6 Tipps für die Vorbereitung zum Vorstellungsgespräch

Die richtige Vorbereitung eines Vorstellungsgesprächs ist das A und O. Sie kann sogar über eine Zu- oder Absage entscheiden. Was heisst das aber konkret? Oliver Perren ist verantwortlich für das Recruiting bei der SBB und weiss genau, worauf Arbeitgeber bei den Gesprächen achten.

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Nach der schriftlichen Bewerbung ist das persönliche Vorstellungsgespräch ein weiterer Schritt zum neuen Job. Doch ausruhen können sich Bewerberinnen und Bewerber noch nicht. «Für die Vorbereitung sollte sich die bewerbende Person schon eine bis zwei Stunden Zeit nehmen. Denn wir wollen spüren, dass sie sich mit der SBB auseinandergesetzt hat», erklärt Oliver Perren, Verantwortlicher Recruiting bei der SBB. Für den Experten sind die folgenden sechs Tipps in der Vorbereitung entscheidend:

1. Die wichtigsten Informationen zum Unternehmen recherchieren

Heutzutage finden sich alle benötigten Informationen zum Unternehmen im Internet. Ein Besuch auf der Firmenwebseite lohnt sich allemal. So sind bei der SBB beispielsweise viele nützliche Informationen zur Arbeitgeberin aufgeschaltet. Es ist wichtig, dass sich Bewerberinnen und Bewerber mit dem Unternehmen identifizieren können. Das «feu sacré» ist bei den Bähnlern sehr wichtig.

2. Die Selbstpräsentation gut vorbereiten

Genauso wie der Kandidat ist auch der Personaler für das Gespräch vorbereitet. Die Selbstpräsentation zu Beginn des Vorstellungsgesprächs soll also nicht eine chronologische Wiedergabe des Lebenslaufs sein. «Dieses Wissen habe ich als Recruiter bereits bei der Bewerbung erfahren.» Interessant sind Stationen, Erfahrungen und Beispiele, die für den neuen Job von Bedeutung sind.

3. Kompetenzen und Herausforderungen vergangener Jobs reflektieren

Für Führungskräfte und Recruiter ist fast am Wichtigsten zu hören, was die Kandidatinnen und Kandidaten für diese Stelle motiviert. Ebenfalls soll man die mitgebrachten Kompetenzen inklusive prägnanter Beispiele aus vergangenen Jobs aufzeigen können. Auch erwartete Herausforderungen dürfen ungeniert genannt werden. «Bei der SBB suchen wir keine perfekten Kandidaten, viel mehr schätzen wir eine objektive Selbstreflektion », so Oliver Perren.

4. Eigene Fragen mitbringen

Beim Vorstellungsgespräch soll auch die SBB als potenzieller Arbeitgeberin Fragen beantworten müssen. Denn wer sich für ein Unternehmen interessiert, hat Fragen zu den Aufgaben und zur Arbeitgeberin. «Dafür stehen bei der SBB jeweils rund 15 Minuten zur Verfügung. Die Kandidaten sollen diese nutzen, um ihre vorgängig aufgeschriebenen Fragen zu stellen.». Spontane Fragen haben in einem guten Gespräch ebenfalls Platz. Das zeigt auch symbolisch eine ordentliche Vorbereitung und wirkliches Interesse. Also unbedingt einen Block oder ein Tablet mitnehmen.

5. Passend für den jeweiligen Job kleiden

Ein gepflegtes Erscheinen ist bei jedem Vorstellungsgespräch ein Muss. Einen Einfluss auf die Kleiderwahl hat natürlich auch das jeweilige Berufsbild. Für Gespräche bei der SBB kann aber getrost auf die Krawatte verzichtet werden – egal ob Kader oder Mitarbeiter.

6. Die Anreise früh genug planen

Der letzte – wenn nicht entscheidente – Schritt vor dem Bewerbungsgespräch ist die sorgfältige Planung der Anreise. «Zu spät eintreffen ist ein absolutes No-Go. Deshalb lieber im Voraus schauen, wie der Ort zu erreichen ist und einige Minuten zu früh eintreffen. So bleibt auch Zeit, um die Notizen durchzulesen.» Bei der SBB sind übrigens alle Büros gut mit dem ÖV erreichbar.

Gegenseitige Erwartungen abholen

Für Oliver Perren ist es wichtig, dass die Bewerbenden keine Maske aufsetzen: «Wir merken schnell, ob sich jemand Gedanken zum Job gemacht hat oder nicht. Der Kandidat soll Mensch sein, sich selbst reflektieren und auch selbstkritisch sein.» Denn im Gespräch geht es darum, die gegenseitigen Erwartungen abzuholen und diese offen zu legen. «Wir möchten spüren, ob die Kandidatin mit uns etwas Grosses entwickeln und was bewegen möchte.» Für Oliver ist ein Bewerbungsgespräch dann optimal gelaufen, wenn er aus dem Sitzungszimmer geht und zu sich sagt: «Ob für diese Funktion oder für eine andere, diese Kandidatin muss zur SBB wechseln!»

Der Experte rät: «Mit den Informationen auf der Job-Website der SBB können sich Interessenten optimal auf Ihr Vorstellungsgespräch vorbereiten. In Blogs, Fachartikeln und sonstigen Plattformen lässt sich weiteres relevantes Wissen finden. Um solche Inhalte zu erhalten, vernetzt man sich am besten mit Personen aus dem Unternehmen – beispielsweise über LinkedIn oder Xing.»

Mit diesen sechs Tipps bist du für das nächste Vorstellungsgespräch gewappnet. Versuch es doch bei uns. Die SBB bietet über 150 vielfältige Berufsmöglichkeiten. Informiere dich jetzt über offene Stellen: www.sbb.ch/jobsuche.