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Auf urgeschichtlichen Pfaden durchs mystische Kaltbrunnental

Im Kaltbrunnental wird der sommerliche Spaziergang zum angenehm erfrischenden Erlebnis für Körper und Geist. Während man geschützt vom Blätterdach des Waldes am Ibach entlang wandelt, wird man das Gefühl nicht los, dass hier einem durchaus Fabelwesen begegnen könnten.

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Im Halbstundentakt fährt die S3 auf der Strecke Basel–Laufen in 18 Minuten nach Grellingen. Von hier aus führt ein romantischer Spaziergang entlang von Bahngleisen und der Birs in Richtung Kaltbrunnental oder «Chaltbrunnental», wie es auf dem Wegweiser mit Lokalkolorit bezeichnet wird. Am Eingang des Tals, beim Chessiloch, die erste geschichtsträchtige Station: der Wappenfelsen. Während Schweizer Grenzsoldaten im Ersten Weltkrieg die strategisch wichtige Eisenbahnbrücke bewachten, haben sie Wappen, Bataillonsbezeichnungen und weitere Bilder auf einen riesigen Felsen gemalt.

Zauberhafter Waldweg

Geschichtlich beziehungsweise urgeschichtlich geht es dann auch gleich weiter. Das Chessiloch bildet gleichzeitig den Eingang zu einem Waldstück, das wie ein Reich von Feen und Kobolden anmutet. Von Moos überwachsene Steine und Felsen, Farne, Sträucher und Bäume säumen den Weg und malen eine Umgebung, wie man sie sonst nur aus Fantasyfilmen kennt. Der kurze Fussweg führt vorbei an kleinen, plätschernden Wasserfällen, über verträumte Brücken bis zu den ersten Stationen des so genannten Karstlehrpfads (zwischen Grellingen und Zwingen), der vom lokalen Höhlenforscherverein mit lehrreichen Tafeln bestückt wurde. Darauf erfährt man zum Beispiel, dass die Eingangsbereiche der Höhlen den altsteinzeitlichen Menschen – wie zum Beispiel den Neandertalern – als Unterschlupf dienten. Oder welche Einflüsse die teilweise abrupten Klimaschwankungen während der letzten Million Jahre auf Flora und Fauna hatten.

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Auf Spurensuche mit dem «Steinzeit-Detektiv»

Dass hier vor tausenden Jahren tatsächlich Menschen lebten, weiss auch Ingmar M. Braun, seines Zeichens Archäologe und Steinzeitspezialist, zu bestätigen. Der im Raum Basel aufgewachsene «Steinzeit-Detektiv» war schon in seiner Kindheit begeistert von den archäologischen Funden in dieser Gegend. Einige Anschauungsobjekte solcher altsteinzeitlicher Werkzeuge hat er gleich mitgebracht und erklärt mit den leuchtenden Augen des Jungen von damals, wieso das Kaltbrunnental mit seinen Höhlen teilweise international bedeutende Fundstellen beherbergt. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurden bei Ausgrabungen aus Knochen und Geweih gefertigte Nähnadeln und Harpunen, Speerspitzen und Werkzeuge aus Silex, einem feuersteinartigen Gestein, gefunden. Solche Grabungen sind heute ausschliesslich Archäologen vorbehalten, wie Ingmar M. Braun mahnt.

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Verspielte Karstlandschaft

Das Kaltbrunnental ist geprägt von dem sogenannten Karst. Das bedeutet, Niederschläge modellieren die Landschaft, indem sie die wasserlöslichen Gesteine der Region ausschwemmen, wodurch Höhlen und Schächte entstehen. So erlangt die Gegend ihr typisches Antlitz, wo immer wieder Bäche verschwinden und an anderen Orten auftauchen. Spielerisch, als würden sie an die Oberfläche treten, um ihre Gäste zu begrüssen und danach wieder in die Tiefen der Gesteine abzutauchen, um die Ruhe zu geniessen.

Der grösste Bach entlang der Wanderstrecke durch das Kaltbrunnental ist der Ibach, der beim Chessiloch in die Birs mündet. Er begleitet den im Sommer angenehm kühlen, vom Blätterdach geschützten Pfad, und lädt dann auch geradezu ein, kleine Staudämme zu bauen. Wer den ganzen Karstlehrpfad unter die Füsse nehmen möchte, muss dafür etwa mit drei Stunden rechnen. Unterwegs kann man jedoch immer wieder innehalten, picknicken und Bilder von der mystischen Umgebung schiessen, sodass daraus gut und gerne ein Tagesausflug wird.

Anreise ins Kaltbrunnental

Mit der S3 von Basel SBB nach Grellingen oder Zwingen und danach zu Fuss weiter durchs mystische Kaltbrunnental. Tipp: Kaufen Sie Ihre Billette früh und reisen Sie in der Nebenverkehrszeit. So profitieren Sie eventuell von Sparbilletten mit bis zu 70% Rabatt* auf die ÖV-Reise.

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