Die Effizienz zu steigern und dank neuer digitaler Geschäftsmodelle viel individueller und persönlicher auf Kundenbedürfnisse einzugehen. Nehmen wir den Reiseplaner SBB Mobile: Er wird zur intermodalen Mobilitätsplattform für die ganze Schweiz weiterentwickelt. Die Automatisierung im Güterverkehr ersetzt viele manuelle Prozesse. Mit «SmartRail 4.0» wollen wir zusammen mit anderen Bahnen dank neuen Technologien die Kapazität um bis zu 30 Prozent steigern und die Kosten massiv senken: mehr Züge, ein dichterer Fahrplan mit weniger Störungen und eine bessere Kundeninformation zu weniger Kosten – das ist die Bahntechnik der Zukunft.
Am 21. November 2017 findet der erste Digitaltag für die Schweizer Bevölkerung statt. An der heutigen Medienorientierung von digitalswitzerland in Zürich war auch SBB CEO Andreas Meyer dabei. Im Interview erklärt Meyer, welche Chancen er in der Digitalisierung sieht.

Digitalisierung ist herausragender Innovationstreiber für Gesellschaft und Wirtschaft. Es wird möglich, mit weniger mehr zu machen und dies erst noch besser. Das erschliesst grosse volkswirtschaftliche Potentiale. Digitalisierung hat deshalb enorme Bedeutung für unser Land. Und die Schweiz hat beste Voraussetzungen, um diesen Umbruch erfolgreich zu gestalten und sicherzustellen, dass alle davon profitieren. Wirtschaft und Wissenschaft wollen die digitale Transformation mit konkreten und koordinierten Projekten voranbringen. Dafür wurde der digitale Aktionsplan für die Schweiz gestartet und zwar vom Beirat des Bundesrats für digitale Transformation und unterstützt von digitalswitzerland. Ich engagiere mich persönlich stark dafür.
Ja, absolut! Wir sollten ob all der Chancen nicht einem «digitalen Hype» verfallen und dabei die Basis unseres Geschäftes vergessen – Pünktlichkeit, Sicherheit und Netzzustand bleiben unser Fundament. Den Fragen und Ängsten zur Digitalisierung müssen wir uns stellen. Demnächst treffe ich zusammen mit SBB Personalchef Markus Jordi und dem Leiter Zugführung Mani Haller in Olten Lokführer. Ich möchte mit ihnen diskutieren, wie sich ihr Beruf mit der Digitalisierung verändert. Das ist für mich ein Auftakt: Ich will mit weiteren Berufsgruppen den Dialog führen. Denn viele Berufsbilder verändern sich mit der Digitalisierung. Wir können Chancen nutzen, müssen aber das Richtige tun – unsere Mitarbeitenden mit ihrem grossen Wissen sind deshalb zentral. Wir haben jetzt die Möglichkeit, die Arbeitswelt der Zukunft gemeinsam zu entwickeln.
Das sehe ich anders. Der Lokführer wird andere Aufgaben übernehmen als heute, noch mehr überwachende beispielsweise, da die Technik viel Routinearbeit abnehmen kann. Ich bin überzeugt: Wir werden noch sehr, sehr lange Personal auf unseren Zügen haben.
Zwei Dinge: Erstens Erlebnisse in Sachen Digitalisierung ermöglichen. Konkrete Beispiele zeigen, was dank Digitalisierung schon heute möglich ist. Wie den
Zweitens, und das ist mir wichtiger als die tollste Digitalisierungs-Show: Den Dialog führen mit der Bevölkerung, mit Mitarbeitenden, mit Sozialpartnern, mit Politikern – und zwar über die Chancen, aber auch die Risiken der Digitalisierung.
Weitere Informationen zum Digitaltag 2017 finden Sie



