Der Sommer war bisher heiss bei der SBB und für viele Mitarbeitenden wichen die Ferien einem Sondereinsatz für den Sommerfahrplan. Hunderte waren stark gefordert: Lok- und Zugpersonal wurde neu eingeteilt, über 95 Prozent der Fernverkehrszüge mussten neu geplant werden, zahlreiche Kollegen trotzten auf den Baustellen der Hitze und viele Mitarbeitende meldeten sich freiwillig zu Einsätzen als Kundenlenker.
Für Kunden und Mitarbeitende war der Sommer intensiv: Drei Grossbaustellen und über 30 weitere Baustellen machten Geduld, Sonderefforts und den Sommerfahrplan nötig. Seit heute gilt wieder der reguläre Taktfahrplan. Ein grosses Dankeschön an alle Mitarbeitenden.

Die SBB hat dieses Jahr die Bauarbeiten gebündelt und mit Teil- und Totalsperren gearbeitet. So hat sie während acht Wochen effizient gebaut und damit Kosten und öffentliche Gelder gespart. Dank der Bündelung waren Anwohnerinnen weniger lange dem Baulärm ausgesetzt. Für die Kunden waren über den Sommer Fahrplananpassungen nötig. Insbesondere in der Westschweiz haben diese zu längeren Reisezeiten geführt. Der Sommerfahrplan selbst hat auch bei grosser Hitze gut funktioniert. Die Kundenpünktlichkeit lag bei 91,2 Prozent. Ob die SBB Bau- und Instandhaltungsarbeiten auch künftig mit einem Sommerfahrplan abwickelt, ist noch offen. Derzeit wertet die SBB den Sommerfahrplan 2018 detailliert aus.
Bauzeit: 7 Wochen bei Totalsperre statt 8 Monate bei laufendem Betrieb
Kostenersparnis dank Totalsperre: 14 Millionen Franken oder 25 Prozent der Gesamtkosten von 55 Millionen Franken
Das haben wir verbaut:
20 km Schiene
8 Weichen
15 816 Betonschwellen
27 000 Tonnen Kies
40 000 Tonnen Schotter
Bauzeit: 5,5 Monate (bei 6 Wochen Einspurbetrieb) statt 8 Monate
Kostenersparnis: 5.8 Millionen Franken oder 32 Prozent der Gesamtkosten von 18.1 Millionen Franken
Das haben wir verbaut:
6 km Schiene
9930 Betonschwellen
3000 Tonnen Kiessand (Planumsschutzsschicht)
11 000 Tonnen Schotter
Bauzeit: 9 Monate (bei 5 Wochen Einspurbetrieb) statt 12 Monate
Kostenersparnis: 5 Millionen Franken oder 20 Prozent der Gesamtkosten von 24.2 Millionen Franken
Das haben wir verbaut:
4,3 km Schiene
7000 Betonschwellen
5000 Tonnen Kiessand (Planumsschutzschicht)
10 500 Tonnen Schotter


