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TMS organisiert sich als Programm
Innovation
TMS organisiert sich als Programm

Das für SBB Infrastruktur zentrale Digitalisierungsvorhaben TMS (Traffic Management System) gibt sich eine Programmorganisation. Mit dieser will Infrastruktur die Governance, das Projektmanagement und die Projektsteuerung von TMS weiterentwickeln, um für die nächsten Umsetzungsschritte gerüstet zu sein. Derzeit läuft die Rekrutierung der Programmleitung, Joachim Schöpfer übernimmt ad interim.

Demian Halter (Text)Frank Schwarzbach (Fotos)

Eine Person zeigt mit dem Zeigefinger auf einen Monitor.

Vor dem Hintergrund der angespannten finanziellen Lage investiert die SBB in die Digitalisierung der Bahninfrastruktur: Die Digitalisierung ermöglicht der SBB, die treibende Kraft in Bezug auf Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz zu sein. Und sie hebt das Kundenerlebnis auf ein neues Niveau. Ein für SBB Infrastruktur zentrales Element in diesen Bestrebungen ist das Digitalisierungsvorhaben TMS («Traffic Management System»). TMS, das bereits heute Wirkung entfaltet, setzt die Tradition der digitalen Innovation fort.

Neue Roadmap, neue Organisation

Im letzten Jahr haben die Verantwortlichen eine neue Roadmap für TMS definiert: Die Einführung des neuen Tools für die Trassenplanung (Vorhaben «Capacity Management 1», CM1) ist neu mit dem Fahrplan 2031 vorgesehen, während der vollständige Rollout der Module «Rangieren mit TMS» und «automatisierte Konfliktbereinigung» ab 2030 geplant ist. Um im Projektverlauf von TMS die vielfältigen Stakeholder und Partner zielorientiert einzubinden, mit der komplexen und branchenweiten Einführung von CM1 umgehen zu können und die Governance sowie Projektmanagement und -steuerung zu optimieren, wird eine Programmorganisation für TMS etabliert. Diese wird ab diesem Jahr laufend umgesetzt. Sie verantwortet etwa die übergreifend abgestimmte Umsetzung der verschiedenen TMS-Elemente, monitort Fortschritt, Risiken sowie Wirkung von TMS und ist zuständig für das Stakeholdermanagement in Richtung Partnerorganisationen (BLS, SOB, tpf, Trassenvergabestelle sowie BAV). Die Rekrutierung der Programmleitung läuft.

Joachim Schöpfer übernimmt Programmleitung interimistisch

Bis die Person nominiert ist, die künftig für die Programmleitung von TMS verantwortlich zeichnet, übernimmt Joachim Schöpfer, Leiter Fahrplan und Betrieb, ad interim. Er hält fest: «Auch für die nächsten Etappen in der Umsetzung von TMS müssen Business und IT Hand in Hand arbeiten und am gleichen Strick ziehen.» Die Programmorganisation wird denn auch die weiterhin umsetzungsverantwortliche «Digital Solutions Trassen» erweitern und nicht ersetzen. Joachim betont: «TMS ist ein strategisch höchst relevantes Vorhaben mit sehr hoher Wirkung auf alle Beteiligten in der Bahnproduktion. Unsere Ziele erreichen wir, indem wir TMS partnerschaftlich und auf Augenhöhe vorantreiben. Ich danke allen Involvierten herzlich für ihr grosses Engagement – gestern, heute und morgen.»

Was ist TMS?

Das Traffic Management System (TMS) ist eine Digitalisierungsinitiative zur durchgängigen Unterstützung der Prozesse des Kapazitätsmanagements von der Fahrplanerstellung bis zur Betriebsführung. Ziele sind die Verbesserung von Sicherheit, Stabilität, Kapazitätsnutzung, Effizienz und Flexibilität über die gesamte Prozesskette. Die Kernsysteme RCS (Betriebsführung) und NeTS (Fahrplanerstellung) sind heute bereits unverzichtbare Pfeiler, um das Schweizer Bahnsystem in der aktuellen Qualität nahe an der Kapazitätsgrenze zu planen und zu betreiben. TMS ist für SBB Infrastruktur ein zentrales Element zur weiteren Digitalisierung.

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