Beat Deuber arbeitet seit 2016 bei der SBB. Er verantwortete zwei Jahre lang das Anlagenmanagement Energie und hat im 2018 die Leitung des Geschäftsbereichs Energie bei SBB Infrastruktur übernommen. Seit 1. Januar 2022 ist Beat Deuber neuer Leiter I-NAT – eine gute Gelegenheit, ihm zu Jahresbeginn ein paar Fragen zu stellen.
Beat, seit 1. Januar 2022 leitest du I-NAT. Was sind die «grossen» Themen, welche uns in diesem Jahr beschäftigen werden?
Im 2022 erarbeiten wir unter anderem die Offerte für die Leistungsvereinbarung (LV) 25-28 und starten die Verhandlung mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV). Hier gilt es den Spagat zwischen Bedarf, Umsetzbarkeit und zur Verfügung stehenden Mitteln zu machen. Um das Vertrauen unserer Kund:innen nach der Pandemie zu festigen, ist es zentral, dass wir die Auswirkungen des Infrastrukturunterhalts auf das Angebot minimieren. Die Planung vom Intervall aus und die Bündelung von Massnahmen wird ein wesentliches Element der LV 25-28 darstellen. Zusätzlich werden die Folgen der Pandemie auch im Bahninfrastrukturfonds BIF ihre Spuren hinterlassen und den finanziellen Rahmen der LV limitieren. Gleichzeitig sind wir mitten in der Umsetzung der LV 21-24, hier gilt es die für den Substanzerhalt erforderlichen definierten Optionen Grundbedarf und gemeinsam mit I-AEP und I-F die erfolgreiche Umsetzung der LV 21-24 zu sichern.
Wo siehst du die grössten Herausforderungen?
«Weil Verbindungen die Schweiz ausmachen»: die SBB hat mit der neuen Strategie die Weichen für die Zukunft gestellt. Flexibler, nachhaltiger, effizienter und wirtschaftlicher im Interesse unserer Kund:innen und der Gesellschaft. Hier setzen auch die Herausforderungen von I-NAT an: Wir müssen unseren Infrastrukturunterhalt und -ausbau so gestalten, dass zukünftig wechselnde Angebote produziert werden und unsere Infrastrukturen auch veränderte Mobilitätsverhalten aufnehmen können. Unsere Kund:innen interessieren sich nicht für einzelne Anlagen, sondern orientieren sich an Verfügbarkeit und Leitungsfähigkeit von Strecken und Knoten; darauf müssen wir unser Assetmanagement konsequent ausrichten. Schlussendlich muss die Bahn den Status als energieeffizientes und umweltfreundliches Transportmittel verteidigen. Die Umsetzung einer klimaneutralen Bahninfrastruktur ist ein Schlüsselthema der nächsten zehn Jahre.
Was sind deine persönlichen Ambitionen als Leiter I-NAT?
Gemeinsam mit allen Kolleg:innen von I-NAT möchte ich den Effekt eines Schweizer Frankens in unseren Betriebs-, Unterhalts- und Ausbaukonzepten maximieren, um die anstehenden Herausforderungen im öffentlichen Verkehr zu meistern und unseren Kund:innen optimale Verbindungen zu ermöglichen.
Was wünschst du der SBB fürs 2022 und worauf freust du dich besonders?
Ich wünsche mir, dass die Pandemie 2022 ihr Ende findet und unsere Kund:innen unser Angebot an «Verbindungen» wieder uneingeschränkt nutzen können, sich damit die finanzielle Situation der SBB stabilisiert und wir so Mittel und Ressourcen für die Strategieumsetzung zur Verfügung haben. Persönlich freue ich mich besonders, «neue Verbindungen» innerhalb aber auch ausserhalb von I-NAT zu etablieren. Das Führungsteam I-NAT hat mich in den vergangenen Monaten bereits herzlich begrüsst und in die wichtigsten Themen eingeführt – jetzt freue ich mich, weitere Kolleg:innen kennenzulernen und gemeinsam mit ihnen die anstehenden Herausforderungen anzugehen.




