Ursprünglich wollte die SBB Anfang Januar 2023 mit den Arbeiten beginnen. Wegen des ausstehenden Entscheids des Bundesverwaltungsgerichts (BVGer) verschob sie den Baustart im Dezember 2022 auf 30. Januar 2023. Bis heute Donnerstag, 26. Januar, ist jedoch kein Bescheid des BVGer eingegangen. Wann mit einem Entscheid zu rechnen ist, gibt das BVGer grundsätzlich nicht bekannt. Angesichts dieser Ausgangslage entschied die SBB heute, den Baustart des Instandhaltungsprojekts bis mindestens Herbst 2023 zu verschieben. Entsprechend offen sind die Dauer der Arbeiten sowie die genauen Termine der verschiedenen Gleissperren und Fahrplanänderungen. Wie hoch die Mehrkosten sein werden, welche die Verschiebung verursachen wird, kann aktuell noch nicht beziffert werden.
Am Wochenende vom 28./29. Januar 2023 steht die letzte der drei Totalsperren an, welche unter anderem für die Grundinstandsetzung geplant waren. Nun steht definitiv fest, dass die SBB auch diese Totalsperre samstags und sonntags bloss partiell für so oder so geplante Unterhaltsarbeiten nutzen kann. Einzelne Züge werden deshalb durch den Tunnel fahren. So kann die SBB die Pünktlichkeit des Ersatzfahrplans besser gewährleisten. Das umfangreiche, international abgestimmte Ersatzkonzept mit den längeren Fahrzeiten für den Personen- und Güterverkehr musste und muss die SBB jedoch an allen drei Wochenenden beibehalten. Diese Konzepte lassen sich nicht kurzfristig absagen oder umplanen. Sämtliche direkt oder indirekt betroffene Bahnunternehmen und Bahninfrastrukturbetreiber im In- und Ausland haben diese Änderungen in ihre betrieblichen Fahrpläne, Zugsumläufe und Personaleinteilungen eingeplant.




