Es ist ein Ungetüm, das auf uns zusteuert. Die Räder der Maschine sind hoch wie ein Personenwagen, und wenn sie ihre Hebearme ausfährt, erinnert sie an ein riesiges Insekt aus einem Science-Fiction-Thriller. Im Gegensatz dazu scheint die Person, die oben in der Führerkabine sitzt, winzig klein. Wir befinden uns im KV-Terminal in Dietikon, in einem von 16 Umschlagplätzen für den kombinierten Verkehr von SBB Cargo. Das besagte Gefährt ist ein sogenannter Reachstacker. Er dient zum Stapeln und Umschlagen von Containern, Wechselbehältern und Sattelaufliegern von der Strasse auf die Schiene und umgekehrt. Der Reachstacker hat rund 45 Tonnen Hublast und an die 72 Tonnen Eigenmasse.
Fahrer Fitim Badalli öffnet die Kabine und steigt die grossen Stufen herunter. Seit drei Jahren fährt er den Reachstacker und hebt täglich Hunderte Tonnen hoch. Und das in Präzisionsarbeit. «Wenn wir die Container von den Lastwagen auf die Bahnwagen umladen, kann es auf wenige Zentimeter ankommen», erklärt er. Er nimmt uns mit in die Führerkabine, und schnell wird klar: Von Vollautomatisierung keine Spur, hier ist Handarbeit gefragt. Die wenigen Knöpfe sind zum Bedienen der einzelnen Elemente des Hebewerks. Die richtigen Positionen und Distanzen abschätzen muss der Fahrer selbst. Zur Unterstützung sind zwei Kameras am Fahrzeug angebracht, die ihm die Ladeumgebung via Bildschirm aus der Nähe zeigen.




