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Jochen Decker: Darum braucht die SBB «Gemeinsam digital»
Innovation
Jochen Decker: Darum braucht die SBB «Gemeinsam digital»

Heute startet die Umsetzung von «Gemeinsam digital – IT 4.0». Diese Transformation lässt die IT und die Divisionen sowie Konzernbereiche in gemischten Teams näher zusammenrücken. Jochen Decker, der neue Leiter IT, erklärt im Interview, was das für die SBB bedeutet.

Patrizia Bartolotti (Text)SBB/CFF/FFS, Heiko Meyer (Fotos)

Jochen, als neuer Chief Information Officer (CIO) verantwortest du als ersten grossen Meilenstein die Umsetzung eines der grössten Transformationsprogramme der letzten Jahre in der SBB. Was bedeutet «Gemeinsam digital»?

Mit «Gemeinsam digital» gestalten wir die Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsbereichen der SBB und der IT neu. Unser Ziel ist es, die digitalen Anwendungen besser und schneller auf die Kundenbedürfnisse ausrichten zu können. Das gelingt uns nur, indem wir die Digitalisierung gemeinsam aus einer Gesamtsicht von Business, IT und Kunden angehen. Neue, bereichsübergreifende Teams nehmen diese Gesamtsicht ein und gehen auch gemeinsam in die Verantwortung für die Entwicklung und den Betrieb der digitalen Lösungen. Die heutigen, auf die Organisationen ausgerichteten Servicecenter (SCI, SCP, SCF, SCG), gibt es nicht mehr. Neu werden die Teams entlang der Geschäftsprozesse organisiert, in sogenannten Digital Solutions.

Warum braucht die SBB dieses Transformationsprogramm?

Wir wollen die Planung, Entwicklung und den Betrieb von IT-Produkten in Zusammenarbeit mit dem Business flexibler gestalten, damit wir rascher auf Kundenwünsche und Marktanforderungen reagieren können. Durch diese engere Zusammenarbeit sind wir nicht nur flexibler, sondern auch effizienter. Es gibt weniger Abstimmungsaufwand, wodurch wir insgesamt wirtschaftlicher IT produzieren. Ein Beispiel: Die SBB steht für Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Sicherheit. Mit der Digitalisierung des Unterhalts der Fahrbahn kann dieser vorausschauend und kostensparend geplant werden. Die Anzahl Störungen wird reduziert und die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit gesteigert. Man könnte auch sagen, «Gemeinsam digital» trägt in einem zunehmend komplexeren Umfeld dazu bei, die Bahn im Griff zu behalten.

Was bedeutet das nun für die Konzernbereiche und Divisionen? Wie gestaltet sich diese übergreifende Zusammenarbeit neu?

Die Zusammenarbeit orientiert sich neu entlang der gesamten Wertschöpfungskette der SBB, um den Blick auf die Kundinnen und Kunden immer im Fokus zu behalten. Dabei stehen die Lösungen, die Digital Solutions, im Zentrum. Übergreifende Produktteams, bestehend aus Mitarbeitenden der Divisionen/Konzernbereiche und der IT arbeiten zusammen. So entwickeln und pflegen wir alle digitalen Lösungen der SBB gemeinsam weiter. Das bedeutet, dass beispielsweise die Leitung einer Digital Solution jeweils durch ein Dreierteam verantwortet wird, das den Gesamtblick – also die Business-, IT- und Kunden-Perspektive gewährleistet. Vereinfacht gesagt, hilft uns dieses Konzept, alle digitalen Lösungen der SBB konsequent auf unsere Kunden auszurichten. Das Business ist hier klar im Lead. Die ganze Arbeitsorganisation ist zudem flexibel, die Teams können je nach Bedarf und Anforderung neu zusammengestellt werden.

Was steht in deinem ersten Jahr als neuer CIO noch an?

Wir brauchen einen stabilen Bahnbetrieb, deshalb hat Kontinuität des IT-Betriebs oberste Priorität. Der gezielte Einsatz digitaler Technologien hilft uns einerseits, unsere Grundaufträge zuverlässig zu erbringen und andererseits, entwicklungsfähig und kundenorientiert zu bleiben.

Wir müssen auch an unseren internen Prozessen arbeiten, um effizienter zu werden und unsere Kosten nachhaltig zu bewältigen. Mit dem Programm «S/4 SBB» folgt ein weiterer wichtiger Schritt, unsere komplexen Prozesse und Systeme innerhalb der SBB bereichsübergreifend konsequent zu vereinfachen und standardisieren.

Worauf freust du dich am meisten?

Ich bin zuversichtlich, dass dieses Jahr der persönliche Kontakt mit unseren Kundinnen und Kunden sowie unseren Mitarbeitenden vermehrt möglich wird – ich freue mich auf die Diskussionen und den Austausch. Ich möchte gerne wieder persönlich Dinge erklären, einordnen und vor allem Danke sagen.

Gemeinsam digital - darum geht's
Jochen Decker: Darum braucht die SBB «Gemeinsam digital»
Quelle: SBB CFF FFS
«Gemeinsam digital» aus Sicht SBB Infrastruktur

SBB Infrastruktur ist auf dem Weg zur Prozessorientierung. «Gemeinsam digital» unterstützt diese Haltung, weil sich beides am Kunden und dem Gesamtoptimum ausrichtet. Gemischte Produktteams (IT und Infrastruktur) arbeiten neu eng zusammen und entwickeln primär drei digitale Lösungen:

  • Trassen: Unterstützt die Geschäftsprozesse der Mobilitätsproduktion der SBB und der Branche mit hochverfügbaren IT-Services und -Systemen, wie zum Beispiel «Rail Control System (RCS)» und «Trafic Management System (TMS)».
  • Netze: Digitalisiert die Bereitstellungs- und Bewirtschaftungsprozesse für das Bahn-, Telecom-, und Energienetz der SBB, zum Beispiel «Datenbank feste Anlagen (DfA)».
  • Kundeninformation (gemeinsam mit Personenverkehr): Stellt die Informationsplattform für den ÖV und die kombinierte Mobilität zur Verfügung, zum Beispiel «Customer System (CUS)» und «Kundeninformation im Bahnhof (KIB)».

Mitarbeitende der SBB Infrastruktur wirken auch bei anderen digitalen Lösungen mit, die bei der Division zum Einsatz kommen, beispielsweise bei der Digital Solution Rollmaterial.

«Gemeinsam digital» aus Sicht SBB Immobilien

Im Rahmen von «Gemeinsam Digital» vereint die Digital Solution Immobilien (DSO IMS) Mitarbeitende aus Immobilien, Personenverkehr, Infrastruktur und IT in gemischten Teams. Die neuen Bereiche der DSO IMS wurden konsequent entlang der am 1. Januar 2021 implementierten IM-Prozesslandschaft aufgestellt. Jeder «Agile Release Train» (ART) verantwortet die ihm zugeordneten IT-Produkte, -Initiativen und -Vorhaben:

  • ART Betrieb: Unterstützt die Geschäftsprozesse der Bereiche «Facility Management» und «Zutritt».
  • ART Entwicklung, Planung und Lifecycle-Datenmanagement: Stellt IT-Lösungen für die strategischen Prozesse sicher und ermöglicht ein durchgängiges Lifecycle-Datenmanagement über alle IT-Anwendungen hinweg.
  • ART Vertrieb: Unterstützt die Geschäftsprozesse des Bereichs Kundengewinnung sowie des Mieter- und Partnermanagements.
«Gemeinsam digital» aus Sicht Personenverkehr

Im Zentrum von «Gemeinsam digital» stehen beim Personenverkehr die Kunden und internen Anwender der digitalen SBB Produkte. Ein gemischtes Team aus Business und IT ist für die Weiterentwicklung und den Betrieb folgender vier Digital Solutions verantwortlich:

  • Rollmaterial (ROS): Unterstützt mit digitalen Lösungen eine robuste, innovative und zeitgemässe Instandhaltung und Bewirtschaftung des Rollmaterials.
  • Kundeninformation: (KIS, gemeinsam mit Infrastruktur): Ist dafür verantwortlich, dass Reisenden und andere Kunden (TU’s, Verbünde, Dritte, etc.) die auf sie zugeschnittene Kundeninformation auf verschiedenen Kanälen, am Mobilitätshub und im Zug konsistent zur Verfügung steht.
  • Mobilitätskunden (MKS): Verantwortet den Betrieb und die Weiterentwicklung aller IT-Systeme rund umPricing, Vermarktung, Vertrieb, Kontrolle, Service après-vente, Abrechnung, Reporting und Analytics.
  • Bahnproduktion (BPS): Gestaltet und betreibt die digitale Wertschöpfung für die Mobilität von Heute und der Zukunft.
Gemeinsam digital – Homepage
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