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So erstellt die SBB künftig digitale Lösungen.
So erstellt die SBB künftig digitale Lösungen.

«Gemeinsam digital – IT | 4.0» verändert die Zusammenarbeit zwischen SBB IT und allen, die an der digitalen Leistungserstellung beteiligt sind. Jochen Decker, CIO ad interim und Markus Vitali, Leiter UE bei Infrastruktur erklären am Beispiel von IT und Infrastruktur die Veränderungen.

Heiko Meyer (Fotos)

Gemeinsam digital – IT | 4.0

Jochen, die Konzernleitung gab am 30. Juni grünes Licht für «Gemeinsam digital – IT | 4.0». Du bist mitverantwortlich, dass das Transformationsprogramm zum Erfolg wird. Worum geht es dabei?

Jochen Decker: Es geht primär darum, die Art und Weise neu zu definieren, wie wir künftig «IT machen». Informationstechnologie ist bei der SBB schon lange allgegenwärtig. Fast überall steckt IT drin. Mit der Digitalisierung haben die Dynamik und die Komplexität der IT-Systeme und deren Entwicklung in den letzten Jahren stark zugenommen. Zudem ist IT immer mehr mit dem Geschäft verwoben. «Gemeinsam digital – IT | 4.0» ist eine grundlegende Kurskorrektur, um die digitale Leistungserstellung der SBB auf die neuen Anforderungen auszurichten. Das beinhaltet beispielsweise eine engere Zusammenarbeit zwischen IT und den Business-Bereichen, um die gemeinsame Wertschöpfung zu steigern. «Gemeinsam digital – IT | 4.0» ist nicht nur Programmname sondern Programm selbst.

Markus Vitali: Bei der Infrastruktur haben wir mit I2.0 eine prozessorientierte Organisation und damit die Ausrichtung unserer Wertschöpfung auf den Kunden etabliert. Unsere Entwicklungsthemen treiben wir aber immer noch mehrheitlich in klassischer Projektform voran. Mit «Gemeinsam digital – IT | 4.0» gestalten wir unsere Zusammenarbeit so, dass wir die Digitalisierung entlang der Prozesse entwickeln können, statt wie bisher applikationsorientiert und damit fragmentiert. Insofern hilft uns diese Kurskorrektur, die Effektivität zu steigern und den Abstimmbedarf zwischen Projekten stark zu reduzieren.

Hätte man nicht schon längst ohne komplexes Programm enger und fokussierter zusammenarbeiten können?

Jochen Decker: Klar, mit den agilen Zusammenarbeitsformen machen wir das ja auch schon länger. Mit dem Programm gehen wir aber viel weiter: Wir zurren die etwas verworrenen Seile der agilen Transformation wieder fest und geben unserer Zusammenarbeit eine stringente Steuerung, klare Verantwortungen sowie einen definierten Rahmen, innerhalb dessen wir hohe Eigen- und Wirkungsverantwortung ermöglichen. Ganz im Sinne der SBB Erfolgsformel.

«Wir streben eine engere, bereichsübergreifende Zusammenarbeit an, die auch im dynamischen Umfeld der Digitalisierung grösstmöglichen Mehrwert für unsere Kunden generiert.»
Jochen Decker

Heisst das für die Mitarbeitenden von Infrastruktur, dass sie nun nach der IT-Pfeife tanzen müssen?

Markus Vitali: Natürlich nicht. Man muss das differenziert betrachten. Zum einen betrifft das ausschliesslich Rollen, die bereits Schnittstellen zur IT hatten. Wir verwenden dafür den Begriff «digitale Zone». Damit sind alle Mitarbeitenden gemeint, die an der Gestaltung der Digitalisierung beteiligt sind – egal ob aus Fachbereich oder IT. Die Zusammenarbeit innerhalb dieser digitalen Zone wird durch SAFe (Scaled Agile Framework) vorgegeben. SAFe kombiniert Ansätze aus verschiedenen agilen Methoden (bspw. Scrum, Kanban) und ermöglichst es so, Agilität in grossen, komplexen Organisationen umzusetzen. Vereinfacht gesagt, hilft uns dieses Konzept, alle digitalen Lösungen der SBB konsequent auf unsere Kunden auszurichten. Das Business ist hier klar im Lead.

Wie geht es nun konkret weiter?

Jochen Decker: Innerhalb der IT beginnen wir nun mit dem Besetzungsprozess der neuen Stellen und Rollen und treffen alle Vorbereitungen, damit wir am 1. Februar 2021 mit der neuen Arbeitsorganisation starten können. Damit ist «Gemeinsam digital – IT | 4.0» nicht abgeschlossen; ab diesem Zeitpunkt startet für uns die eigentliche Transformationsphase. Wir haben also noch etwas vor! Unerlässlich ist dabei, dass während dieser Phase die Qualität für Kunden und Mitarbeitende nicht leidet – darauf haben wir grosses Augenmerk. Wir machen IT 4.0 ja nicht als Selbstzweck sondern, um uns für unsere Kunden und die Mitarbeitenden zu verbessern.

Markus Vitali: Wir waren mit einem Pionier, in dem es um die IT-Lösungen für die Netze der SBB geht, von Anfang an dabei. Unsere ersten Erfahrungen mit den neuen Formen der Zusammenarbeit stimmen uns zuversichtlich, dass wir in der Erarbeitung digitaler IT-Lösungen tatsächlich effektiver, wertorientierter und einfacher werden. Die nächsten Schritte bestehen nun darin, unsere IT-Lösung Netze für den eigentlichen Start vorzubereiten. Zudem entwickeln wir weitere Lösungen für die Bereiche Trassen und Kundeninformation, letztere werden wir gemeinsam mit Personenverkehr und Immobilien gestalten.

Neubesetzung Geschäftsleitung IT

Mit «Gemeinsam digital – IT | 4.0» wird die Linienorganisation verflacht und die GL IT neu entlang der digitalen Wertschöpfungsketten der SBB strukturiert. Die künftige GL IT setzt sich wie folgt zusammen und ist ab dem 1. Januar 2021 in Kraft:

  • Jochen Decker, Leiter Bereich Digitalisation & Architecture sowie CIO a.i.
    Führt den Digitalisierungsprozess und die Weiterentwicklung der gesamten IT-Landschaft der SBB.
  • Marcus Griesser, Leiter Security, Risk und Compliance (CISO)
    Zuständig für Sicherheit von Informationen und Daten innerhalb der SBB.
  • Nicolas Balmer, Leiter Customer Journey
    Der Bereich verantwortet die IT-Lösungen für die Mobilitätskunden und die Kundeninformation. Die Wertschöpfungsketten dieser Lösungen erstrecken sich über alle Divisionen und die Konzernbereiche der SBB.
  • Jürg Balsiger, Leiter Rail Operation
    Dieser Bereich verantwortet die IT-Lösungen für die Bahnproduktion beim Personenverkehr und Trassen bei der Infrastruktur. Diese Digital Solutions erstrecken sich über die Divisionen Personenverkehr und Infrastruktur.
  • Andreas Jopp, Leiter Assets & EnterpriseDieser Bereich beinhaltet die IT-Lösungen für Netze und Rollmaterial der Divisionen Infrastruktur und Personenverkehr aber auch für Immobilien oder die Konzernbereiche SCM, Finance und HR.
  • Martin Zekar, Leiter Bereich Services
    Der Bereich Services beinhaltet alle sogenannten Digital Services sowie den IT-Arbeitsplatz und andere Anwendungen für den Konzern.
  • Sandra Hutterli, Leiterin People & Transformation
    Führt unter anderem die Center Leiter und Leiterinnen, welche die personelle Führung innerhalb der künftigen IT-Organisation wahrnehmen.

Stefano Trentini, aktuell Leiter Software Engineering, bleibt wie die gesamte heutige GL IT bis Ende 2020 in der Verantwortung und steuert die Transformation von «Gemeinsam digital – IT | 4.0». Ab 2021 übernimmt Stefano eine neue Aufgabe im Rahmen von «Gemeinsam digital – IT | 4.0».

Detailinformationen zum aktuellen Stand von “Gemeinsam digital”Hauptportal mit allen wichtigen Informationen zum Programm
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