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«Boxengasse» für Züge in Zürich
Bauprojekte
«Boxengasse» für Züge in Zürich

Die Radsätze von Zügen werden stark beansprucht, entsprechend hat deren Instandhaltung grosse Bedeutung. Im Zürcher Vorbahnhof entsteht bis 2021 für rund 47 Millionen Franken ein neues Radsatzbearbeitungszentrum.

SBB/CFF/FFS (Fotos)

«Boxengasse» für Züge in Zürich

180 000 Kilometer. So viel legt etwa eine typische Zürcher S-Bahn-Komposition jährlich auf den Schienen zurück. Dass sich die Radsätze dabei stark abnutzen, liegt auf der Hand. Um die professionelle Kontrolle und Bearbeitung der Radsätze – sie bestehen aus Radscheiben, Radsatzwelle, Radsatzlager und Bremsscheiben – auch für die kommenden Jahren sicherzustellen und den wachsenden Bedarf zu decken, baut die SBB im Zürcher Vorbahnhof für rund 47 Millionen Franken ein neues Radsatzbearbeitungszentrum. In diesem erhalten die Radsätze eine neue Profilierung, damit sie wieder sicher, zuverlässig und ruhig rollen. Zentrales Werkzeug im neuen Radsatz-Bearbeitungszentrum wird die Unterflurdrehbank, auf welcher die Radsätze professionell und effizient bearbeitet (reprofiliert) werden. Zum Investitionspaket gehört aber auch eine Unterflurreinigungsanlage für Spezialreinigungen im Unterbodenbereich.

Das neue Zentrum kommt mitten im Gleisfeld, am heutigen Standort der Instandhaltungshalle «Wagenunterhaltsanlage Vorbahnhof» (WUVB) zu stehen, sprich bei der Duttweilerbrücke in Zürich-Aussersihl. Die Vorbereitungsarbeiten – sie beinhalten den Rückbau der bestehenden Halle und Gleisanlagen, das Errichten der Schutzzäune und einer 50Hz-Trafostation und die Umplatzierung einer Mobilfunkantenne – wurden bereits in Angriff genommen. Die Arbeiten werden bis Ende Februar 2020 andauern, bevor mit dem eigentlichen Bau der neuen «Boxengasse» gestartet werden kann. Diese wird mit Fahrplanwechsel 2021/2022 (Dezember 2021) für den ordentlichen Betrieb startklar sein. «Damit sind wir bereit, täglich rund 20 Radsatz-Achsen zu reprofilieren, ohne sie ausbauen zu müssen», sagt Projektleiter Walter Bucheli. Dabei können sämtliche Fahrzeugtypen und bis zu 202 Meter lange Kompositionen des Personenverkehrs bearbeitet werden.

Weitere Radsatzbearbeitungszentren betreibt die SBB bereits in Basel und in Genf.

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