Die Ausbildung eines Polizeihundes beginnt, sobald der Hund beim Diensthundeführer oder der Diensthundeführerin ist. Sie erfolgt in mehreren Phasen, die sich am Alter und Entwicklungsstand des Hundes orientieren.
In der Grundausbildung werden Gehorsamsübungen durchgeführt, Sicherheit in täglichen Situationen und an Örtlichkeiten vermittelt sowie eine starke Bindung zum Hundeführer aufgebaut. Anschliessend folgt das Training der Nasenarbeit, wie zum Beispiel die Fährtenarbeit, bei welcher der Hund lernt, Gerüche und Spuren zu verfolgen. Der Hund wird so Schritt für Schritt zum Schutzhund – dem Allrounder der Polizeihunde – ausgebildet.
Wolf ist jetzt sechs Monate alt und mitten in seiner Ausbildung. Aktuell trainiere ich mit ihm etwas schonend, da er sich im Zahnwechsel befindet und daher nicht gut mit den Zähnen arbeiten kann. So pausieren wir im Moment praktisch alle Schutzdienstausbildungen.
Aber wir fördern in dieser Zeit die Nasenarbeit im Bereich der Bodenverletzungsfährte (Anmerkung der Redaktion: Fährten von mechanischen Spuren wie Fussabdrücke), der Personensuche im Freien und im Gebäude und der Gegenstandssuche. Auch Lauffreudigkeit trainiere ich mit Wolf. Einfach alles Arten von Training, bei dem ich ihn mit Futter belohnen kann, aber seine Zähne nicht belastet werden.
Nach seinem Zahnwechsel trainieren wir dann langfristig für die Polizeihundeprüfung, um ihn schliesslich als Schutz- und Betäubungsmittelspürhund einzusetzen.








