Fast hat man den Eindruck, den guten alten Zähringern seien bei ihren vielen Stadtgründungen irgendwann die Ideen für neue Namen ausgegangen. Jedenfalls legten sie nach jenem im Breisgau um 1157 im schweizerischen Üechtland noch ein zweites Freiburg an. Und das sieht einer weiteren, nahen Zähringerstadt, Bern, auch ziemlich ähnlich: erhöhte Lage in einer Flussschleife, Sandsteinarchitektur – alles nur viel kleiner. Das sieht man besonders gut in den ältesten Vierteln der Stadt.
In der Stadt an der Saane kommt man nicht nur auf so mancher (beeindruckenden!) Brücke trockenen Fusses über den Fluss; die Stadt selbst hat auch im übertragenen Sinne eine Brückenfunktion: als Vermittlerin zwischen Deutschschweiz und Romandie.

Auf dem Fussweg vom Bahnhof hinab zur Kathedrale Sankt Nikolaus kommt man durch die Lausannegasse, eine Fussgängerzone voller Boutiquen, Cafés und Restaurants. Hier kann man auch schon einen Schaufensterbummel einlegen. Am unteren Ende der Gasse stösst man dann nicht nur auf das schmucke Alte Rathaus, sondern auch auf den schönen Place des Ormeaux mit dem empfehlenswerten
Von dort kann man hinabsteigen ins Auquartier (und auf dem Weg schnell im «
Wieder hinauf ins Stadtzentrum gelangt man wohl am stilvollsten mit dem «Funi», der Standseilbahn Neuveville–Saint-Pierre. Das Besondere an der 1899 errichteten Bahn: Sie fährt mit Abwasser. Das geht so: Oben Abwasser in den Tank, der nun schwerere Wagen zieht den leichteren rauf, unten Abwasser wieder raus. Habe ich schon erwähnt, dass ich, vor allem im Sommer, nicht gerne neben diesem Verkehrsmittel wohnen möchte – so einmalig es in der Schweiz auch sein mag? Der Duft ist… atemberaubend…
Vom Bahnhof führt seit Anfang des 20. Jahrhunderts der Boulevard de Pérolles in Richtung Süden – gewissermassen die Champs Elysées von Fribourg. Zwischen dem Bahnhofsplatz und dem neueren Teil der Universität an seinem Ende findet sich im Viertel rund um den Boulevard so manche In-Kneipe, wahrhaftige Kulturinstitutionen wie das «
Wer jetzt noch kurz Zeit hat, kann sich auf dem Weg zurück zum Bahnhof im «
- Wer Lust auf einen Museumsbesuch hat, dem sei das
Naturkundemuseum am Ende des Boulevard de Pérolles empfohlen (übrigens auch derBotanische Garten direkt daneben) sowie dasMuseum für Kunst und Geschichte oder derEspace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle mit einigen Original-Kunstwerken der beiden bekannten Künstler – beide Institutionen befinden sich in der Nähe der Kathedrale. - Wer seinen Aufenthalt in der Region verlängern möchte, gelangt von Freiburg mit Regionalzügen bequem beispielsweise nach Murten oder Greyerz mit ihren vielen touristischen Attraktionen.
- Wer eine Nacht bleiben möchte, findet in der Stadt Unterkünfte fast jeder Preisklasse.
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