Pünktlichkeitswerte im Herbst und in der Westschweiz tiefer
Aber auch im vergangenen Jahr verkehrten Züge unpünktlich – oftsmals weil sich verschiedene Ursachen kumulierten: Gründe für Verspätungen sind meist umfangreiche Bau- und Unterhaltsarbeiten und verspätete Streckenfreigaben sowie knappe oder zu wenig Reserven im Fahrplan. Ebenso können die angespannte Ressourcensituation bei den Lokführerinnen und Lokführern, Störungen an Rollmaterial und Anlagen oder Witterungseinflüsse zu Verspätungen führen.
Das insgesamt positive Bild trübt auch, dass die Pünktlichkeit im vergangenen Jahr saisonal und regional unterschiedlich hoch war. So war etwa die Pünktlichkeit im Monat November – wie in den meisten Vorjahren auch – unter dem Durchschnitt. Hauptgrund ist da jeweils der Wechsel zu nassem und kaltem Wetter. Über das ganze Jahr gesehen herausfordernd war die Situation bezüglich Pünktlichkeit in der Westschweiz. Ebenfalls nicht zufriedenstellend war die Sendungspünktlichkeit im Güterverkehr: Diese lag 2021 bei SBB Cargo Schweiz bei 91 Prozent, zwei Prozentpunkte unter dem Zielwert.
Fahrplan soll künftig mehr Reserven enthalten
Insgesamt bleibt es anspruchsvoll: Die Hauptherausforderung liegt beim Fahrplan, der nicht durchs Band robust genug ist. Sprich: Er entspricht nicht mehr überall den heutigen Gegebenheiten, da mehr Reisende als vor 20 Jahren unterwegs sind, was etwa mehr Zeit zum Aus-, Ein- und Umsteigen erfordert. Als weitere Herausforderung werden Bauarbeiten infolge Ausbauten und Substanzerhalt in den nächsten Jahren weiter zunehmen.
Die SBB arbeitet deshalb im Hinblick auf die kommenden Jahre an einer besseren und zuverlässigeren Planung des Fahrplans und der Abwicklung der Bahnverkehrs. Im Zentrum steht dabei die Schaffung von mehr Reserven. Damit profitieren unsere Kundinnen und Kunden von einer zuverlässigen, robusten Bahn.