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Jungbrunnen und ein bekannter Bücherschrank im Bahnhof Basel
Jungbrunnen und ein bekannter Bücherschrank im Bahnhof Basel

Auf dem Perron 11/12 steht seit vergangener Woche der jüngste Brunnen der SBB. Per Knopfdruck können Reisende hier ihre Trinkflasche mit frischem Wasser auffüllen. Etwas weiter, auf der Passerelle, gibt es ausserdem neu Bücher zum Mitnehmen. Ziel der beiden Basler Pilotprojekte ist, das Echo auf die neuen Angebote zu testen und diese womöglich auch an anderen Bahnhöfen einzuführen.


Viele Bahnreisende haben heutzutage ihre Trinkflasche immer mit dabei und wünschen sich, am Bahnhof Wasser zu tanken, wie sie der SBB in einer Befragung zurückgemeldet haben. An zahlreichen Bahnhöfen gibt es schon heute Brunnen. Die Wasserstationen sind aber nicht immer leicht auffindbar oder eignen sich wegen ihrer Kleinheit nicht fürs Nachfüllen von Flaschen. Um den Wunsch ihrer Bahnreisenden zu erfüllen, testet die SBB jetzt zwei neue Brunnenmodelle. In Lausanne ist der Brunnen an der Fassade am Perron 1 angebracht, in Winterthur wir das gleiche Modell später im Jahr montiert. In Basel ragt eine neu gestaltete Brunnenröhre aus dem Boden von Perron 11/12, Sektor B. Die SBB testet an den drei Standorten, wie die neuen Modelle bei ihren Kundinnen und Kunden ankommen. In einer Online-Umfrage möchte sie aber auch wissen, wo den Reisenden heute ein Brunnen fehlt. Als Belohnung für die Teilnahme gibt’s reisetaugliche Trinkflaschen zu gewinnen!

Es raschelt wieder: Von Fallblättern zu Bücherseiten.

Auch das zweite Projekt, das in Basel angelaufen ist, soll die Nachhaltigkeit auf unterhaltende Art weiter stärken. Seit einigen Tagen finden Reisende auf der Passerelle bei der Verweiloase einen Bücherschrank, der aus den früher weitverbreiteten, raschelnden Fallblattanzeigern gebaut und mit Büchern zum Mitnehmen gefüllt ist. Auch in Bern, Olten, Schaffhausen und Aarau stehen Exemplare dieser Sharing-Bibliothek. Den Grundstock an Büchern haben die jeweiligen Stadtbibliotheken beigetragen, mittelfristig soll sich aber der Grundsatz etablieren, dass wer ein Buch mitnimmt, ein anderes hineinstellt.

Gebrauchten Dingen neues Leben eingehaucht.

Nachhaltigkeit ist für viele Kundinnen und Kunden der SBB nicht nur ein aktuelles Schlagwort, sondern ein bewusster Entscheid, der sich nicht allein auf die Wahl des Verkehrsmittels beschränkt. Manuela Hunziker, Co-Projektleiterin des Circular Economy Labs bei der SBB, erklärt: «Die SBB muss eine Vorbildrolle einnehmen. Wir können aber nicht nur intern mehr wiederverwerten, sondern möchten auch unseren Kundinnen und Kunden die Möglichkeit bieten, mit uns vermehrt nachhaltig unterwegs zu sein.» Die Projekte in Basel seien dafür gute Beispiele. Jetzt sei ihr Team gespannt darauf zu sehen, wie die neuen Angebote ankommen. Denn: «Rückmeldungen unserer Kundinnen und Kunden sind sehr wichtig, sie geben der SBB die Grundlage, ihre Nachhaltigkeit weiter auszubauen.»

Kreislaufwirtschaft bei der SBB.

Kreislaufwirtschaft bedeutet, Ressourcen und Materialien nicht einfach zu entsorgen, sondern aufzubereiten und so im Kreislauf zu behalten. Das bietet zahlreiche Vorteile: Mehr Transparenz in der Lieferkette, weniger Abhängigkeiten von internationalen Lieferanten sowie eine bessere Kontrolle über die eigenen Ressourcen. Diese Strategie verfolgt die SBB in verschiedenen Bereichen: So wird etwa Beton aus alten Schwellen für neue wiederverwendet, ausrangiertes Rollmaterial findet im Ausland neue Aufgaben und beim Bau von Immobilien wird für künftige Generationen in einem Verzeichnis genau nachgeführt, welche Baustoffe eingesetzt wurden. 2019 wurde das Circular Economy Lab gegründet, das Ideen umsetzt, die dem Gedanken der Kreislaufwirtschaft entsprechen und konkreten Nutzen für Kundinnen und Kunden schaffen.

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