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Vom Bürostuhl auf den Bikesattel am Flumserberg

Am Flumserberg darf Susanne von RailAway anlässlich des 20-Jahr-Jubiläums in Erfahrung bringen, was es braucht, damit das Kombi-Angebot «Bikerberg Flumserberg» zum Erlebnis wird. Dafür tauscht sie ihren Bürostuhl in Luzern gegen den Velosattel beim RailAway-Partner in der Ostschweiz.

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Mit der ersten Gondelbahn um 7.30 Uhr schwebe ich von Unterterzen in nur 20 Minuten hinauf auf Tannenboden, wo mich Marco Brunner freudig in Empfang nimmt. Seit 15 Jahren lebt der gebürtige Solothurner am Flumserberg und ist mittlerweile Abteilungsleiter «Beschneiung & Bike». Zusammen mit einem 14-köpfigen Team ist er im Sommer für die Biketrails und den «Cliimber» zuständig.

Die 13 Abfahrtskilometer der Bike-Strecken werden täglich von den Crewmitgliedern kontrolliert. Sogleich werde auch ich mit Bike, Helm und Schonern ausgestattet. «BlueSalamander» ist der einfachste und meistbefahrene Trail», erklärt mir Marco auf dem Weg zum Streckenstart. «Was für ein Einstieg in den Arbeitstag», denke ich.


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Marcos routinierter Blick erfasst sofort Stellen, die ausgebessert werden müssen. Und immer wieder gilt es, Äste oder lose Steine aus dem Weg zu räumen. Andernorts müssen die Absperrbänder festgezurrt werden und ich erfahre, welche Schäden durch die Witterung oder Kühe auf den angrenzenden Weiden entstehen können. Arbeiten, die nicht gleich bei der Kontrollfahrt erledigt werden können, bearbeiten wir später mit dem nötigen Werkzeug.

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Bei meinem Besuch gibt es nicht viel auszubessern und die Trails werden rasch via App freigegeben. In dieser mobilen Checkliste sind alle Arbeiten erfasst, die täglich anfallen, aber auch solche die monatlich oder nur einmal pro Saison anstehen. «Die Entwicklung der App hat viel Zeit gekostet, doch jetzt ist sie eine grosse Hilfe – so geht nichts vergessen», meint Marco, der sowohl beim Bau der Biketrails mitgewirkt hat.

Viele der Crewmitglieder arbeiten ganzjährig am Berg und können für verschiedenste Arbeiten eingesetzt werden. Ich lerne nach der Kontrolle der Trails die Crew kennen, die heute beim Cliimber eingeteilt ist. Beim Kletterturm auf Prodalp wird um 9.30 Uhr eine angemeldete Gruppe erwartet. 100 Kletterstationen gilt es zu prüfen, bevor die ersten Gäste sich in unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden austoben können.

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Auch Aushilfe leisten bei den Seilbahnkollegen gehört zum Einsatzgebiet der Crew. So werden die Mittagspausen der Kollegen überbrückt; der Arbeitsalltag wird noch abwechslungsreicher. Diese Vielfalt ist es denn auch, die Marco an seiner Arbeit besonders schätzt. Als gelernter Forstwart legt er gerne selbst Hand an und baut die Trails mit aus. Die Linienführung, die in Zusammenarbeit mit Mountainbike-Profi René Wildhaber entstanden ist, wird beibehalten. Aber Rückmeldungen von Gästen und den Landbesitzern sollen das Angebot für alle noch besser machen. So entstand der «Laufrädli-Parcours» für die kleinsten Biker und immer wieder sind neue Sprünge auf den Trails möglich. «Den Austausch mit den Leuten mag ich sehr, und wenn man den Kids die Freude am Biken ansehen kann, ist das einfach grandios», schwärmt Marco.

Auch am «Cliimber» werden regelmässig neue Elemente eingebaut und so geht’s für Marco am Nachmittag in die Werkstatt, wo eine ausrangierte Kabine der alten Gondelbahn umfunktioniert wird. Eine kreative Arbeit und die meiste Zeit unter freiem Himmel. «Wenn’s regnet, schneit oder gar ein Unfall passiert, sind wir schon anders gefordert», meint Marco auf meine Frage, was denn besonders herausfordernd sei. Doch die Biker seien zäh, und zum Glück gebe es selten Unfälle. Der Umgang untereinander ist respektvoll, auch zwischen Wanderern und Bikern gebe es kaum Unstimmigkeiten. «Hier am Flumserberg gibt’s genügend Platz und Möglichkeiten, damit sich alle austoben oder Ruhe finden können», sagt Marco.


Susanne Reber

Biken mit Susanne am Flumserberg

Seit acht Jahren ist Susanne bei RailAway tätig. Ihre Erfahrung, die sie als Markt- und Salesmanagerin sammeln konnte, lässt sie aktuell als Projektleiterin ins Partnermanagement einfliessen, wo sie unter anderem für das Partnerprogramm verantwortlich ist.