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Der Substanzerhalt ist die Basis für den Ausbau des Bahnnetzes
Bauprojekte
Der Substanzerhalt ist die Basis für den Ausbau des Bahnnetzes

Der jährlich erscheinende Netzzustandsbericht 2025 zeigt: Der Gesamtzustand aller SBB Infrastrukturanlagen – vom Gleis über die Fahrleitungen bis hin zu Ingenieurbauten – ist im Vergleich zum Vorjahr gleichgeblieben und wird als «ausreichend bis gut» klassifiziert; doch die Überalterung der Anlagen nimmt zu.

Fabienne Thommen (Text)Birdviewpictures GmbH (Fotos)

Gleiseanlage bei Olten, zu sehen sind ausserdem zwei Züge
Das Bahnnetz der SBB ist heute leistungsfähig, verfügbar und sicher

Der Netzzustand bleibt 2025 stabil und wird gesamthaft als «ausreichend bis gut» beurteilt. Trotz stark gestiegener Nutzung ist die Verfügbarkeit hoch und die Sicherheit der Infrastruktur jederzeit gewährleistet.

Der wachsende Rückstand im Substanzerhalt erhöht den Handlungsdruck

Die hohe Belastung des Netzes und gleichzeitig zu wenig Mittel für die Erneuerung führen dazu, dass die Anlagen überaltern. Dadurch entsteht Rückstand im Substanzerhalt. Dieser beläuft sich mittlerweile auf rund 9,5 Milliarden Franken. Ohne Gegenmassnahmen nimmt der kurzfristige und ungeplante – und damit teure – Unterhalt zu. Mittelfristig drohen Verhältnisse wie in anderen Ländern. Das Bahnnetz ist wie ein Gebiss: Ohne tägliches Zähneputzen wird aus kleinen Belägen schnell teurer Sanierungsbedarf.

Mehr Substanzerhalt ist nötig – er ist die Voraussetzung für Qualität und Ausbau

Ein stabiles und zuverlässiges Bahnnetz, das auch weiter ausgebaut werden kann, ist nur möglich, wenn der Substanzerhalt langfristig gesichert ist. Denn er bildet die Basis für Qualität, Sicherheit und künftige Ausbauten und muss entsprechend in der Finanzierung priorisiert werden. Parallel setzt die SBB auf Digitalisierung und moderne Fahrzeug- und Leittechnik, um Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und das Angebot auf dem bestehenden Netz zu verbessern.

Beim Netzzustandsbericht handelt es sich um einen Fachbericht. Er wird nur auf Deutsch zur Verfügung gestellt.

In welchem Zustand waren die SBB Infrastrukturen im Jahr 2025?

Die SBB bewertet den Zustand ihrer Anlagen mit einer Gesamtnote von 2,8 (Notensystem 1 bis 5) als «gut bis ausreichend». Die Gesamtnote ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben. Im Berichtsjahr wurden Anlagen mit einem Wiederbeschaffungswert von 132 Milliarden Franken betrieben und instandgehalten.

Der Rückstand im Substanzerhalt ist im Jahr 2025 um 12 Prozent angestiegen und beträgt neu 9,5 Milliarden Franken. Über die Hälfte davon ergibt sich aus Rückständen bei der Fahrbahn.

Die Zielvorgaben für die Sicherheit aus der Leistungsvereinbarung mit dem Bund konnten mehrheitlich erreicht und die Sicherheit der Anlagen gewährleistet werden.

Trotz unzureichender Mittel für den Netzerhalt hat die SBB durch kurzfristige und ungeplante Unterhaltsmassnahmen die Verfügbarkeit der Infrastruktur sichergestellt. Daher konnte im Berichtsjahr insgesamt ein sehr gutes Verfügbarkeitsniveau erreicht werden – trotz angespannter finanzieller Rahmenbedingungen im Anlageunterhalt.

Diese hohe Verfügbarkeit hat die SBB durch eine Verschiebung finanzieller Mittel vom präventiven zum kurzfristigen und ungeplanten Unterhalt sichergestellt. Trotz der derzeit hohen Verfügbarkeit der Anlagen muss die Stabilisierung des Rückstandes jetzt angegangen werden.

Was ist der Grund für die Zunahme des Rückstands?

Die hohe Belastung des Netzes und gleichzeitig zu wenig Mittel für die Erneuerung führen dazu, dass die Anlagen überaltern. Für den Abbau dieses Unterhaltsrückstands müsste die SBB jährlich mindestens 230 Kilometer Fahrbahn erneuern. 2025 konnte sie jedoch nur 186 Kilometer erneuern. Wichtige Voraussetzungen sind nebst ausreichenden finanziellen Mitteln unter anderem auch planbare Baustellenintervalle und genügend Fachkräfte. Zudem hat auch der Ausbau einen Einfluss auf die Zunahme des Rückstands im Substanzerhalt – neue Ausbauten müssen ebenfalls unterhalten werden und bringen jährliche Folgekosten von 3 Prozent im Substanzerhalt.

Wie setzt die SBB ihre Mittel effizient ein?

Die SBB steigert die Effizienz im Mitteleinsatz durch gezielte Massnahmen bei der Fahrbahnerneuerung, neue Unterhaltskonzepte und vermehrtes Bauen in grösseren Intervallen und wirkt damit einem Anstieg der Kosten entgegen.

Was geschieht, wenn nicht genügend in den Substanzerhalt investiert werden kann?

Auch wenn die Verfügbarkeit der SBB Infrastruktur heute gut ist, wächst der Rückstand im Substanzerhalt kontinuierlich an. Aktuell liegt er bei 9,5 Mrd. CHF (+1,04 Mrd. CHF im Vergleich zum Vorjahr).

Es ist ein Teufelskreis: Wenn der Rückstand steigt, führt das vermehrt zu kurzfristigem, ungeplantem und damit teurerem Unterhalt. Dieser kurzfristige Unterhalt kostet Geld, das dann für die planmässige Erneuerung fehlt. Ergebnis: Die Arbeiten für den Substanzerhalt stauen sich weiter auf und laufen Gefahr, künftig nicht mehr beherrschbar zu sein: Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit können nicht mehr gewährleistet werden. Ein Blick ins Ausland zeigt, was passieren kann, wenn das Netz nicht laufend und auf einem hohen Niveau instandgehalten wird.

Die SBB hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, den Rückstand bis 2040 zu stabilisieren und danach schrittweise abzubauen.

Warum ist der Substanzerhalt auch für den Ausbau des Bahnnetzes wichtig?

Ein stabiles, sicheres und zuverlässiges Bahnnetz ist die Grundlage für den weiteren Ausbau. Für die SBB steht fest, dass nebst dem Substanzerhalt auch der Ausbau zentral ist, weil Engpässe absehbar sind. Ausbauprojekte müssen schrittweise und gezielt dort umgesetzt werden, wo sie zeitnah den grössten Nutzen für die Kundinnen und Kunden bringen.

Die notwendigen finanziellen Mittel im Bahninfrastrukturfonds müssen langfristig zur Verfügung gestellt werden. Denn ohne gezielt in Unterhalt und Erneuerung der bestehenden Anlagen zu investieren, wird sich das Bahnangebot trotz Ausbauten nicht wie gewünscht entwickeln können.

Wie sehen die Folgekosten des Ausbaus im Kontext des Substanzerhalts aus?

Ohne ausreichende Mittel für Unterhalt und Erneuerung werden Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit des Bahnnetzes künftig nicht mehr gewährleistet sein. Neue Ausbauten bringen jährliche Folgekosten von ca. 3 Prozent im Substanzerhalt. Diese Kosten müssen bei der Planung der Finanzierung beachtet werden. Es braucht neben Mitteln für den Ausbau also genügend Mittel für Substanzerhalt und Digitalisierung.

Wie hat sich die Nutzung des Bahnnetzes in den vergangenen Jahren verändert?

Die Nutzung des SBB Netzes ist in den letzten Jahrzehnten massiv gestiegen: Auf dem Netz der SBB fahren heute doppelt so viele Züge wie in den 1980er-Jahren. Das erfordert eine äusserst präzise Planung und eine hohe Verfügbarkeit der Infrastrukturanlagen. Die hohe Belastung hat ihren Preis: Das SBB Netz muss kontinuierlich erneuert und instandgehalten werden. So betreibt die SBB aktuell schweizweit jährlich über 20 000 Baustellen.

Warum erstellt die SBB einen Netzzustandsbericht?

Die SBB Infrastruktur schafft mit dem Netzzustandsbericht jährlich umfassend Transparenz über den Zustand und die Entwicklung ihrer Infrastrukturanlagen. Der Bericht richtet sich im Rahmen der jährlichen Berichterstattung an das Bundesamt für Verkehr (BAV) in seiner Funktion als Besteller und an die zuständigen Organe der SBB. Als sachlicher Fachbericht enthält der Netzzustandsbericht keine politischen Bewertungen der Infrastruktur.

Netzzustandsbericht 2025 (nicht barrierefrei)
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