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«Was können andere Regionen betrieblich von Zürich lernen?»
«Was können andere Regionen betrieblich von Zürich lernen?»

Pünktlich und online gut informiert bei Störungen – die S-Bahn im Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) erhält fürs 2019 einen Bonus von 1,7 Millionen Franken. Wir haben bei Daria Martinoni, Leiterin SBB Region Ost, nachgefragt, wie trotz schwierigem Umfeld ein so gutes Ergebnis möglich war.

Rahel Meile (Text)SBB/CFF/FFS (Fotos)

S-Bahn des ZVV

Daria, als Leiterin Region Ost bist du sicher ein bisschen stolz, konnte die SBB im Gebiet des ZVV auch 2019 wieder einen Bonus einfahren, oder?

Ja klar. Nach all den negativen Schlagzeilen auf Grund der schlechten Verfügbarkeit des Rollmaterials, der nicht zufriedenstellenden Qualität unserer Züge und der Personalknappheit, ist ein Bonus natürlich wohltuend. Der Dank für diese gute Leistung gebührt unseren Mitarbeitenden, sie können stolz darauf sein.

Der Betrieb lief 2019 nicht überall so gut – wie lässt sich der zuverlässige Betrieb in Zürich erklären?

Mit dem Fahrplan 2019 ging die dritte und letzte Etappe der 4. Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn in Betrieb. Wir haben den Fahrplan für die 4. Teilergänzungen von Grund auf neu geplant. Dabei ist es gelungen, ab 2016 mehr Reserven im System zu schaffen als früher. Die für diesen grossen Angebotsschritt notwendigen Infrastrukturausbauten sind inzwischen weitgehend abgeschlossen und machen das System an entscheidender Stelle leistungsfähiger. Ehrlicherweise hilft es uns auch, dass sich ein S-Bahn System – wie die Zürcher S-Bahn eben eines ist – schneller erholt als der schweizweite Fernverkehr.

Was können andere Regionen von Zürich lernen?

Ein System braucht genügend Reserven, sonst wird der Betrieb instabil. Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht. Konkret haben wir zusammen mit den ZVV-Verkehrsplanern per Fahrplanwechsel im Dezember 2015 die Haltezeiten von mehreren pünktlichkeitskritischen S-Bahn-Linien überprüft und angepasst und das eingesetzte Rollmaterial zwischen den S-Bahn-Linien in Abhängigkeit der Fahrplananforderungen abgetauscht. Der ZVV hat bei dieser Gelegenheit auch gleich die Buszubringersysteme neu geplant. Diese Anpassungen haben den Fahrplan zuverlässiger gemacht, die Anschlüsse können auch in der Hauptverkehrszeit besser eingehalten werden. Das ist für die Pendlerinnen und Pendler der entscheidende Punkt.

Mit welchen Schwierigkeiten kämpft die Zürcher S-Bahn, bzw. wo wollen wir uns noch verbessern?

Die Fahrzeugverfügbarkeit beschäftigt uns auch in der Zürcher S-Bahn. Dass wir beispielsweise die DTZ ausserordentlich revidieren müssen, ist planerisch und betrieblich eine grosse Herausforderung. Trotz der teilweisen Kompensation durch Rollmaterial des Fernverkehrs kommt es dadurch teilweise zu verkürzten Kompositionen, sprich vermehrten Stehplätzen. Die zweite grosse Herausforderung ist der Unterbestand an Lokpersonal. Glücklicherweise sind derzeit alle Ausbildungsklassen voll besetzt. Trotzdem werden wir den Sollbestand nicht vor 2021 erreichen. Dieser Umstand wird dem Zugpersonal leider auch im 2020 viel abverlangen. Verbesserungspotential ortet der ZVV neben der Verfügbarkeit und der Zuverlässigkeit des Rollmaterials bei der Sauberkeit der Züge.

Warum gibt es überhaupt dieses Bonus-Malus-System?

Wir haben dieses System mit dem Zürcher Verkehrsverbund seit 2006 und waren schweizweit die ersten und einzigen, die das eingeführt haben. Der ZVV bewertet die Leistungen der SBB im Zürcher S-Bahn-Netz, was in erster Linie den Fahrgästen zugute kommt: Durch die regelmässige Kontrolle verschiedener Qualitätsaspekte wie Pünktlichkeit, Sauberkeit und Informationsfluss bei Störungen können Stärken und Schwächen der Zürcher S-Bahn identifiziert werden, gleichzeitig setzt das System Anreize für Verbesserungen.

Das Bonus-Malus-System im Zürcher Verkehrsverbund ZVV:

Mit dem Bonus-Malus-System bewertet der ZVV die Leistungen der SBB im Zürcher S-Bahn-Netz, betrachtet werden die 14 meistfrequentierten S-Bahn-Linien (ohne Fernverkehr). Die Mindestvorgaben werden gemeinsam von SBB und ZVV vereinbart. Die Bewertungen basieren auf automatisierten Zeitmessungen und Fahrgastbefragungen. Bund und Nachbarkantone beteiligen sich an Bonuszahlungen.

Mehr zum Bonus 2019 und zum Bonus-Malus-System unter: www.zvv.ch/bonusmalus

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