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Durchgangsbahnhof Luzern: SBB schreibt erste Planungsarbeiten aus
Bahnhöfe
Durchgangsbahnhof Luzern: SBB schreibt erste Planungsarbeiten aus

Die Planung des Durchgangsbahnhofs Luzern beinhaltet auch die Zufahrtsstrecken. Um die Auswirkungen auf diese Strecken zu prüfen, sucht die SBB mehrere Generalplaner. Der Auftrag wird in den nächsten Tagen öffentlich ausgeschrieben.

Jasmin Huwyler (Text)SBB/CFF/FFS (Fotos)

Bahnhof Emmenbrücke

Gegen 100 000 Menschen steigen werktags in Luzern ein, aus oder um. Die Infrastruktur des Bahnhofs und die Kapazität auf den Zufahrtsstrecken zum Bahnhof hat die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit erreicht. Deswegen wollen der Bund, die Region Zentralschweiz und die SBB das Bahnnetz und das Angebot mit dem Durchgangsbahnhof Luzern ausbauen.

Die SBB erstellt derzeit im Auftrag des Bundes die Planung und Projektierung für den Durchgangsbahnhof Luzern. Nebst den zentralen Elementen wie den Zufahrten zum Durchgangsbahnhof gehören dazu unter anderem die Analyse der Auswirkungen auf die Bahnstrecken rund um Luzern und die daraus resultierenden baulichen Massnahmen. Nur so können künftig mehr Züge in der Zentralschweiz verkehren, um die steigende Nachfrage der Reisenden zu decken.

In den kommenden Tagen wird die SBB auf Simap, dem Informationssystem über das öffentliche Beschaffungswesen in der Schweiz, die Generalplanung für die Bahnhöfe Ebikon, Emmenbrücke und Sursee sowie für die Abstellanlagen von Personenzügen in Root ausschreiben.

Um das Angebot im Regional- und Fernverkehr weiter ausbauen zu können, benötigt die SBB in den grossen Knotenbahnhöfen in Zukunft siedlungsverträgliche Abstellanlagen an Standorten, die für den Betrieb sinnvoll sind. Die SBB informiert und zieht die Gemeinden und die Anwohnerinnen und Anwohner rechtzeitig bei. Der Schutz vor allfälligen Emissionen der abgestellten Personenzüge ist der SBB ein wichtiges Anliegen. An den Bahnhöfen Ebikon, Emmenbrücke und Sursee werden Anpassungen geprüft, um zusätzliche Durchbindungen und Fahrzeitreduktionen zu ermöglichen. Ziel ist es, dass die Züge nicht im Bahnhof Luzern enden, sondern beispielsweise die Regionen Luzern Ost und Luzern Nord miteinander verbinden.

Das Parlament hat bereits mit dem Ausbauschritt 2025 die für diese Arbeiten nötigen Gelder gesprochen. Mit den bisherigen Ausbauschritten ist die Planung und Projektierung finanziert. Über die Realisierung des Projektes Durchgangsbahnhof Luzern wird in einem künftigen Ausbauschritt entschieden.

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