht hinter einer der zahlreichen Wegbiegungen einen versteckt lebenden Reiher.

Es gibt einen Gartenpfad durch die drei thematischen Gärten am Schloss, einen kühlen Waldpfad, der zu einem Tümpel am Rande des Guts Champ-Pittet führt sowie den Uferpfad über Weiher und Feuchtwiesen. Am Wasser befinden sich auch das Observatorium – der ideale Ort, um Vögel zu beobachten – und der neue Beobachtungsturm mit Panoramablick über das Naturschutzgebiet.

Wer noch mehr von der Grande Cariçaie sehen möchte, kann auch dem «Sentier de l'Escarbille» folgen, der vom Bahnhof Yverdon, vorbei am Zentrum Champ-Pittet, bis nach Yvonand führt, durch Wälder und Erlenauen, vorbei an Wasserfällen und Lichtungen.

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Ideal für Familien und Schulen

Tipp: Für Familien mit Kindern oder Schulklassen werden im Pro Natura Zentrum zwei thematische Schnitzeljagden durch das Naturschutzgebiet angeboten, bei denen auf rund 20 Posten Rätsel zu lösen sind. Auch spezielle Kinderführungen sind auf Anfrage möglich und sogar Kindergeburtstage können in diesem ganz besonderen Rahmen organisiert werden.

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