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«Künstliche Intelligenz wird Arbeit interessanter machen»
«Künstliche Intelligenz wird Arbeit interessanter machen»

Künstliche Intelligenz wird unsere Gesellschaft verändern. Doch inwiefern wird sie die SBB und ihre Berufsbilder prägen? SBB News stellte zu diesem Thema Fragen an Professor Felix Oberholzer-Gee von der Harvard Business School.

SBB/CFF/FFS (Fotos)

Professor Felix Oberholzer-Gee von der Harvard Business School

Professor Oberholzer-Gee, was ist eigentlich künstliche Intelligenz?
Künstliche Intelligenz ist, wenn man einen Computer mit einer Menge verschiedener Variablen füttert, um die bestmögliche Prognose zu erhalten. Kurz gesagt: Künstliche Intelligenz liefert Prognosen.

Wie wird die künstliche Intelligenz unsere Gesellschaft verändern?
Menschen und Unternehmen sind vielen Unsicherheiten ausgesetzt. In einer Zukunft mit künstlicher Intelligenz gibt es weniger Unsicherheiten, da es viel bessere Prognosen darüber gibt, was passieren wird. Zum Beispiel können zukünftig bei einer Lokomotive - dank genauen Prognosen über deren Zustand - Wartungen gemacht werden, bevor irgendetwas passiert.

Gibt es weitere Beispiele, wie die SBB künstliche Intelligenz nutzen könnte?
Eins ist sicher: Viele Kundenkontakte, welche heute über das Telefon laufen, werden in Zukunft über Chatbots gemacht. Ein Chatbot ist ein Computer, mit welchem man sprechen kann.

Für Auskunft oder Billette werde ich also zukünftig einen Roboter anrufen?
Ja. Wenn ich ein normales, einfaches Billett möchte, rufe ich an und der Computer macht eine Prognose: Typischerweise, wenn ein Mensch eine bestimmte Abfolge von Lauten von sich gibt, bedeutet das: er will ein Zugbillett nach Bellinzona.

«Der Mensch muss weiterhin Entscheidungen treffen»
Professor Felix Oberholzer-Gee

Das heisst: Computer werden zukünftig Menschen ersetzen?
Da muss man vorsichtig sein. Sobald es kompliziert wird, ist der Mensch fantastisch, dem Computer weit überlegen.

In einem Callcenter sind beispielsweise die Antworten auf die meisten Anfragen dieselben. Aber dann gibt es komplexe Fälle, wo keine standardisierte Antwort weiterhilft. Dort wird der Mensch zukünftig die spannenden Aufgaben übernehmen. All die 0815-Sachen wird die Maschine machen. Daher wird Arbeit für den Menschen interessanter.

Zudem muss der Mensch weiterhin Entscheidungen treffen. Beispielsweise sagt der Computer: «Es besteht eine Wahrscheinlichkeit von drei Prozent, dass diese Lokomotive auf den nächsten 100 Kilometern ausfällt». Was der Mensch danach mit dieser Information macht, bleibt offen. Nimmt er die Lokomotive aus dem Verkehr? Repariert er sie? Oder geht er das Risiko ein und lässt sie im Betrieb? Was man aufgrund der Informationen vom Computer dann tatsächlich macht, bleibt in der Domäne des Menschen.

Hat die SBB denn bereits die nötigen Voraussetzungen, um das Potential der künstlichen Intelligenz zu nutzen?
Ja, das hat sie! Es gibt 50 Projekte bei der SBB, wo künstliche Intelligenz bereits eingesetzt wird. Die SBB als technische Organisation ist hier in einer hervorragenden Lage. Im Gegensatz zum Detailhandel beispielsweise, hat die SBB eine Menge Informatiker und Ingenieure, weshalb die Umsetzung auch viel erfolgsversprechender ist als bei anderen Unternehmen.

«Der Zug könnte gleichzeitig Verkaufsstand sein»
Professor Felix Oberholzer-Gee

Zum Schluss eine persönliche Frage: Wie stellen Sie sich das Pendeln in der Zukunft vor?
Wir werden uns zukünftig bewusster für oder gegen das Pendeln entscheiden. Wann ist es tatsächlich hilfreich, sich mit Leuten zu treffen und wann ist es nicht unbedingt nötig? Heute ist das Pendeln für die meisten Leute ein Muss, da die Arbeit oft nicht von zuhause aus erledigt werden kann. Aber dies wird sich sicher verändern.

Und was ist eigentlich ein Zug? Ein Zug ist ein Raum, der sich durch die Landschaft bewegt. Ich habe grosse Hoffnungen, dass sich die Art der Benutzung, aber auch das Verhalten in diesem Raum grundsätzlich verändern wird. Stell dir vor: Der Zug könnte zukünftig gleichzeitig eine Art Wohnzimmer oder ein Verkaufsstand sein!

Professor Felix Oberholzer-Gee führte am vergangenen Wochenende einen Workshop zum Thema «Mit Prozessorientierungen zur integrierten SBB» durch. 100 Fach- und Linienkader sowie die Konzernleitung der SBB haben daran teilgenommen. Der zweitägige Kurs, der im Centre Löwenberg stattfand, ist als Inspiration gedacht: zukunftsträchtige Themen werden vorgestellt und mögliche Auswirkungen diskutiert.

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